Spahn garantiert auch in Zukunft kostenlose Corona-Tests

Berlin.  Gesundheitsminister Jens Spahn hat versichert, dass die Corona-Tests für Reiserückkehrer kostenlos bleiben. Alle Infos im Newsblog.

Spanisches Festland und Balearen werden Corona-Risikogebiet

Das gesamte spanische Festland sowie die Balearen mit den Urlaubsinseln Mallorca und Ibiza werden von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuft. Ausgenommen bleiben die Kanarischen Inseln.

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Die wichtigsten Nachrichten im Newsblog zur Corona-Krise:

  • Gesundheitsminister Jens Spahn hat garantiert, dass Reiserückkehrer auch in Zukunft nichts für einen Corona-Test bezahlen müssen
  • In Rheinland-Pfalz kommt es nach Bayern ebenfalls zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen
  • Nachdem die Bundesregierung fast ganz Spanien zum Risikogebiet erklärte, hat das Auswärtige Amt nun eine Reisewarnung ausgesprochen. Auch Mallorca und die restlichen Balearen sind betroffen
  • Auf Mallorca sorgt sich der Tourismus nun um das wirtschaftliche Überleben
  • Der Reiseanbieter Tui hat alle Pauschalreisen nach Spanien ab Samstag abgesagt
  • Die französische Regierung erklärt Paris und ein weiteres Departement zum Corona-Risikogebiet
  • London führt zum Wochenende erneut eine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Frankreich und den Niederlanden ein – Frankreich reagiert mit einer Quarantänepflicht für Großbritannien-Rückkehrer
  • Die Zahl der vom RKI registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages ist in Deutschland erneut gestiegen – mit 1449 Fällen auf dem Höchststand seit Anfang Mai
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge rund 224.300 registrierte Corona-Infektionen und mehr als 9200 Todesfälle
  • Weltweit wurden mehr als 21,2 Millionen Corona-Infektionen registriert, rund 767.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19 – davon allein rund 168.000 in den USA

In Deutschland wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in den vergangenen 24 Stunden 1415 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland mehr als 222.828 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 9.231 starben an den Folgen von Covid-19.

In einigen europäischen Staaten sieht die Lage noch gravierender aus. In Spanien gab es in den letzten 24 Stunden mehr als 3900 Neuinfektionen. Am Freitagnachmittag stufte das RKI fast alle Teile des Landes als Risikogebiete ein. Kurz darauf sprach das Auswärtige Amt auch eine Reisewarnung für die entsprechenden Gebiete aus.

Einzige Ausnahme sind die Kanaren. Auch die bei europäischen Touristen beliebten Balearen, zu denen auch Mallorca gehört, sind Risikogebiet. Wer trotz Reisewarnung nach Spanien in den Urlaub fährt, muss sich bei der Rückkehr nach Deutschland einem verpflichtenenden Corona-Test unterziehen. Doch nicht alle Touristen werden ihre Reise antreten können. Der Reisekonzern Tui kündigte bereits an, alle Pauschalreisen nach Spanien ab Samstag abzusagen.

Corona-News-Ticker: Zahl der Neuinfektionen erneut gestiegen

Alle aktuellen RKI-Fallzahlen lesen Sie hier: RKI meldet neue Fallzahlen – Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen steigt weiter

Samstag, 15. August: Test-Chaos in Bayern geht weiter

21.04 Uhr: Corona-Tests für Reiserückkehrer sollen nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn in jedem Fall kostenlos bleiben. Er verstehe den Impuls gut nach dem Motto: „Wer sich den Skiurlaub leisten kann, der kann sich auch das gebrochene Bein leisten“, sagte der CDU-Politiker am Samstagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

Das sei aber kein gutes Prinzip. Denn Tests, die etwas kosten, versuchten manche Reisende möglicherweise zu vermeiden. Doch sollten sie ja wahrgenommen werden. „Das schützt uns und das schützt andere“, sagte der CDU-Politiker.

19.15 Uhr: Die bayrischen Gesundheitsbehörden konnten auch am Samstag das Problem bei der Benachrichtigung von positiv auf das Coronavirus getesteten Urlaubsrückkehrern beheben. Die Zahlen, die unter anderem darüber Auskunft geben sollen, wie viele der positiv Getesteten ihr Ergebnis nun inzwischen erfahren haben, sollen nun am Sonntagnachmittag bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München.

Ursprünglich hatte die Staatsregierung erklärt, bis Donnerstagmittag soll jeder der positiv Getesteten sein Ergebnis kennen. Diese Deadline verstrich, mehrere weitere am Freitag und Samstag ebenfalls. Es müssten noch „weitere Details“ geklärt werden, hieß es.

17.50 Uhr: Die Niederlande haben ihre Reisewarnungen für Spanien, Frankreich und Belgien verschärft. Von Reisen nach unter anderem Paris, die Region um Marseille, Brüssel, Ibiza und Mallorca wird abgeraten, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtet. Die Warnung gelte ab Mitternacht. Wer aus diesen Ländern in die Niederlande einreist, soll für 14 Tage in Heim-Quarantäne. Die Niederlande reagieren damit auf die zunehmende Zahl von Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in den Ländern.

RKI warnt vor Menschenansammlungen in Innenräumen

17.02 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in seinem aktuellen Lagebericht das Infektionsgeschehen in Deutschland als sehr beunruhigend bezeichnet. Außerdem nehme die Dynamik weiter zu. Deswegen warnte das RKI vor Menschenansammlungen – vor allem in Innenräumen. Feiern sollten „auf den engsten Familien- und Freundeskreis beschränkt bleiben“.

16.35 Uhr: Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert wegen der Corona-Krise eine kostenlose Sitzplatzreservierung in den Zügen der deutschen Bahn. „Neben der Maskenpflicht ist Abstand einfach das Beste, was wir zur Zeit tun können“, sagte Klaus Müller, der Vorstand des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, der Deutschen Presse-Agentur. Deswegen müsste ein dichtes Gedränge in Zügen verhindert werden.

„Auf viel befahrenen Strecken muss die Bahn deshalb zusätzliche Waggons einsetzen, die Belegung mit intelligenter Technik im Zug entzerren und bevorzugt Reisende mit Reservierung einsteigen lassen“, sagte Müller. „Wobei die Reservierungsgebühren im Fernverkehr während Corona entfallen sollten.“

Auch in Rheinland Pfalz werden Corona-Test-Ergebnisse mit Verzögerungen übermittelt

15.40 Uhr: In Rheinland-Pfalz kommt es offenbar auch zu Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen. Dabei würden sich die Probleme aber nur auf die negativen Corona-Tests begrenzen, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes für Trier und Trier-Saarburg, Harald Michels, der Deutschen Presse-Agentur.

Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurden, seien sofort informiert worden. „Das ist hier nicht so wie in Bayern. Wir schaffen es nur nicht, die negativen Befunde zeitnah rauszugeben“, sagte Michels.

14.43 Uhr: Dänemark führt ab dem 22. August eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein, um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. „Wir tun dies, da die Infektionsraten steigen während auch die Aktivität in der Gesellschaft zunimmt“, sagte Regierungschefin Mette Frederiksen. Abgesehen von Bussen, Zügen und Bahnhöfen gilt die Maskenpflicht auch in Taxis.

14.05 Uhr: Weil auch in Südkorea die Infektionszahlen erneut steigen, hat die Regierung nun die Corona-Maßnahmen wieder verschärft. In den nächsten zwei Wochen bleiben in Seoul und der angrenzenden Provinz Gyeonggi öffentliche Einrichtungen einschließlich Wohlfahrtszentren, Büchereien und Museen geschlossen.

Clubs, Karaokebars, Fitnessstudios und Konzerthallen können wieder geschlossen werden, wenn Schutzmaßnahmen wie die Erstellung von Besucherlisten nicht eingehalten werden. Zudem werden erneut keine Fans zu Spielen der Fußball- und Baseball-Ligen zugelassen, nachdem die Stadien für Zuschauer teilweise wieder geöffnet worden waren.

Spahn verteidigt Reisewarnung für Spanien

12.17 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Reisewarnung der Bundesregierung für fast ganz Spanien verteidigt. „Das ist kein Reiseverbot, aber die klare Ansage: Wer aus dem Spanienurlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat“, sagte Spahn der „Bild am Sonntag“. „Und wer trotz der Warnung nach Spanien fährt, sollte sich und andere auch im Urlaub schützen. Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich.“

11.37 Uhr: Nach der Reisewarnung Deutschlands für fast ganz Spanien einschließlich Mallorca wächst die Angst vor einem wirtschaftlichen Absturz auf den Balearen. Als einen „tödlichen Schlag“ bezeichnete die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Samstag die Entscheidung der Bundesregierung vom Vorabend, auch die liebste Urlauberinsel der Deutschen zum Corona-Risikogebiet zu erklären und vor Reisen dorthin zu warnen. Damit hätten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet, die dem Tourismus für diese Saison den Todesstoß versetzt hätten, schrieb die Zeitung.

11.16 Uhr: Derzeit weilen nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) rund 30.000 deutsche Pauschaltouristen auf den Balearen. Mit geschätzt mehr als 90 Prozent dürften die meisten von ihnen auf Mallorca Urlaub machen, sagte DRV-Sprecher Torsten Schäfer am Samstag der dpa. Allerdings gebe es noch keinen Überblick darüber, wie viele Urlauber in den nächsten Tagen vorzeitig abreisen wollten.

Nach Angaben des DRV werden alle Reiseveranstalter in den kommenden Tagen geplante Reisen dorthin absagen. Das gehört zum Standardverfahren nach einer Reisewarnung, die zwar kein Reiseverbot bedeutet, aber Pauschaltouristen eine kostenlose Kündigung des Reisevertrages ermöglicht.

Coronavirus und Mallorca: Reisewarnung für fast ganz Spanien

10.36 Uhr: Nach dem Anstieg der Coronazahlen in Österreich will Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen. Bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem von rund 30 Risikogebieten müssen Rückkehrer einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sie müssen in eine zehntägige Quarantäne.

„Hier muss strenger kontrolliert werden“, sagte Kurz der Zeitung „Österreich“ (Samstag). Kurz schloss auch Tests direkt an der Grenze nicht aus. Das liege in der Verantwortung der Gesundheitsbehörden. Risikogebiete sind unter anderem das spanische Festland, die Länder des Westbalkans, aber auch Rumänien, Bulgarien, Schweden, die USA und Russland. Ab Montag müssten auch Rückkehrer aus Kroatien einen negativen Coronatest vorweisen, sagte Kurz. „Es gibt eine massive Einschleppung des Virus aus Kroatien.“

10.02 Uhr: Ärztevertreter fordern von Gesundheitsminister Jens Spahn (SPD) eine bundesweite Erfassung des Personals in den deutschen Gesundheitsämtern. Um zu entscheiden, an welchen Stellen mehr investiert werden müsse, sei eine „valide Datengrundlage“ nötig, heißt es in einem gemeinsamen Brief des Bundesverbands der Amtsärzte und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund an Spahn, der unserer Redaktion vorliegt.

Unterzeichner sind die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, und die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna. Bis Ende des Monats will Spahn einen „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ vorstellen, für die Maßnahmen sind vier Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Derzeit laufen die Gespräche zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

09.08 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Länder zu einer engen Zusammenarbeit bei Corona-Regeln aufgerufen und sie vor Profilierungen gewarnt. „Es war sehr wirkungsvoll für Deutschland, dass sich die Länder im März und April sehr eng mit der Bundesregierung abgestimmt haben“, sagte der amtierende Bundesratspräsident der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Es war die Basis, um so bei uns bisher relativ glimpflich und moderat durch diese Corona-Krise zu kommen.“

Der Regierungschef kritisierte jedoch, dass einzelne Länder mit eigenen Vorschlägen nach vorn gingen, nannte aber keine Namen. „Das permanente Vorpreschen mancher Bundesländer hilft aber allen nicht, weil es die Menschen verunsichert und dann die Frage kommt, warum machen die etwas, was die anderen nicht machen“, sagte Woidke.

Freitag, 14. August: RKI erklärt fast ganz Spanien zum Risikogebiet – Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung aus

20.32 Uhr: Der Reisekonzern Tui wird nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien die ab Samstag geplanten Pauschalreisen dorthin absagen. Den Kunden würden Umbuchungen zu anderen Reisezielen angeboten, zum Beispiel zu den Kanarischen Inseln, wie ein Tui-Sprecher am Freitagabend der dpa sagte. Weil man nicht von allen Kunden Kontaktdaten habe, nehme man außerdem Kontakt zu Reisebüros auf. Reisenden, die bereits in den betroffenen Feriengebieten sind, biete Tui an, sie auf Wunsch früher als geplant nach Hause zu fliegen.

