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Corona: RKI verzeichnet erneut massiv sinkende Zahlen

Lesedauer: 54 Minuten
Schleswig-Holstein macht ab 17. Mai wieder auf

Schleswig-Holstein macht ab 17. Mai wieder auf

Das Land Schleswig-Holstein will bei stabiler Infektionslage ab übernächster Woche flächendeckend wieder touristische Aufenthalte und Restaurantbesuche erlauben. 1NJ7U6

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Das Robert Koch-Institut meldet sinkende Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt erstmals seit langem unter 130. Mehr im Blog.

  • Gesundheitsminister Jens Spahn will für Astrazeneca-Impfungen die Priorisierung aufheben
  • Das Robert Koch-Institut meldet erneut stark sinkende Corona-Neuinfektionen
  • Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangssperren abgelehnt
  • An weiteren Teilen der Ostsee ist ab Samstag wieder Urlaub möglich
  • Damit Astrazeneca-Impfstoff nicht verfällt, hat ein Arzt online Impftermine verschenkt
  • Kanada lässt den Biontech-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu

Berlin. Es geht in Deutschland vorwärts im Kampf gegen die Pandemie – und damit abwärts mit den Zahlen. Die Corona-Neuinfektionen sind stark rückläufig. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter. Am Donnerstag liegt sie erstmals seit langem wieder unter der Marke von 130.

Immer mehr Menschen werden zudem geimpft und für Geimpfte und Genesene sind nun Lockerungen in Sicht. Heute soll der Bundestag über Regeln für Geimpfte entscheiden. Laut Bundesgesundheitsminister Spahn soll ein Impfnachweis statt eines Tests bei der Einreise nach Deutschland ausreichen.

Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen die in der Bundesnotbremse festgelegte nächtliche Ausgangssperre abgelehnt. Damit sei aber nicht entschieden, ob die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar sei, teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit. Dies werde noch im Hauptverfahren geprüft.

Robert Koch-Institut meldet erneut weniger Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 250 neue Todesfälle verzeichnet. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.736 Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 132,8 angegeben, in der Vorwoche mit 154,9. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Donnerstag, 6. Mai: Habeck nach eigener Corona-Impfung nicht sonderlich erleichtert

9 Uhr: Der Co-Vorsitzende der Grünen Robert Habeck ist nach seiner Astrazeneca-Impfung nicht sonderlich erleichtert. "Erstmal war ich krank", stellte Habeck am Donnerstag im Deutschlandfunk ernüchtert fest und antwortete so auf die Frage, welche Last mit der Impfung von ihm abgefallen sei. Bei seiner Impfung habe es sich um "eine Restdose" gehandelt, „die verimpft werden musste, die wäre sonst verfallen“, sagte er. Das Impfen begreife er nicht als Weg zur individuellen Freiheit, sondern "als Beitrag dafür, dass die Gesellschaft insgesamt resilienter gegen das Virus wird, insofern gab es keine persönliche Erleichterung."

Olympia-Stadt Tokio hält Verlängerung des Corona-Notstands für nötig

8.50 Uhr: Weniger als drei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio erwägt die japanische Hauptstadt eine Verlängerung des Corona-Notstands. Angesichts der weiter angespannten Lage sei eine Verlängerung "notwendig", erklärte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Eine Entscheidung über eine solche Maßnahme trifft die Regierung des Landes. Diese hatte erst kürzlich den Notstand zum dritten Mal bis bis zum 11. Mai verlängert. Der Olympia-Gastgeber plädiert nun für eine nochmalige Verlängerung um weitere zwei Wochen. Das gilt auch für die westlichen Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Die Lage erlaube keine Aufhebung des Notstands, sagte Tokios Gouverneurin.

Mai: Umfrage: Britische Firmen setzen auch künftig auf Arbeit von zuhause

8.41 Uhr: Ein großer Anteil der britischen Unternehmen will auch in der Zukunft weiterhin teilweise auf Arbeit von zuhause setzen. Dabei wollen die meisten auf eine Mischung aus Homeoffice und Büroarbeit setzen, wie aus einer Umfrage hervorgeht, über die die BBC am Donnerstag berichtete. Der Sender hat dafür 50 große britische Unternehmen befragt, die mehr als eine Million Arbeitnehmer in Großbritannien repräsentieren. 43 davon erklärten, sie wollten auch in Zukunft hybride Arbeitsformen nutzen, vier wollten solche Konzepte für einige Zeit prüfen.

Zalando profitiert von Online-Boom

8.27 Uhr: Der Online-Modehändler Zalando profitiert weiter vom durch die Corona-Pandemie verstärkten Trend zum Internetkauf. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse um fast 47 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen bei der Vorlage endgültiger Zahlen am Donnerstag in Berlin mitteilte. Netto verdiente Zalando 34,5 Millionen Euro. Neben der hohen Nachfrage spielten auch geringere Retouren dem Berliner Unternehmen in die Karten. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 86,4 Millionen Euro angefallen.

Berlin: Bummeln ja - aber nur mit Test
Berlin: Bummeln ja - aber nur mit Test

Israelische Studie betont Bedeutung von vollständiger Corona-Impfung

8.21 Uhr: Eine neue Studie aus Israel unterstreicht die Notwendigkeit, sich doppelt mit dem Biontech-Präparat gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine landesweite Untersuchung des dortigen Gesundheitsministeriums und des Herstellers Pfizer bescheinigte dem Impfstoff zwischen sieben und 14 Tagen nach Erhalt der ersten Dosis eine Schutzwirkung von 58 Prozent vor einer Infektion, von 76 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung und 77 Prozent vor dem Tod. Sieben Tage nach der vom Hersteller empfohlenen zweiten Dosis reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, einer Krankenhauseinweisung oder des Todes demnach jeweils um mehr als 95 Prozent.

Immer mehr Impfstoffe kommen aus Deutschland

7.38 Uhr: Impfstoff "made in Germany": Davon gibt es jetzt immer mehr. In den Startlöchern für eine Zulassung steht etwa das Tübinger Unternehmen CureVac. Welche Vakzine sonst noch hierzulande produziert werden und an welchen Standorten dies geschieht, lesen Sie hier.