Die deutsche Tourismuswirtschaft bedauerte derweil die vom Auswärtigen Amt ausgesprochene Reisewarnung, betonte aber auch, die Entscheidung sei zu akzeptieren, „da der Gesundheitsschutz die höchste Priorität für die Tourismusbranche hat“, wie der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) mitteilte.

BTW-Generalsekretär Michael Rabe appellierte „an die Vernunft von Reisenden wie touristischen Unternehmen (...), die geltenden allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“. Reisewarnungen müssten vor dem Hintergrund der ohnehin schon stark gebeutelten Tourismusbranche „tagesaktuell überprüft und bald möglichst zurückgenommen werden“.

Auswärtiges Amt spricht Reisewarnung für fast alle Regionen Spaniens aus – auch Mallorca

19.36 Uhr: Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen warnt das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen nach fast ganz Spanien samt der Ferieninsel Mallorca. Die Warnung gilt für ganz Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln, wie das Außenministerium am Freitagabend in Berlin mitteilte. Lesen Sie auch: Reisewarnung für Mallorca: Die wichtigsten Antworten

19.15 Uhr: Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) hat die Entscheidung der Bundesregierung bedauert, das gesamte spanische Festlands sowie die Balearen als Corona-Risikogebiet einzustufen. Die Entscheidung sei jedoch zu akzeptieren, „da der Gesundheitsschutz die höchste Priorität für die Tourismusbranche hat“, erklärte BTW-Generalsekretär Michael Rabe.

Gleichzeitig forderte er aber auch, dass die Reisewarnungen wegen der wirtschaftlichen Schieflage der Tourismusunternehmen „tagesaktuell überprüft und bald möglichst zurückgenommen werden“.

18.26 Uhr: Die Commerzbank wird 200 Filialen auch nach der Corona-Pandemie nicht wiedereröffnen. Das gab ein Sprecher des Geldhauses bekannt. Die betroffenen Mitarbeiter seien informiert und sollten an andere Standorte in der Nähe wechseln.

Bei den 200 Filialen handelt es sich exakt um die Geschäftsstellen, die die Bank ohnehin bis 2023 schließen wollte. Die Bank verkleinert ihre Präsenz in Deutschland damit von 1000 auf 800 Geschäftsstellen - allerdings gut drei Jahre früher als geplant.

16.44 Uhr: Die Bundesregierung hat intern entschieden, dass Spanien bis auf die Kanaren als Risikogebiet eingestuft werden soll. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in Quarantäne begeben.

Lesen Sie hier: Das sind die Gründe für die langen Wartezeiten bei Coronatests

Österreich gibt Reisewarnung für Kroatien heraus

15.42 Uhr: Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen in Kroatien warnt Österreich nun vor Reisen in das EU-Partnerland. Die Reisewarnung tritt am Montag offiziell in Kraft, wie das Außenministerium am Freitag in Wien mitteilte. Österreichische Urlauber, die sich in Kroatien befinden, wurden jetzt schon zur Heimreise aufgefordert. Kroatien hatte am Donnerstag 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert, den höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Die Infektionszahlen in Österreich selbst sind in den vergangenen Tagen ebenfalls gestiegen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober begründete dies auch mit einer höheren Zahl an Tests.

14.33 Uhr: Die Europäische Union hat sich Hunderte Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus gesichert. Die EU-Kommission schloss nach eigenen Angaben einen ersten entsprechenden Rahmenvertrag mit dem Pharmaunternehmen AstraZeneca, wie die Behörde am Freitag in Brüssel mitteilte. Dabei geht es um den Kauf von 300 Millionen Dosen mit der Option auf weitere 100 Millionen.

Der Impfstoff könne sowohl den EU-Staaten als auch anderen europäischen Ländern sowie weniger wohlhabenden Ländern anderswo in der Welt zur Verfügung stehen, hieß es. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach vom „ersten Grundpfeiler“ einer europäischen Impfstoffstrategie. „Diese Strategie wird es uns ermöglichen, Europäer sowie unsere Partner anderswo in der Welt mit künftigen Vakzinen zu versorgen.“

Corona: Donald Trump droht mit Veto bei Corona-Hilfspaket

13.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, bei einer Einigung auf ein neues Corona-Hilfspaket mit den Demokraten sein Veto einzulegen, falls dieses Geld für die Post enthält. „Das bedeutet, dass sie (die Demokraten) keine allgemeine Briefwahl bekommen können“, sagte Trump dem konservativen Sender Fox Business.

Bei der US-Wahl im November wird vor allem wegen des von der Corona-Pandemie ausgehenden Gesundheitsrisikos eine deutliche Zunahme der Abstimmung per Briefwahl erwartet. Trump befürchtet offenbar, dass die Demokraten davon profitieren könnten. Er warnte erneut vor Wahlbetrug. „Das wird der größte Betrug in der Geschichte“, sagte er dem Sender. In manchen Bundesstaaten wie Virginia würden Briefwahlunterlagen an „Tote und Hunde“ verschickt. Als eine Journalistin später am selben Tag fragte, ob Trump sein Veto gegen alle Gesetze einlegen würde, die Gelder für die Post beinhalteten, verneinte er dies jedoch. Mehr zum Thema: Donald Trump sabotiert Briefwahl – und gibt das sogar zu

12.15 Uhr: Das RKI hat eine Studie in der Gemeinde Kupferzell, einem ehemaligen Corona-Hotspot in Baden-Württemberg, durchgeführt. Eines der wichtigsten Ergebnisse: 28,2 Prozent der zuvor Erkrankten hatten zum Zeitpunkt der Befragung (20. Mai bis 9. Juni) bereits keine Antikörper mehr.

Studienleiterin Claudia Santos-Hövener betonte: „Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass bei diesen Personen keine Immunität besteht.“ Lars Schaade, der Vizepräsident des RKI, merkte dennoch an, dass auf Basis der Ergebnisse nicht anzunehmen ist, dass eine Grundimmunität erreicht werden kann, die eine zweite Welle verhindern könnte.

Außerdem gewannen die Forscher Erkenntnisse über den Anteil der Infektionen ohne Symptome, also die Höhe der sogenannten „Dunkelziffer.“ In Kupferzell liegt diese bei 3,9. Das bedeutet, dass rund viermal so viele Menschen in Kupferzell mit dem Coronavirus infiziert waren als offiziell bekannt. Das entspricht den Erwartungen des RKI.