Welcher Impfstoff in den Bundesländern noch übrig ist

7.20 Uhr: In den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich viel Impfstoff übrig. In NRW etwa liegen noch 48 Prozent des bereits gelieferten Vakzins von Moderna auf Halde. Diese Mengen werden teilweise von den Ländern zurückgehalten, um Zweitimpfungen sicherzustellen. Von Astrazeneca dagegen liegen in NRW derzeit keine Dosen mehr im Lager - 0 Prozent, heißt es beim Bundesgesundheitsministerium und im RKI.

Impfmonitor: Interaktiv: Wie Deutschland beim Impfen vorankommt

EU verteidigt höhere Zahlung für Biontech-Impfstoff

6.15 Uhr: Die Brüsseler EU-Kommission verteidigt, dass für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig ein höherer Preis gezahlt werden soll. Der geplante nächste Vertrag unterscheide sich signifikant von den ersten beiden, hieß es am Mittwochabend aus Behördenkreisen.

So gebe es beispielsweise strengere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Coronavirus-Varianten. Außerdem gestalte sich der Preis je Dosis auch anders, weil die EU künftig kein Geld mehr für Produktionsförderung zahle.

Netz-Expertin rechnet mit Sicherheitslücken bei EU-Impfpass

5.54 Uhr: Die netzpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Anke Domscheit-Berg, warnt vor Sicherheitslücken im Verschlüsselungssystem des europäischen digitalen Impfnachweises. "Es reicht, wenn ein einziger dieser Schlüssel irgendwo im europäischen Gesamtsystem korrumpiert ist", sagte die Abgeordnete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben).

Möglich seien der Diebstahl oder der Missbrauch der Schlüssel, "um damit beliebig viele gefälschte Zertifikate zu erstellen, für die sich dann sicher auch Vertriebswege finden werden".

Tui erwartet starke Sommersaison

5.43 Uhr: Die geplanten stufenweisen Lockerungen im Deutschland-Tourismus könnten nach Einschätzung von Tui noch rechtzeitig für eine stabile Sommersaison auch im Inland kommen. "Insbesondere in den Küstenregionen und in den Bergen wird es einen Run auf Urlaubshotels geben", glaubt die Managerin Nicole Sohnrey, die bei dem Konzern aus Hannover unter anderem für Auto- und Städtereisen zuständig ist. Für die inländischen Ziele werde aus derzeitiger Sicht ein "starker Sommer" erwartet.

Städtetag fordert mehr Freiheiten für negativ Getestete

1.22 Uhr: Angesichts der geplanten Freiheiten für Geimpfte fordert der Deutsche Städtetag jetzt auch mehr Lockerungen für negativ Getestete. Viele Menschen hätten sich wegen des Impfstoffmangels noch nicht impfen lassen können. "Wir plädieren deshalb dafür zu prüfen, in begrenztem Umfang auch tagesaktuell negativ getesteten Personen Freiheiten zurückzugeben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, unserer Redaktion. Es könne für den gesellschaftlichen Zusammenhalt klug sein, auch tagesaktuell Getesteten mehr Begegnungen mit Menschen aus anderen Haushalten zu ermöglichen.

"Wir werden den Menschen kaum vermitteln können, dass sich nur Geimpfte und Genesene unbegrenzt und unbeschwert an einem Sommerabend im Park oder zum Abendessen zu Hause treffen können", so Dedy. Die Gesellschaft dürfe sich nicht in Geimpfte und Genesene sowie alle anderen spalten. An diesem Donnerstag stimmt der Bundestag über die geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene ab.

Corona-News von Mittwoch, 5. Mai: Indische Corona-Mutation in immer mehr Ländern registriert

22.59 Uhr: Die indische Coronavirus-Variante ist erstmals auch in Kenia aufgetreten. Es sei "nur eine Frage der Zeit" gewesen, sagte Patrick Amoth vom kenianischen Gesundheitsministerium am Mittwoch. Die Mutante wurde demnach in Proben indischer Reisender entdeckt, die in der westkenianischen Stadt Kisumu arbeiteten. Zuvor war die Mutation bereits im Nachbarland Uganda nachgewiesen worden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die erstmals in Indien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.617 inzwischen in mehr als zehn Länder ausgebreitet. Indien kämpft derzeit mit einem massiven Anstieg der Infektions- und Todeszahlen, für die die Mutante vermutlich mitverantwortlich ist. Die WHO hat sich bisher nicht dazu geäußert, ob die Variante ansteckender oder tödlicher ist als das ursprüngliche Virus.

USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe

22.09 Uhr: Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Mittwoch. Das Ziel sei, "so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen", sagte Tai.

Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips der WTO und der Komplexität der Materie könnte dies aber zeitaufwendig werden, warnte Tai. Den USA kommt bei den Verhandlungen als weltgrößte Volkswirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Zudem hält die US-Regierung über das Forschungsinstitut NIH die Rechte an einer Erfindung, die als Voraussetzung der modernen mRNA-Impfstoffe der Hersteller Moderna und Biontech/Pfizer gilt.

Mehr als 100 WTO-Mitgliedsländer wollen die Patente für die Impfstoffe aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Staaten Impfstoffe herstellen können.

Spahn will für Astrazeneca Priorisierung aufheben

21.23 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben. "Wir werden generell - und darüber möchte ich morgen mit Karl-Josef Laumann (NRW) und anderen 15 Landesministerkollegen reden - bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt", sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in der Sendung "Aktuelle Stunde" des WDR-Fernsehens. Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden. Auf die Nachfrage, ab wann das gelten solle, sagte Spahn: "Für Astrazeneca jetzt schon sofort, das ist mein Vorschlag."

Für die anderen Impfstoffe bekräftigte er die bisherige Aussage, dass die Priorisierung voraussichtlich im Juni beendet werden könne, "wenn die Lieferungen weiter so kommen, wovon ich ausgehe". Bisher werden Alte, Vorerkrankte sowie besonders gefährdete oder systemrelevante Berufsgruppen vorrangig geimpft. Ihre Reihenfolge ist in drei Vorrangstufen geregelt.

Eilanträge abgelehnt - nächtliche Ausgangssperre bleibt in Kraft

19.58 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. "Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist", teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

Experten sehen Risiken bei Astrazeneca auch für Ältere

19.31 Uhr: Experten sehen laut einem Medienbericht auch bei älteren Frauen ein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen bei einer Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. Darauf weist dem Magazin "Spiegel" zufolge eine aktuelle Studie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) hin. Bislang war davon ausgegangen worden, dass vorrangig jüngere Frauen gefährdet sind.

Die Arbeit wurde laut "Spiegel" noch nicht von anderen Forschenden begutachtet, sondern als sogenanntes Preprint veröffentlicht. Der Auswertung zufolge, für die neurologische Abteilungen und Kliniken in ganz Deutschland befragt worden seien, war die Rate von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung demnach mehr als neunmal höher als nach einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer oder Moderna. Dabei sei die Rate bei Frauen im Vergleich zu jener bei Männern mehr als dreimal erhöht gewesen.

Solche Thrombosen nach einer Impfung seien aber insgesamt sehr selten gemessen an der Anzahl der Impfungen, betonten die beteiligten Forscherinnen und Forscher.

Astrazeneca-Impfaktion in Supermarkt

19.08 Uhr: Eine Ärztin aus Pforzheim in Baden-Württemberg hat mit ihrem Team rund 250 Dosen Astrazeneca in einem Supermarkt verimpft. Weil viele Menschen dem Wirkstoff misstrauen, hatte die Medizinerin in ihrer Sprechstunde nicht genügend Abnehmer gefunden. Doch vor dem Lebensmittelgeschäft standen die Leute nun Schlange. Für die Aktion brauchte man keinen Termin.

Kanada lässt Biontech-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu

18.27 Uhr: In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Dies teilte die federführende Gesundheitsbehörde Health Canada am Mittwoch "nach eingehender und unabhängiger wissenschaftlicher Prüfung" mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Laut Biontech ist Kanada eines der ersten Länder weltweit, in dem der Impfstoff für diese Altersgruppe eingesetzt werden darf. Zuvor galt für das Vakzin ein Mindestalter von 16 Jahren.

Biontech und Pfizer hatten Mitte April einen Zulassungsantrag bei Health Canada eingereicht. Die nun erteilte Zulassung ist laut der Behörde an die Bedingung geknüpft, dass Pfizer/Biontech nach der Markteinführung weitere Angaben zur Sicherheit, Effektivität und Qualität des Impfstoffs in dieser Altersgruppe nachliefern.

Gamescom 2021 nun doch ohne Besucher

17.51 Uhr: Anders als bisher geplant will die Computerspielmesse Gamescom in diesem Jahr doch keine Besucher in die Kölner Hallen lassen. Man habe sich "nach intensiven Gesprächen mit Partnern und Ausstellern entschieden, die Gamescom 2021 als rein digitales Event auszutragen", teilten die Koelnmesse und der Verband game als Veranstalter am Mittwoch mit.

Damit trage man "der aktuellen Lage Rechnung, in der zu viele Unternehmen auf Grund der nach wie vor schwierigen Entwicklung in diesem Jahr nicht an physischen Veranstaltungen teilnehmen können", so die Mitteilung weiter. Mit der Entscheidung ermögliche man den Unternehmen Planungssicherheit.

Schleswig-Holstein lockert Coronabeschränkungen

17.14 Uhr: Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte im Tourismus und weiteren Bereichen. So dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch bekanntgab. Erleichterungen gibt es auch in den Bereichen Kita, Schule, Sport und Kultur.

Wer als Tourist im Norden übernachten will muss sich demnach alle drei Tage auf Corona testen lassen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die für vier Modellregionen geltenden Regeln auf das gesamte Land aus.

Bisher dürfen Urlauber in der Schleiregion, in Eckernförde und in Nordfriesland unter strikten Corona-Vorgaben Urlaub machen. Von diesem Samstag an ist das auch in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt an der Ostsee in der Lübecker Bucht möglich. Am Montag folgt Büsum in Dithmarschen.

Deutscher Ethikrat: Zwei Milliarden für Aufholprogramm für Kinder reichen nicht aus

16.45 Uhr: Der Deutsche Ethikrat kritisiert das vom Bundeskabinett beschlossene Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche. Die zwei Milliarden würden nicht ausreichen, sagte Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrates, dieser Redaktion: "Das ist ein Anfang, aber Schüler und kleine Kinder werden sehr viel Unterstützung und kreative Programme brauchen, um die Belastungen auszugleichen."

Zudem empfiehlt die Medizinethikerin, auch Berufsanfänger und Studierende zu fördern. "Die darf man nicht vergessen, denn sie gehören auch zur jungen Generation", sagte Buyx unserer Redkation. Ihnen sei ebenfalls sehr viel in den vergangenen eineinhalb Corona-Jahren verloren gegangen. Das seien Lücken, die sich auf ihr ganzes Leben auswirken werden, so Buyx. Auch für die Auszubildenden, Berufsanfänger und Studierenden brauche es daher "besondere Aufholprogramme".

Bundesregierung warnt vor Verwenden gefälschter Impfpässe

16.08 Uhr: Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen. Dies sei kein Kavaliersdelikt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in der Bundespressekonferenz. "Wer so etwas tut, gefährdet die Gesundheit anderer Menschen. Das ist das eine. Er macht sich aber auch strafbar. Das ist ganz klar eine nach dem Strafgesetzbuch strafbewehrte Urkundenfälschung. Und strafbare Handlungen werden verfolgt."

Es gebe immer ein Missbrauchsrisiko, sagte Seibert weiter. Deshalb wolle die Bundesregierung den digitalen Weg gehen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist geplant, dass der Impfnachweis sowohl auf der Corona-Warn-App wie auch auf einer Extra-App digital gespeichert werden kann. Dies soll in der zweiten Hälfte des laufenden Quartals möglich werden. Die Menschen erhielten dann unmittelbar beim Impfen einen QR-Code, den sie mit ihrem Smartphone scannen könnten. Wer bereits jetzt geimpft sei, könne den Nachweis aus dem Impfpass vom Arzt oder Apotheker übertragen lassen.

Zoom-Chef hat keine Lust mehr auf Videokonferenzen

15.40 Uhr: Auch der Chef des boomenden Videokonferenz-Anbieters Zoom kennt das Problem vieler Büroarbeiter in der Corona-Pandemie: Zu viele Zoom-Konferenzen. Auch er verspüre eine gewisse Videokonferenz-Müdigkeit, sagte Eric Yuan auf eine entsprechende Frage bei einer Online-Veranstaltung der Zeitung "Wall Street Journal". So habe er an einem Tag 19 Zoom-Konferenzen gehabt. Inzwischen setze er keine Online-Treffen direkt nacheinander mehr an.