Die Wissenschaftler betonten, dass es in der Studie um Ergebnisse ging, die sich dezidiert auf die Gemeinde Kupferzell beziehen. Es seien keine Rückschlüsse auf ganz Deutschland möglich. Weitere Erkenntnisse – wie zum Beispiel zu Vorerkrankungen und zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen – sollen noch bekannt gegeben werden.

Corona-Risikogebiet: Hohe Zahl an Neuinfektionen in Frankreich

10.34 Uhr: Vor dem Hintergrund massiv gestiegener Neuinfektionszahlen in Frankreich hat die dortige Regierung Paris und das Departement Couches-du-Rhône per Erlass zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. Damit kann die Regierung verstärkte Maßnahmen ergreifen, wie etwa die Einschränkung der Infrastruktur und des Verkehrs. Auch die Schließung öffentlicher Einrichtungen wie Schulen ist möglich.

Regelbetrieb in Schulen – Bundeselternrat warnt vor weiteren Schulschließungen

10.07 Uhr: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern hat am Freitag eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in der Millionenmetropole Auckland um zwölf Tage angekündigt. Die neuen Einschränkungen waren am Mittwoch zunächst für drei Tage verhängt worden, nachdem in der Stadt vier Mitglieder einer Familie positiv auf das Virus getestet worden waren.

Insgesamt soll der Lockdown damit nun für zwei Wochen gelten. „Die Beschränkungen jetzt aufzuheben und dann eine Explosion neuer Fälle zu haben, wäre das Schlimmste für Auckland und unsere Wirtschaft“, sagte Ardern. Die Zahl der bestätigten Neuansteckungen war am Freitag um 13 auf insgesamt 30 gestiegen.

9.43 Uhr: Der Bundeselternrat warnt vor einer Verschärfung der Situation an den Schulen durch eine steigende Zahl von Schulschließungen. „Die Corona-bedingten Schulschließungen von Klassen und Schulen sind alarmierend“, sagte der Bundesvorsitzende Stephan Wassmuth unserer Redaktion.

„Ich fürchte, dass wir mit der Rückkehr von mehr Schülerinnen und Schülern auch mehr Schließungen sehen werden. Der Schulgipfel sei zu spät gekommen, er hätte vor den Ferien stattfinden müssen. Im Kanzleramt hatten sich am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chefin Saskia Esken und Bildungspolitiker der Länder getroffen, um über die Lage an den zu beraten.

Der Bundeselternrat wünsche sich, dass die Politik auf Bundes- und Landesebene die aktuellen Probleme gemeinsam mit den Schulträgern, den Schülern, den Lehrkräften und den Eltern gemeinsam und vertrauensvoll angehe, erklärte Wassmuth. „Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen uns in der aktuellen Lage nicht.“

Gleichzeitig mahnte der Elternvertreter: „Die bekannten und bereits jahrzehntelangen Mängel im Bildungssystem wie Lehrermangel, marode Schulbauten, fehlende Digitalisierung dürfen nicht verharmlost und wieder in die Schublade gesteckt werden.“ Stattdessen müssten neue Lernsysteme entwickelt und Schule modernisiert werden.

Nach Quarantäne-Pflicht für Frankreich-Reisende in Großbritannien: Paris reagiert

9.22 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie von der Bundesregierung wieder mehr Koordination. „Ich glaube, dass der Bund sich wieder stärker engagieren sollte“ für Absprachen und Strategien mit den Ländern, sagte der Bundestagsabgeordnete und studierte Epidemie-Forscher am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Das habe Deutschland im Frühjahr durch die erste Corona-Welle gebracht. „Man hatte eine klare Strategie, die man dann auch der gesamten Bevölkerung erklären konnte. Daran hapert es ein bisschen in der jetzigen Zeit.“

Bund und Länder hatten sich nach der ersten Welle darauf verständigt, stärker regional und nicht mehr bundeseinheitlich zu reagieren. Vereinbarungen von Bund und Ländern zur Pandemie beschränkten sich daher zuletzt eher darauf, unterschiedliche Ansätze der einzelnen Länder in einem gemeinsamen Papier lediglich zusammenzufassen.

8.17 Uhr: Es klingt ein bisschen nach Retourkutsche: Paris will auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich reagieren und eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekrektär Clément Beaune am Freitag via Twitter mit.

8.05 Uhr: Vor dem Hintergrund zunehmender Corona-Infektionen hat Baden-Württemberg eine Teststation an der Autobahn A5 nahe der Grenze zu Frankreich eröffnet. „Die ersten Autofahrer sind durch, die Tests wurden genommen“, sagte die Karin Bundschuh, Sprecherin des Badischen Roten Kreuzes, das das Testcenter auf dem Parkplatz Neuenburg-Ost führt.

Neben Reisenden aus Risikogebieten, für die ein Test Pflicht ist, können sich auch andere Reisende gratis testen lassen, die Kosten trägt das Land.

6.07 Uhr: Das Fiasko um Corona-Tests in Bayern bringt den Ministerpräsident Markus Söder unter Druck. Bayerns Corona-„Macher“ stecken in der Krise. Lesen Sie dazu den Kommentar: Warum die Union nach Söders Corona-Panne unter Druck ist

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt weiter – Höchststand seit Mai

5.30 Uhr: Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Donnerstagabend 1449 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

4.33 Uhr: Der Regierungschef von Venezuelas Hauptstadtbezirk Caracas, Dario Vivas, ist im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das berichteten mehrere venezolanische Medien übereinstimmend am Donnerstag (Ortszeit). Generalstaatsanwalt Tarek William Saab schrieb auf Twitter: „Mit tiefem Bedauern haben wir die traurige Nachricht vom Tod unseres guten Freundes Dario Vivas bekomm.“ Vivas, der das Amt Anfang des Jahres angetreten hatte, wurde 70 Jahre alt.

4.19 Uhr: In Mexiko und Peru hat die Zahl der verzeichneten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus die Schwelle von jeweils einer halben Million Fälle überschritten. In Mexiko wurden zuletzt 7371 neue Ansteckungen registriert, womit die Gesamtzahl auf 505.293 stieg, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

In Peru wurde am selben Tag die Rekordzahl von 9441 Neuinfektionen registriert. Die verzeichnete Gesamtzahl der Ansteckungen wuchs damit auf 507.996, wie Vizegesundheitsminister Luis Suárez sagte.