Der Chef der größten US-Bank JPMorgan, Jamie Dimon, betonte bei der "WSJ"-Veranstaltung am Dienstag, dass er Videokonferenzen nicht für einen gleichwertigen Ersatz für gemeinsames Arbeiten halte. So könne man damit schlechter neue Ideen entwickeln oder die Unternehmenskultur pflegen. "Ich stehe kurz davor, alle meine Zoom-Konferenzen abzusagen", sagte Dimon. "Ich bin durch damit."

Außengastro in NRW darf öffnen – wenn Inzidenz unter 100

15.30 Uhr: Kreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 können nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Außen-Gastronomie schon jetzt öffnen. "Wenn einzelne Kommunen, die unter 100 sind, können die Kommunen über Kommuna lverfügung Öffnungen machen", sagte Laumann am Mittwoch in Düsseldorf auf die Frage nach Öffnungen im Gastgewerbe.

Bei den landesweit geltenden Verordnungen des Landes NRW seien Ausnahmen möglich. Wenn eine Kommune, die beispielsweise bei einer Inzidenz von 70 liege, die Außengastronomie öffnen wolle, könne das Kreisverwaltung oder Stadtverwaltung entscheiden.

NRW schickt 100.000 Impfdosen in benachteiligte Stadtteile

15.00 Uhr: Für benachteiligte Stadtteile will das Land Nordrhein-Westfalen den Kommunen 100.000 Impfdosen bereitstellen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. Diese Menge werde das Land bündeln, ohne anderen Kommunen den Impfstoff wegzunehmen.

Damit sollen Bemühungen wie in Köln-Chorweiler unterstützt werden, in Stadtteilen mit hohen Infektionsraten einen Schwerpunkt zu setzen. Zur Verteilung unter den Kommunen müsse aber noch eine Regelung gefunden werden. Auch in Ballungszentren des Ruhrgebietes vermutet Laumann einen Bedarf.

Nochmal 3,8 Milliarden Euro für Impfstoffe an Gesundheitsministerium

14.45 Uhr: Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen. Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichtete.

Demnach zeichnen sich Vertragsabschlüsse der Europäischen Kommission ab, "um eine ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen COVID-19 auch für die kommenden Jahre sicherzustellen". Der Preis werde aber "zu erheblichen Teilen" erst 2022 und 2023 fällig. Außerdem stehe ein Vertrag kurz vor dem Abschluss, bei dem es auch um angepasste Impfstoffe für Kinder gehe. Deutschland müsse jetzt Zahlungsverpflichtungen eingehen, damit entsprechend viel Impfstoff bestellt werde.

Pfingsten vor der Tür – ist Urlaub in Deutschland aktuell möglich?

14.40 Uhr: Seit Ende April befindet sich die Bundesrepublik in einem strikten Lockdown. Doch mit den herannahenden Pfingstferien – und erst Recht mit den ebenfalls nicht mehr allzuweit entfernten Sommerferien – stehen viele Menschen vor der Überlegung: Urlaub ja – nur wo? Einige Bundesländer haben in den letzten Tagen erste Öffnungsschritte angekündigt. Wo Urlaub in Deutschland bald wieder möglich sein kann, lesen Sie hier.

Norwegen lockert Corona-Maßnahmen für Geimpfte und Genesene

14.30 Uhr: Norwegen lockert seine Maßnahmen für Corona-Geimpfte und -Genesene. Wer einen Schutz gegen Covid-19 habe, dem rate die Regierung nicht länger von unnötigen Reisen innerhalb Norwegens ab, teilte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Oslo mit.

Als geschützt gelten dabei von nun an neben vollständig Geimpften auch diejenigen, deren erste Corona-Impfung mehr als drei Wochen her ist, sowie Personen, die in den vergangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt gewesen sind. Auch für private Zusammenkünfte gelten für diese drei Gruppen gewisse Lockerungen.

NRW öffnet Impfungen ab Donnerstag für weitere Berufsgruppen

14.17 Uhr: Nordrhein-Westfalen öffnet die Impfkampagne für weitere Berufsgruppen. Das hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf angekündigt. Termine können ab Donnerstag unter anderem von Impfwilligen vereinbart werden, die im Lebensmitteleinzelhandel, in der Justiz oder an weiterführenden Schulen beschäftigt sind.

Bundesregierung sieht "deutliche Umkehr" dank Bundes-Notbremse

14.15 Uhr: Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen bei hohem Infektionsgeschehen zeigen aus Sicht der Bundesregierung Wirkung. "Seitdem wir die Notbremse in Kraft gesetzt haben, sehen wir jetzt eine deutliche Umkehr", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag.

Es zeige sich "momentan wirklich eine extrem schnelle Entlastung von den Infektionszahlen, was uns auch die Hoffnung gibt, dass das Gesundheitswesen seine Überlastung reduziert".

Arzt verschenkt Astrazeneca-Termine im Internet

14.05 Uhr: Um den Impfstoff von Astrazeneca nicht verfallen zu lassen, hat ein Hausarzt aus Ostwestfalen einen ungewöhnlichen Weg über Ebay-Kleinanzeigen gewählt. "Es wäre Wahnsinn, den zuverlässigen und wirksamen Impfstoff verkommen zu lassen", sagte der Allgemeinmediziner und Kardiologe Peter Weitkamp aus Kirchlengern der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Zwei Tage lang habe er nun über die Internet-Plattform Impftermine mit Astrazeneca "zu verschenken" an Menschen über 60 Jahre angeboten. Er habe 80 bis 90 Impfdosen übrig. Ab der kommenden Woche werde er seine Astrazeneca-Restbestände denen verabreichen, die sich auf sein Ebay-Angebot hin meldeten. Zuvor hatte die "Neue Westfälische" über den Mediziner berichtet.

Weitkamp kritisierte, dass die Praxen fast nur noch Astrazeneca erhielten, das gefragte Biontech dagegen an die Impfzentren gehe. Er halte es aus medizinischer Sicht für falsch, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) Astrazeneca weiterhin nur für Menschen über 60 Jahre empfehle.

Astrazeneca habe zu Unrecht ein schlechtes Image, sagte Weitkamp. Das führe dazu, dass viele noch nicht Geimpfte über 60 Jahren nun in die Impfzentren strömten, um sich dort Biontech abzuholen. "Das ist unsolidarisch. Die Alten nehmen den Jungen den Biontech-Impfstoff weg."

Urlaub an der Ostsee ab Samstag möglich

13.28 Uhr: Mit Verspätung startet am Samstag das Tourismus-Modellprojekt in der Lübecker Bucht. Am Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt sind dann wieder Urlauber willkommen, wie die beteiligten Tourismus-Agenturen mitteilten. Zuvor hatte der Kreis Ostholstein grünes Licht für das Projekt gegeben. Voraussetzung sind strikte Corona-Vorgaben, zum Beispiel Corona-Tests in zeitlich dichtem Abstand. Der Start des Projekts war aufgrund der Beschlüsse zur Bundesnotbremse und hohen Inzidenzzahlen verschoben worden.

Elbjazz-Festival erneut abgesagt

13.10 Uhr: Das Hamburger Elbjazz-Festival am 4. und 5. Juni muss auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. "Wir wissen, dass dies eine bittere Nachricht ist – insbesondere für jene von euch, die uns das große Vertrauen geschenkt haben, ihr Ticket von 2020 auf das Elbjazz 2021 zu übertragen", teilten die Veranstalter am Mittwoch in Hamburg mit.

Auch diesmal soll das Festival, bei dem schon Musiker wie Gregory Porter und Jamie Cullum aufgetreten sind, auf das nächste Jahr verschoben werden. Alle Tickets, die für die abgesagten Festivals erworben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Ab sofort können zudem neue Tickets für das Elbjazz-Festival 2022 erworben werden.

Studie zeigt, wie Corona Einkaufsverhalten der Menschen in Deutschland verändert

12.40 Uhr: Das Einkaufsverhalten der Verbraucher in Deutschland hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise deutlich verändert. Die Menschen gingen seltener einkaufen, gaben dafür aber mehr Geld pro Einkauf aus und zahlten seltener bar. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI.

"Die Pandemie hat die Kundschaft vielfach zu Vorratskäufern gemacht, die durch eine Reduzierung ihrer Einkaufsfrequenz unnötige Kontakte vermeiden möchten. Diese Einkäufe bezahlen sie häufiger per Karte", berichtete das EHI. Das bargeldlose Zahlen sei gerade zu Beginn der Pandemie als besonders hygienisch propagiert worden.

Die Zahl der Einkäufe in deutschen Einzelhandelsgeschäften sank demnach 2020 um fast zwei Milliarden auf gut 18 Milliarden. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Einkaufsbetrag aber von 22,09 Euro auf 24,04 Euro – ein Plus von knapp neun Prozent.

Mehrheit befürwortet Impfbusse in Brennpunkten

12.15 Uhr: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält es einer Umfrage zufolge für angemessen, wenn in der Corona-Pandemie bundesweit mobile Impfbusse in sozialen Brennpunkten zum Einsatz kommen – und dabei die Priorisierungsreihenfolge nicht zwingend eingehalten wird. Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov mitteilte, befürworteten 69 Prozent der am Dienstag Befragten eine solche Maßnahme. 19 Prozent gaben laut YouGov an, dies für nicht angemessen zu halten. 12 Prozent machten demnach keine Angabe.

Unterschiede zeigten sich in den einzelnen Einkommensgruppen: Den Angaben zufolge hielten Befragte mit einem Nettohaushaltseinkommen von 1500 bis 3000 Euro den bundesweiten Einsatz von Impfbussen in sozialen Brennpunkten ohne zwingende Einhaltung der Impfreihenfolge am häufigsten für angemessen (78 Prozent), diejenigen mit weniger als 1500 Euro Einkommen am seltensten (58 Prozent). Die Umfrage zeigte auch: Anhängerinnen und Anhängern der Grünen befürworteten die Maßnahme am häufigsten (91 Prozent).

Dutzende Friesländer bekommen dritte Dosis Biontech

12.00 Uhr: Kochsalz statt Biontech: Um zu vertuschen, dass sie eine Ampulle mit dem Vakzin versehentlich zerstört hatte, zog eine DRK-Mitarbeiterin in Friesland Ende April sechs Spritzen mit Kochsalzlösung auf und verabreichte diese an Patientinnen und Patienten. Nun lädt der Landkreis 117 Menschen zu Antikörpertests ein, um festzustellen, wer die ebenso harm- wie wirkungslosen Spritzen bekommen hat.

80 weitere Menschen, die zum fraglichen Zeitpunkt eine Zweitimpfung erhielten, werden zudem zu Impfreaktionen befragt – ein Antikörpertest würde bei diesen Personen zu keinem Ergebnis führen. Der Biontech-Wirkstoff kann starke Reaktionen auslösen. Wer solche erlebt hat, hat folglich auch Impfstoff statt einer Kochsalzlösung verabreicht bekommen.

Wer keine Impfreaktionen spürte, dem bietet der Landkreis nun eine dritte Dosis Biontech an. Das sei laut der Ständigen Impfkommission des RKI gesundheitlich unbedenklich. Lediglich die Reaktion auf den Impfstoff könne stärker ausfallen. 62 Menschen wollen diese Option nun annehmen, zwölf weitere wurden noch nicht befragt. Die Mitarbeiterin hat ihren Job verloren, außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen sie.

Acht Löwen in indischem Zoo mit Corona infiziert

11.40 Uhr: Acht Löwen in einem indischen Zoo sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Löwen hätten Ende April Zeichen von Atemnot gezeigt, inzwischen lägen entsprechende Testresultate vor, teilte das indische Umweltministerium mit. Die Nasen-, Hals- und Atemwegsproben seien unter Narkose genommen worden.

Die Tiere seien isoliert worden und sie seien auf dem Weg der Besserung, hieß es: "Alle acht Löwen haben gut auf die Behandlung angesprochen und erholen sich. Sie verhalten sich normal und essen gesund." Der Nehru Zoological Park in Hyderabad sei für Besucherinnen und Besucher geschlossen worden.

Seit Beginn der Pandemie gab es immer wieder vereinzelte Meldungen über Sars-CoV-2-Infektionen bei Wild-und Haustieren. In Deutschland gibt es eine Meldepflicht für Infektionen bei Haustieren. In Russland ließ die Aufsichtsbehörde kürzlich einen Corona-Impfstoff für Tiere zu, der unter anderem an Hunden, Katzen und Nerzen getestet worden sei.

Menschen in Deutschland weiter positiv zum Impfen eingestellt

11.30 Uhr: Der positive Langzeittrend bei der Einstellung zu Impfungen in Deutschland hält auch in der Corona-Pandemie weiter an. Ein Großteil der Deutschen stand Impfungen nach der ersten Corona-Welle weiterhin befürwortend gegenüber, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorging.