0.12 Uhr: Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien von diesem Samstag an wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps mit. „Der Grund ist, dass wir so absolut hart daran gearbeitet haben, die Zahlen hier runterzubringen. Wir können es uns nicht leisten, die Fälle von anderswo wieder zu importieren“, sagte Shapps der BBC.

Frankreich ist nach Spanien das zweitliebste Reiseziel der Briten. Schätzungen zufolge dürften sich dort Hunderttausende Briten aufhalten, die nun bei ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen. Die neue Regelung gilt auch für Malta.

Donnerstag, 13. August: Markus Söder entschuldigt sich für Test-Panne

  • Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich öffentlich dafür entschuldigt, dass Zehntausende Corona-Testergebnisse in seinem Land tagelang liegen geblieben sind.
  • Kroatien hat eine Rekordzahl an neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. In dem Urlaubsland hätten sich in den vergangenen 24 Stunden 180 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit.
  • Die Kanarischen Inseln führen ein Rauchverbot im Freien ein, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Zuvor hatte dies bereits die spanische Region Galicien getan.
  • Die Reiserückkehrer stehen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie schon seit längerem im Fokus. Das Robert Koch-Institut hat nun eine Liste der Länder veröffentlicht, in denen sich die meisten Urlauber mit dem Coronavirus infiziert haben.
  • Wer mit der Bahn aus Risikogebieten abreist, soll ab sofort seine Daten in einem Online-Formular hinterlegen. Darin müssen die Reisenden ihre Zugdaten, die persönliche Adresse sowie Ziele und Aufenthaltsorte in Deutschland angeben.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert nach der Corona-Test-Panne in Bayern den Aufbau einer digitalen Test-App.
  • Nur wenige Tage nach den Sommerferien hat in Berlin die erste Schule wegen eines möglichen Corona-Falls in der Lehrerschaft wieder geschlossen.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.
  • Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat eine deutliche Stärkung des Zug- und Sicherheitspersonals in der Corona-Pandemie gefordert: Das Hausrecht müsse geändert werden, damit Zugbegleiter uneinsichtige Maskenverweigerer am nächsten Bahnhof aus dem Zug verweisen könnten.

Mittwoch, 12. August: Söder sagt Besuch wegen Corona-Testpanne in Bayern ab

  • Wegen massiver Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern warten Zehntausende Menschen auf ihr Testergebnis – Söder sagt Besuch ab
  • RKI korrigiert sich selbst: Kein Corona-Impfstoff im Herbst
  • Galicien führt wegen Corona Rauchverbot im öffentlichen Raum ein
  • Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell hält Zwangsmaßnahmen für riskant
  • Corona: Jede vierte Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen durch Rückkehrer
  • Maskenpflicht für Schüler und Lehrer in Hessen außerhalb des Klassenzimmers
  • Corona-Tests bringen Labore an Rand der Überlastung
  • Trauer in Hollywood: Trini Lopez: „If I Had a Hammer“-Sänger stirbt an Covid-19
  • Die belgischen Behörden haben eine Maskenpflicht im Freien für den Großraum Brüssel angeordnet
  • Boris Palmer überrascht mit Teilnahme an Studie zu Covid-19-Impfung
  • Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln steigt die Angst, zu einem Corona-Risikogebiet erklärt zu werden. Lesen Sie dazu: Spanien: Höchste europäische Corona-Infektionsquote
  • Nach Corona-Erkrankung: Alyssa Milano verliert Haare
  • Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat mit 1226 Fällen den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht
  • Als einziges Bundesland startet Nordrhein-Westfalen mit Maskenpflicht im Unterricht ins neue Schuljahr
  • Der Wettkampf um den Corona-Impfstoff wird hart geführt: Nach der Zulassung des ersten Impfstoffes weltweit durch Russland hat Donald Trump auch seinem Volk schnelle Fortschritte versprochen. Lesen Sie hier: Wie sind die Aussichten auf einen zuverlässigen Impfstoff?
  • Der Deutsche Städtetag verteidigt die Vorbereitungen vieler Städte für Weihnachtsmärkte trotz Corona
  • Donald Trump nennt Anstieg Corona-Fälle in Deutschland „wirklich unglücklich“

Dienstag, 11. August: Russland lässt Corona-Impfstoff zu – Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Madrid

  • Facebook hat seit April mehr als sieben Millionen Beiträge mit Informationen zum Corona-Virus gelöscht, die dem Online-Netzwerk zufolge die Gesundheit von Menschen gefährden könnten. Facebook fährt seit einiger Zeit einen härteren Kurs gegenüber potenziell gefährlichen Informationen, etwa zu angeblichen Corona-Behandlungen. Dabei geriet der Konzern auch mit US-Präsident Donald Trump aneinander.
  • Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für bestimmte spanische Regionen erweitert.
  • Forscher der Medizinischen Universität Wien haben in einer Studie die Immunität von Corona-Genesenen gegen eine erneute Infektion untersucht. Ihre Forschungsergebnisse sind beunruhigend.
  • Ein fränkischer Polizeibeamter wurde nach Informationen des „BR“ intern versetzt, nachdem er am Samstag eine Rede bei einer Demonstration in Augsburg gegen die Corona-Maßnahmen gehalten hatte.
  • Dem russischen Staatsfernsehen in Moskau zufolge hat Russland den weltweit ersten für die breite Verwendung zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Namen „Sputnik V“ getauft.
  • Im Geflüchtetenlager Al-Hol im Nordosten Syriens gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall eines Bewohners, nachdem es in der vergangenen Woche bereits Berichte über Infizierungen beim Gesundheitspersonal gegeben hatte.
  • In der neuseeländischen Stadt Auckland wurde ein vorübergehender Lockdown angeordnet, nachdem am Dienstag vier neue Fälle in einer Familie gemeldet wurden. Zuvor war Neuseeland 102 Tage ohne Neuinfektionen geblieben.
  • Als erstes Land der Welt lässt Russland einen Impfstoff gegen das Coronavirus für die breite Verwendung zu. Das gab Präsident Wladimir Putin am Dienstag im Staatsfernsehen bekannt.
  • Das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac hat vor, in Brasilien einen Corona-Impfstoff zu testen, an dem es forscht.
  • Nach der Teilverstaatlichung der Lufthansa prüft die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge den Einstieg in mehr als ein Dutzend weitere Unternehmen.

Montag, 10. August: Gesundheitsminister gegen Rückkehr von Fans in Stadien

  • Virologen der Ruhr-Universität in Bochum haben in einer Studie herausgefunden, dass bestimmte handelsübliche Mundwasser die Corona-Viren im Mund effektiv reduzieren. Mit prophylaktischen Gurgeln mit Mundwasser, könnte das Ansteckungsrisiko verringert werden, glauben die Virologen
  • Die Gesundheitsminister der Länder haben sich geschlossen gegen eine Rückkehr von Fußball-Fans in die Bundesliga-Stadien zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgesprochen
  • Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet. Zudem müssen alle über die Landesgrenzen einreisende Menschen ab 17. August einen negativen Coronatest vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen
  • Schauspieler Antonio Banderas ist mit dem Coronavirus infiziert. „Es geht mir relativ gut, ich bin nur etwas müder als sonst“, schreibt er bei Twitter
  • Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird es bis auf Weiteres immer wieder zu steigenden Corona-Zahlen kommen
  • Eine erneute flächendeckende Schließung von Kitas in der Corona-Pandemie soll nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) unbedingt verhindert werden. Lesen Sie dazu: Corona-Studie zu Kitas – Wie riskant ist der Regelbetrieb?
  • Als wegen des Coronavirus die Schulen schlossen und der Unterricht von zu Hause aus stattfand, wurde überdeutlich, wie sehr arme Familien und vor allem deren Kinder im Nachteil sind. Nun legt die Regierung inmitten der Pandemie neu fest, wie viel Hartz-IV-Empfänger zum Leben brauchen. Lesen Sie hier: Hartz IV – in der Krise gibt es sieben Euro mehr und Kritik
  • Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Maskenpflicht in Klassenzimmern für unabdingbar, wenn der Unterricht in üblicher Weise vonstattengehen soll
  • An besonders stark besuchten Orten in Paris gilt ab heute auch im Freien eine Maskenpflicht
  • Mit Corona-Schutzmaßnahmen startet an diesem Montag in drei weiteren Bundesländern das neue Schuljahr. Nachdem in der vergangenen Woche bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg die Schüler an die Schulen zurückgekommen waren, geht es jetzt in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin los
  • Der Einsatz von sogenannten Containment-Scouts in den Gesundheitsämtern für die Nachverfolgung von Corona-Kontakten soll um weitere sechs Monate verlängert werden
  • Der Ärzteverband Marburger Bund hat eindringlich vor einer Rückkehr der Fußballfans in die Stadien gewarnt. „Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
  • Nach dem verheerenden Erdbeben wurde fast nichts im zentralitalienischen Amatrice wiederaufgebaut. Die Corona-Krise ist eine Chance. Urlauber zieht es ins Erdbebengebiet.
  • Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat wegen schleppender Rückzahlung von Tickets mehr Druck von der Bundesregierung auf die Lufthansa gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt“, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft
  • Kino geht in der Corona-Krise nur mit Mindestabstand – und meist älteren Filmen. Doch der Cinemaxx-Chef Frank Thomsen ist dennoch optimistisch: „Die Lust auf Kino wird wiederkommen“. Lesen Sie hier das Interview.
  • Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. „Bei Reisen in Risikogebiete sollten wir darüber nachdenken, ob wir eine vorherige Anzeigepflicht einführen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“

Sonntag, 9. August: Altmaier fordert, Deutschlands Corona-Politik zu überprüfen

  • Griechenland meldet Rekord bei Neuinfektionen
  • 1500 Menschen bei Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Dortmung
  • Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen in den USA
  • Bundesregierung kritisiert Lufthansa wegen der zögerlichen Erstattungen
  • Peter Altmaier will Coronapolitik wegen hoher Zahlen überprüfen
  • Trump erlässt per Dekret neue Corona-Hilfen

Samstag, 8. August 2020: Spahn will 20.000 Zusatzstellen für Pflegehelfer finanzieren

  • In Jerusalem haben sich Tausende Menschen vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versammelt und seinen Rücktritt gefordert. Die Demonstranten warfen ihm unter anderem vor, in der Pandemie nicht genug zum Schutz von Arbeitsplätzen und Geschäften unternommen zu haben. Die Proteste nahmen in den vergangenen Wochen zu.
  • Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen haben sich am Samstag in Stuttgart zu einer „Querdenken“-Demo versammelt. Organisiert wurde die Demonstration von der Initiative „Querdenken 711“. Bei der Kundgebung trat auch der Fußballweltmeister von 1990, Thomas Berthold, auf
  • Brasilien hat als weltweit zweites Land nach den USA die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten
  • Die italienische Regierung hat die Anti-Corona-Maßnahmen des Landes bis zum 7. September verlängert. In dem Dekret sind in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten
  • Die Bundesregierung warnt nach einem deutlichen Anstieg der Neuinfektionen in Rumänien und Bulgarien vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden Länder
  • Jochen Stephani ist an Covid-19 gestorben, wie Tausende in Deutschland. Seine Familie erzählt davon – und ist enttäuscht von den Behörden. Lesen Sie: Tod durch Corona: Der einsame Leidensweg einer Familie
  • Mehrere CDU-Politiker kritisieren die kostenlosen Pflichttests für Einreisende aus Corona-Risikogebieten: „Der Aufwand für selbst gewählte Risiken kann nicht ständig auf die Gesellschaft abgewälzt werden“, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff dem „Spiegel“.
  • In Deutschland gilt nun eine Testpflicht für Einreisende aus Corona-Risikogebieten. Wer aus solchen Regionen nach Deutschland kommt, muss sich bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Personalausstattung in Altenpflege und Geburtshilfe durch staatliche Zuschüsse verbessern. Ein Gesetzentwurf des Ministeriums, der unserer Redaktion vorliegt, sieht vor, 20.000 zusätzliche Stellen für Pflegehilfskräfte in der Altenpflege vollständig über einen Vergütungszuschlag zu finanzieren

Freitag, 7. August 2020: Überschuldete Unternehmen sollen länger geschützt werden