Im zweiten Halbjahr des Jahres 2020 sprachen sich demnach 79 Prozent der 16- bis 85-Jährigen "befürwortend" beziehungsweise "eher befürwortend" gegenüber einer Impfung aus.

17 Prozent der Befragten äußerten demnach teilweise Vorbehalte, wohingegen vier Prozent Impfungen eher ablehnten. Damit lag der Anteil der erwachsenen Befürworter von Impfungen seit 2016 auf einem konstant hohen Niveau, wie die Bundesbehörde mitteilte. Im Jahr 2012 hatte dieser Anteil noch bei 61 Prozent gelegen.

Wie der Intensivpfleger Ricardo Lange die Corona-Pandemie erlebt
Wie der Intensivpfleger Ricardo Lange die Corona-Pandemie erlebt

Kabinett gibt Milliardenhilfe für Kinder und Jugendliche grünes Licht

11.12 Uhr: Die Bundesregierung hat das Aufholpaket für Kinder und Jugendliche zur Unterstützung sozial schwacher Familien in der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Das am Mittwoch vom Kabinett gebilligte Programm hat ein Volumen von insgesamt zwei Milliarden Euro, mit denen auch ein Kinderbonus insbesondere bei Hartz-IV-Bezug finanziert werden soll. Das Paket umfasst Leistungen für Nachhilfestunden und Freizeitangebote.

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider bezeichnete das Paket als "politisches Signal des Bundes, dass wir Kommunen und Länder, deren originäre Aufgabe das ist, damit nicht allein lassen". Es dürfe keine "verlorene Generation" geben, dafür trage der Bund seine Mitverantwortung. Von den zwei Milliarden sollten 700 Millionen als direkte Zuschüsse gewährt werden, 1,3 Milliarden gingen an die Länder.

Über zehn Millionen Menschen jetzt impfberechtigt

11.00 Uhr: In vielen Bundesländern dürfen sich Angehörige der Priorisierungsgruppe drei für die Corona-Impfung anmelden - alleine aufgrund ihres Alters sind das bundesweit mehr als zehn Millionen Menschen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, gab es Ende 2019 rund 10,5 Millionen Menschen im Alter von 60 bis unter 70 Jahren. Das waren 12,6 Prozent der Bevölkerung.

Zur Gruppe drei mit erhöhter Priorisierung gehören auch Menschen, die in einer kritischen Infrastruktur arbeiten. Allein im Lebensmitteleinzelhandel waren das im Jahr 2018 mehr als 1,3 Millionen Menschen. In der Güterbeförderung sind eine knappe Million, bei Post- und Kurierdiensten mehr als eine halbe Million Menschen zur Impfung aufgerufen. Impfberechtigt sind auch Beschäftigte in Apotheken (248 000 Menschen) und der Pharmaindustrie (140 000 Menschen).

Deutschland stellt Tagesrekord bei Zweitimpfungen auf

10.30 Uhr: Deutschland hat einen Tagesrekord bei den wichtigen Zweitimpfungen aufgestellt. 150.000 Menschen erhielten am Dienstag die zweite Dosis, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter mit. Knapp sieben Millionen Menschen können sich damit über vollen Impfschutz freuen – etwas mehr als acht Prozent der Erwachsenen in Deutschland.

Zudem konnten am Dienstag über 813.000 Menschen eine erste Imfpung gegen Sars-CoV-2 erhalten, was die Zahl der Erstgeimpften in Deutschland auf knapp 24,5 Millionen Menschen und fast 30 Prozent der Erwachsenen bringt.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 33,1 Prozent. Brandenburg liegt mit 26,4 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 88,1 Prozent verbraucht.

Bundeswehr fliegt Sauerstoffanlage nach Indien

10.18 Uhr: Ein Transportflugzeug der Bundeswehr ist am Mittwoch vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf aus mit Bauteilen für eine Sauerstoffanlage nach Indien gestartet. Dort sollen die Gerätschaften am Donnerstag als Teil der deutschen Nothilfe eintreffen. Nach Angaben der Luftwaffe muss die Mannschaft des Flugzeugs vom Typ A400M einen Zwischenstopp in Abu Dhabi einlegen.

"Wir sind als Luftwaffe stolz darauf, mit unserem Lufttransport einen wichtigen Beitrag im weltweiten Kampf gegen das Corona-Virus zu leisten", teilte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, mit.

Die zweite Transportmaschine sollte am Donnerstag aus Wunstorf starten. Am Samstag hatte die Luftwaffe von Köln-Wahn aus bereits 120 Beatmungsgeräte sowie Fachleute für Aufbau und Bedienung der Sauerstoffanlage nach Neu Delhi geflogen.

Lage auf Intensivstationen stabilisiert sich langsam

10.15 Uhr: Auf den Intensivstationen, wo positive Entwicklungen erst mit einiger Verspätungen spürbar werden, scheint sich die Lage langsam zu stabilisieren.

Am Dienstag lag die Zahl der versorgten Patienten bei 4955 Fällen. Die Kurve zeigt hier seit Ende April tendenziell nach unten. "Der Anstieg bei der Zahl an intensivpflichtigen Patientinnen und Patienten scheint aktuell gestoppt", schreibt das RKI.

Impfnachweis ins Netz stellen – Experten raten ab

9.40 Uhr: Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die etwa aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge. "Wenn geimpfte Personen ein Foto ihres Impfpasses im Internet veröffentlichen, dann kann das Kriminellen als Vorlage dienen", sagte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar der Deutschen Presse-Agentur.

Betrüger könnten demnach die Chargennummern, Stempel und Arzt-Unterschriften nutzen, um gefälschte Impfpässe herzustellen, die dann auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden.

"Überlegen Sie es sich gut, was Sie wirklich teilen möchten, bevor Sie einen Post absetzen. Was einmal im Internet oder in Sozialen Medien steht, lässt sich in der Regel nicht wieder zurückholen", sagte die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte, Barbara Thiel.

Höchstwert bei täglichen Corona-Todeszahlen in Indien

9.15 Uhr: Indien hat an einem Tag so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land erfasst wie nie davor. In den vergangenen 24 Stunden starben 3780 Menschen, wie das indische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

382.000 Menschen haben sich im selben Zeitraum in Indien nachweislich neu mit Sars-CoV-2 angesteckt. In absoluten Zahlen ist Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern mit insgesamt mehr als 20,6 Millionen erfassten Corona-Infektionen hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen.

Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl deutlich über den offiziellen Zahlen liegt. In Teilen des Landes ist es Berichten zufolge schwierig, überhaupt auf das Coronavirus getestet zu werden. Besonders in ländlichen Gebieten sterben viele Menschen zu Hause - nicht alle dieser Fälle tauchen letztlich in der Statistik auf.

"Zuversicht mit Umsicht paaren" – Spahn mahnt zur Vorsicht

9.05 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ungeachtet der geplanten Lockerungen der Corona-Regeln für Geimpfte zur Vorsicht gemahnt. Deutschland sei noch in der dritten Welle, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

"Wir müssen Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht." Der Minister begrüßte zugleich erneut die Erleichterungen für Geimpfte und Genesene, die bereits am Sonntag in Kraft treten könnten.

Ein "einheitliches Vorgehen" sei wichtig, sagte Spahn. Er finde die vorgesehenen Lockerungen "ermutigend". Es sei eine "gute Nachricht", dass das Impfen dies möglich mache.

Verkehrsminister will weitere Milliardenhilfe in ÖPNV stecken

8.45 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dringt auf weitere Finanzhilfen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wegen der Corona-Krise für dieses Jahr. "Mit noch einmal einer Milliarde Euro können wir den umweltfreundlichen ÖPNV weiter leistungsfähig und zuverlässig am Laufen halten", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Dies stärke das Vertrauen und mache das System insgesamt zukunftsfest.

Angesichts deutlich gesunkener Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen machen den Verkehrsanbietern starke Einnahmeausfälle zu schaffen. Der Bund hatte im vergangenen Jahr schon 2,5 Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt – über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Mit dem Geld können Länder und Verkehrsverbünde Verkehrsangebote bestellen.

Linke-Fraktionschefin will einheitliche Regeln bei niedriger Inzidenz

8.15 Uhr: Mit Blick auf die Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene hat die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag bundeseinheitliche Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 100 gefordert.

Amira Mohamed Ali sagte am Mittwoch im "ZDF"-Morgenmagazin, es sei "nach wie vor so, dass die Länder das in Eigenverantwortung regeln". In den Regionen mit niedrigen Inzidenzen bleibe es bei einem "Flickenteppich" und das sei "überhaupt nicht gut".

"Natürlich wäre es auch da richtig und wichtig, dass es endlich transparente und einheitliche Regelungen bundesweit gibt – das ist bisher von der Bundesregierung noch nicht auf den Weg gebracht worden", sagte die Oppositionspolitikerin.

Städte und Gemeinden begrüßen Erleichterungen für Geimpfte

7.37 Uhr: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die vom Kabinett beschlossenen Erleichterungen für Geimpfte begrüßt. "Es ist richtig und notwendig, die Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene jetzt zügig zu reduzieren", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Es handle sich längst um eine nennenswerte Gruppe in der Gesellschaft.

Über 6,6 Millionen Menschen hätten bereits eine Zweitimpfung erhalten und über drei Millionen sind nach einer Corona-Erkrankung genesen, sagte Landsberg der Zeitung. "Nachdem feststeht, dass diese Personen weder für sich noch für andere eine nennenswerte Gefahr darstellen, müssen die Grundrechtseinschränkungen reduziert werden", forderte der Verbandschef.

Paritätischer Gesamtverband will schnelle Impfungen in Brennpunkten

7 Uhr: Der Paritätische Gesamtverband begrüßt die vorgezogenen Impfungen in sozialen Brennpunkten wie in Köln-Chorweiler. Sie seien wegen der hohen Corona-Inzidenzen nicht nur eine "Sache der Gerechtigkeit", sondern "auch eine Sache der Vernunft", sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider dieser Redaktion.

Dabei sei, soweit vor Ort praktisch möglich, die Impfpriorisierung beizubehalten. "Andernfalls bekämen wir neue sehr schwierige Gerechtigkeitsdiskussionen", so Schneider. Er empfehle aber "aus Gründen der Praktikabilität und der Effektivität", im Zweifelsfalle "großzügig zu verfahren".

Hausärzte fordern Rechtssicherheit für Nutzung der siebten Biontech-Dosis

4.32 Uhr: Um das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen, fordert der Deutsche Hausärzteverband Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle sieben statt sechs Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nutzen wollen. "Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt unserer Redaktion.

"Wir brauchen im Umgang mit der 7. Dosis bundesweit Rechtssicherheit." Es dürfe nicht sein, "dass Hausärztinnen und Hausärzte, die im Kampf gegen diese Pandemie alles geben und mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich impfen, riskieren, mit einem Bein im Gefängnis zu stehen."

Unterstützung erhalten die Hausärzte von SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach: Beim Impfstoff von Biontech/Pfizer seien nur sechs Dosen pro Ampulle zugelassen. Es sei nicht verboten, aber rechtlich nicht abgesichert, die siebte Dosis zu verwenden. "Ich verstehe, dass viele Ärzte aus Angst vor dem Haftungsrisiko die siebte Dosis des Biontech-Impfstoffs wegwerfen", sagte Lauterbach dieser Redaktion. "Wir müssen den Ärzten bundesweit Rechtsicherheit für die Nutzung der siebten Dosis geben. Der Staat muss das Haftungsrisiko übernehmen."

Deutscher Philologenverband skeptisch, dass zwei Milliarden Euro für "Aufholen nach Corona" reichen

3.56 Uhr: Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist skeptisch, dass die geplanten zwei Milliarden Euro für einen echten "Zukunftspakt Bildung" ausreichen werden, sagte DPhV-Bundesvorsitzende Susanne Lin-Klitzing unserer Redaktion.

Gerade wenn Schüler länger in der Schule blieben, unterrichtet, gefördert und betreut werden sollen, bräuchten Lehrer und Schüler angemessene Schulräumlichkeiten, funktionierende und saubere Toiletten, Lüftungs- und Luftfiltersysteme und den Ausbau von Breitband und einen standardisierten Datenschutz für Schulen, so Lin-Klitzing. Am Mittwoch will das Bundeskabinett das gemeinsame Aktionsprogramm von Bildungs- und Familienministerium "Aufholen nach Corona 2021" beschließen.