  • Vorerst wird es kein weiteres riesiges Corona-Konjunkturpaket in den USA geben. Die zugehörigen Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten sind bis auf Weiteres gescheitert
  • Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will überschuldete Unternehmen noch länger von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreien
  • Wegen der Corona-Krise droht Wissenschaftlern zufolge zwischen 30 und 40 Millionen Mietern in den USA in den kommenden Monaten eine Zwangsräumung. Damit könnten bis zu 43 Prozent aller Miethaushalte betroffen sein, hieß es in einer veröffentlichten Studie
  • Der US-Bundesstaat New York will trotz der Coronavirus-Pandemie im September wieder mit dem Schulunterricht im Klassenzimmer beginnen
  • Das Bundesamt für Verfassungsschutz sieht Extremisten nicht als die treibenden Kräfte auf den Corona-Demonstrationen. „Rechts-, aber auch einige Linksextremisten haben versucht, die Corona-Proteste zu instrumentalisieren“, sagte Präsident Thomas Haldenwang in der Samstagsausgabe der „Süddeutschen Zeitung“. „Sie prägen das Demonstrationsgeschehen oder die inhaltliche Debatte derzeit nicht“, sagte Haldenwang mit Blick auf die Extremisten
  • Eine der Institutionen des deutschen Trash-TV könnte coronabedingt seine Kulisse verlieren. Findet das Dschungelcamp „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus?“ dieses Mal nicht im Dschungel statt? Für die Dreharbeiten, die eigentlich im kommenden Januar stattfinden sollen, überlegt RTL wegen der Corona-Krise eine Verlegung des Camps
  • Wer seine Corona-Infektion bei der Corona-Warn-App melden will, bleibt wohl nicht immer anonym. Wie der „Spiegel“ berichtet, müssten viele positiv getestete Menschen ihre Infektion über eine Telefonhotline mitteilen. Lesen Sie hier: Virologe Drosten: Jeder Bürger sollte ein Kontakt-Tagebuch führen
  • Japan hat so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie: Am Freitag registrierten die Behörden 1597 Neuansteckungen
  • Die Bundesregierung hebt die Reisebeschränkungen für Paare ohne Trauschein auf. Ab kommender Woche können auch unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen
  • Auch Schleswig-Holstein führt Bußgelder für Maskenverweigerer ein. Wer sich weigert in Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, muss künftig 150 Euro zahlen.
  • Die Norweger sollten Auslandsreisen vermeiden, rät der Gesundheitsminister des Landes, Bent Hoie. Das gelte auch, wenn dort die Corona-Infektionen niedrig seien
  • In Indien sind die Zahlen der Neuinfektionen erneut dramatisch in die Höhe geschossen. Innerhalb eines Tages waren zuletzt über 60.000 neue Fälle gemeldet worden, die Gesamtzahl stieg damit auf über zwei Millionen
  • Die Moderatorin Dunja Hayali musste am Wochenende einen Dreh bei der Corona-Demo in Berlin abbrechen, weil die Situation für das Team zu gefährlich war. In ihrer Sendung zeigte sie die Ausschnitte. Mehr dazu: „Dunja Hayali“: Wie umgehen mit den Corona-Leugnern?
  • Australien will seine Grenzen vorläufig weiter geschlossen halten. Es werde noch „einige Monate“ dauern, bis wieder Ausländer und Ausländerinnen einreisen dürften, sagte Premierminister Scott Morrison
  • Experten befürchten bis Dezember insgesamt rund 300.000 Corona-Tote in den USA
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem Verteilkampf des möglichen Corona-Impfstoffes

Donnerstag, 6. August 2020: Spahn beschwichtigt: Kritische Schwelle ist nicht überschritten

Mittwoch, 5. August 2020: Italien droht Ryanair wegen Corona-Verstößen mit Flugverbot

  • Auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming gab es 17 weitere Corona-Infektionen. Zuvor waren bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden
  • In Frankreich erreicht die Pandemie mit 1695 Neuinfektionen ein Zwei-Monats-Hoch. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt
  • Wegen des Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen
  • Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während des Urlaubs auf den Inseln.
  • In Afghanistan hat sich einer Studie zufolge bereits fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt, das entspricht etwa zehn Millionen Menschen
  • Die italienischen Behörden drohen Ryanair wegen Verstößen gegen die Sicherheitsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus mit einem Flugverbot im italienischen Luftraum
  • Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle
  • Weil die Geschäfte während des Lockdowns geschlossen waren, haben die Leute vermehrt im Internet eingekauft. Davon hat auch die deutsche Post profitiert. Der Umsatz zwischen April und Juni stieg um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro
  • Mitten in der Corona-Krise durften sich die Rentner in Deutschland im vergangenen Juli über eine deutliche Erhöhung ihrer Rentenbezüge freuen. Das bedeutet aber nicht, dass die Rentner die Folgen der Corona-Krise nicht zu spüren bekommen. Der Bund Deutsche Rentenversicherung geht von einer Nullrunde für 2021 aus.
  • Trotz Corona gibt es in Deutschland weniger Bewerber als Ausbildungsplätze. Jugendliche schauen sich vermehrt nach Alternativen zur klassischen Ausbildung um, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft. Das Studium gelte als „krisensicher, der kleine Ausbildungsbetrieb um die Ecke eher nicht“
  • Brandenburgs Landesbildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat für ihr Bundesland die Einführung einer Maskenpflicht an Schulen angekündigt
  • Nach Nordrhein-Westfalen wollen auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen Bußgelder für „Masken-Muffel“ in Bussen und Bahnen verhängen
  • Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, dass an Deutschlands Schulen von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen wird. Lesen Sie hier: Namhafte Corona-Berater: Was ist eigentlich die Leopoldina?
  • IT-Sicherheitsexperten und das Bundesamt für IT-Sicherheit schlagen Alarm, weil es in der Corona-Krise zu einem dramatischen Anstieg von Hacker-Angriffen kommt. Lesen Sie hier: Homeoffice bietet Angriffsfläche – so oft schlagen Hacker zu
  • Die Corona-Krise hat einen US-Schuldirektor in kurzer Zeit zum Internet-Star gemacht. Quentin Lee aus Alabama sammelte in wenigen Tagen mehr als 4,5 Millionen YouTube-Klicks. Das Video sehen Sie hier: Schuldirektor landet viralen YouTube-Hit mit Corona-Rap
  • Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Pandemiebekämpfung an Schulen vorgeworfen. Das ganze Interview lesen Sie hier: Hofreiter: Regierung bei Corona-Schutz an Schulen fahrlässig
Steinmeier: Im Kampf gegen Corona nicht nachlässig werden
Steinmeier- Im Kampf gegen Corona nicht nachlässig werden