Lockerungen für Geimpfte - Wirtschaftsweise sieht Probleme bei der Umsetzung

1.13 Uhr: Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer befürwortet die von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Lockerungen für Geimpfte und Genesene, rechnet aber mit Schwierigkeiten in der Praxis. Es sei problematisch, "dass bisher kein fälschungssicherer Nachweis der Impfung und der überstandenen Erkrankung möglich ist", sagte die Ökonomin dieser Redaktion. Insofern werde die Umsetzung des Beschlusses einige Mühe machen. Schnitzer kritisierte: "Es ist unverständlich, dass man hier nicht schon viel eher eine fälschungssichere Lösung gefunden hat."

Corona-News von Dienstag, 4. Mai: Biden ruft 20- bis 30-Jährige zum Impfen auf

  • US-Präsident Joe Biden hat neue Ziele für das amerikanische Corona-Impfprogramm herausgegeben und wandte sich ausdrücklich an die 20- und 30-Jährigen, von denen viele glaubten, sie benötigten keine Impfung. Nach Regierungsgaben ist die Impfung gegenwärtig bei etwa 105 Millionen der 328 Millionen US-Bürger abgeschlossen.
  • Die Virologin Sandra Ciesek hält Impfungen auch für Covid-19-Genesene für sinnvoll. Für alle anderen sei vor allen die zweite Impf-Dosis entscheidend, sagte sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".
  • Die Luftwaffe fliegt am Mittwoch eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff in das schwer von der Corona-Pandemie getroffene Indien. Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus.
  • FDP-Chef Christian Lindner fordert als Reaktion auf die Entwicklung bei den Corona-Infektionen weitergehende Lockerungen auch für Menschen mit einem Negativtest.
  • Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weiße Haus am Dienstag.
  • In Brandenburg können sich Erwachsene unter 60 Jahren in Arztpraxen ab sofort mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium mit.
  • Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft - und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.
  • Italien will nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Mit einem italienischen Gesundheitspass sollen Urlauber aus dem Ausland dann auch zwischen den verschiedenen italienischen Regionen reisen können, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister.
  • Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder in den vergangenen sechs Monaten eine Infektion überstanden haben, sind künftig im Bundesland Bremen von allen Testpflichten ausgenommen. Eine entsprechende Regelung beschloss der Senat am Dienstag.
  • Angesichts weiterhin niedriger Corona-Neuinfektionen hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest. Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, außerdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt.
  • Die Corona-Pandemie bringt die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart ordentlich durcheinander. Zum zweiten Mal sind Verhandlungstermine des Oberlandesgerichts auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Stammheim abgesagt worden, weil sich Häftlinge angesteckt haben.
  • Im Ringen um den Schutz von Unternehmen vor Insolvenzen wegen der Corona-Krise sieht die SPD kaum noch Chancen auf eine Einigung. CDU und CSU betrieben "scheinheilige Ablenkungsmanöver", wollten die erneute Sonderregelung aber offenkundig nicht.
  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für unbürokratische Lockerungen bei Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Es geht ja bei allen Maßnahmen auch darum, dass man eine Akzeptanz hat für die ganzen Sachen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
  • Hohe Kosten für PCR-Coronatests sind dem Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) in Genf ein Dorn im Auge. IATA-Chef Willie Walsh sprach am Dienstag von Geschäftemacherei. Weil viele Länder PCR-Tests für Flugreisende vorschreiben, werde das Fliegen für viele Menschen unerschwinglich.
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag.
  • Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem Selbstständige finanziell hart. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert.
  • Berlins Regierender Bürgermeister hat sich für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. "Wir werden mit Sicherheit wieder zu einer MPK zusammenkommen, denn wir müssen so etwas bundesweit abstimmen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag in Berlin.
  • Die Ärzte warnen auch als Lehre aus der Corona-Krise vor Kostendruck und einer weiteren Kommerzialisierung im deutschen Gesundheitswesen. "Erst kommt der Patient und dann der Profit. Das muss sich endlich in das kollektive Gedächtnis einbrennen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, am Dienstag beim Deutschen Ärztetag.
  • In Berlins sozialen Brennpunkten soll es beim Impfen schneller vorangehen. So sollen im Lauf der nächsten Woche 10.000 Impfdosen an Stadtteilzentren in sozialen Brennpunkten oder Quartieren in schwierigen Wohnsituationen geliefert werden, wie Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, am Dienstag nach der Senatssitzung ankündigte.
  • Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt.
  • Sachsen stellt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene ab dem 10. Mai in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleich. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts.
  • Die Bundesregierung hat den Weg frei gemacht für rasche Lockerungen der Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene. Das Kabinett habe eine entsprechende Verordnung am Dienstag beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).
  • In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag auf Twitter. Das Impftempo ziehe überall in der EU an.
  • Wieder ein Dämpfer für die deutsche Impfkampagne. Laut dem "Spiegel" ist die Produktion des deutschen Impfstoff-Herstellers Curevac durch fehlende Rohstoffe akut in Gefahr, weil die US-Regierung die Ausfuhr entscheidender Materialien per Kriegswirtschaftsdekret unterbindet.
  • Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Prüfung des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac eingeleitet. Zur Prüfung einer Zulassung des Vakzins CoronaVac habe ein sogenanntes rollierendes Verfahren begonnen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.
  • In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab kommenden Montag (10. Mai) die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte.
  • Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.
  • In Deutschland haben 28,7 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 4. Mai, 12.00 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang gut acht Prozent der Bevölkerung.
  • Mit einem Stufenplan will Niedersachsen in Lockerungen der Corona-Beschränkungen einsteigen. Diese sollen in Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 vom kommenden Wochenende an greifen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover an.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Anzeichen für eine allmähliche Entspannung der Corona-Lage weiter zur Vorsicht gemahnt. Es gehe darum, jetzt diese dritte Welle zu brechen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin beim digitalen Ärztetag.
  • Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken wegen einer Corona-Impfung. Wie eine am Dienstag in Hamburg veröffentlichte Befragung der Techniker-Krankenkasse ergab, haben 83 Prozent keine oder eher keine Angst vor der Immunisierung. Je älter die Befragten sind, desto unbesorgter sind sie tendenziell.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in der Corona-Pandemie vor einer zu schnellen Öffnung von Gastronomie und Hotels für Geimpfte gewarnt. Zwar sei es "eine notwendige und gute Entscheidung", die Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte zurückzunehmen.

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(fmg/dpa/afp)

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