Dienstag, 4. August 2020: Berlin erlaubt wieder Prostitution

  • Angesichts steigender Infektionszahlen hat die Türkei die Maßnahmen gegen das Coronavirus verschärft. Beschlossen wurden unter anderem tägliche Quarantäne-Kontrollen und strengere Auflagen für Hochzeiten und Trauerfeiern
  • Nach monatelangem Verbot wegen der Corona-Pandemie wird Sexarbeit in Berlin schrittweise wieder erlaubt. Lesen Sie hier: Berlin erlaubt Prostitution wieder – ohne Geschlechtsverkehr
  • Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden.
  • Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.
  • In Mecklenburg-Vorpommern müssen Schüler und Lehrer künftig auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Maskenpflicht gelte ab Klasse fünf, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).
  • Nach den massenhaften Verstößen gegen die Corona-Auflagen bei den Demos in Berlin am vergangenen Wochenende hat sich eine Debatte über die Grenzen der Versammlungsfreiheit entfacht. Bundeswirtschaftsminister Altmaier forderte härtere Strafen für Verstöße gegen Corona-Regeln. Lesen Sie mehr dazu: Anti-Corona-Demo befeuert Debatte über Versammlungsrecht.
  • Die Sharing Economy ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Für Unternehmen wie die Wohnungs-Vermietungs-Plattform Airbnb, der Taxidienst Uber oder der Büroflächenvermieter WeWork ist die Corona-Krise eine Zäsur. Wie hart die Sharing Economy von der Pandemie getroffen wird, lesen Sie hier: Airbnb, Uber und Co.: Beendet Corona die Idee des Teilens?
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.
  • In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Innerhalb von 24 Stunden seien 46.321 neue Ansteckungen registriert worden.

Montag, 3. August 2020: Neue Corona-Regeln an den Schulen – Sommerfest in Wiesbaden sorgt für Anstieg der Infektionszahlen

  • In einigen Bundesländern gehen die Sommerferien zu Ende und Hamburg sowie Nordrhein-Westfalen haben für die Schüler bereits eine Maskenpflicht angekündigt. Dennoch gibt es Unterschiede bei der genauen Ausgestaltung der neuen Corona-Regel. In Sachsen zum Beispiel sieht Kultusminister Christian Piwarz aktuell keine Notwendigkeit für eine Maskenpflicht an Schulen. Entscheiden dürfen es dort aber am Ende die einzelnen Schulleitungen. In Hessen verhält es sich genauso. Droht den Schülern dank des Föderalismus nun ein Corona-Regelchaos an den Schulen? Lesen Sie hier den Überblick, was in welchem Bundesland für Schüler gilt.
  • Bei einem privaten Sommerfest in Wiesbaden haben sich nach Angaben der Stadt bisher 18 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein großer Teil der Gäste sei bereits ermittelt, getestet und einige unter Quarantäne gestellt worden. Einige Testergebnisse würden noch ausstehen. „An diesem Beispiel sieht man wieder, dass ein Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln auch bei Feierlichkeiten enorm wichtig ist“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) der Mitteilung zufolge.
  • Die Berliner Polizei hat den Veranstaltern der Anti-Corona-Demo in Berlin in Bezug auf die Teilnehmerzahlen deutlich widersprochen. Die Organisatoren von „Querdenken 711“ behaupten, an der Demo hätten 1,3 Millionen Menschen teilgenommen. Die Berliner Polizei will hingegen nur 17.000 Menschen in der Spitze gezählt haben. Bei dem vorherigen Protestzug auf der Straße des 17. Juli seien laut Polizei 20.000 Menschen mitmarschiert.
  • Die Infektionsgefahr an Schulen in Sachsen ist laut einer Studie „extrem niedrig“. Das gab Professor Wieland Kiess vom Leipziger Universitätsklinikum bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Dresden bekannt. Während der Corona-Studie im Mai und Juni sind bei 2600 Schülern und Lehrern keine Infektionen festgestellt worden. „Die akute Ansteckung lag bei Null“, sagte Kiess. Zudem fanden die Forscher in nur 14 von 2300 Blutproben Antikörper, die auf eine bereits überstandene Corona-Erkrankung hinweisen.
  • Die Bahn hat auf die Forderungen der Bundesregierung und der Grünen reagiert, die Maskenpflicht in den Zügen und Bussen des Unternehmens durchzusetzen. „Wenn eine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar“, teilte der Konzern der Deutschen Presse-Agentur mit. Bestehende Länder-Verordnungen erlaubten bei renitenten Maskenverweigerern einen Ausschluss von der Beförderung.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewandt und vor Leichtsinnigkeit in der Corona-Pandemie gewarnt. „Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger ist ein Risiko für uns alle“, sagte Steinmeier. Wer jetzt nicht besonders vorsichtig sei, gefährde die Freiheit vieler. Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, müsse die Zeit bis zur Verfügbarkeit wirksamer Medikamente mit Disziplin und Vernunft überbrückt werden. „Der Weg zur Normalität, die wir uns doch alle wünschen, geht nicht über Leichtsinn, Sorglosigkeit und Ignoranz“, mahnte Steinmeier.
  • In weiteren französischen Gemeinden gilt jetzt eine Maskenpflicht im Freien. In 69 zusätzlichen Gemeinden des Départements Mayenne müssen seit Montag die Schutzmasken auch auf der Straße getragen werden. In der Küstenmetropole Nizza muss Medienberichten zufolge jetzt auf bei Touristen beliebten Plätzen eine Maske im Freien getragen werden. Bei Nichteinhaltung drohe ein Bußgeld von 35 Euro, berichtete France 3. Die Präfektur von Lille hatte zuvor für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fußgängerzone angekündigt. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend.
  • Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber Corona-positiv getestet. Dies sei eine „relativ hohe“ Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Deutschlandfunk. 40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch.
  • Haustiere wie Hunde und Katzen können von Menschen mit dem Coronavirus infiziert werden. Diese Annahme von Wissenschaftlern hat jetzt eine Studie italienischer Forscher bestätigt. Sie untersuchten in Norditalien, vor allem in der Lombardei, 540 Hunde und 277 Katzen. Die Tiere lebten in Haushalten mit Corona-Patienten oder in besonders stark von Corona betroffenen Gebieten. 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen hatten Antikörper gegen das Virus gebildet.

Sonntag, 2. August 2020: Hohe Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln gefordert

  • Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut macht Hoffnung auf eine vergleichsweise schnelle Verfügbarkeit einer Corona-Impfung. „Die Zuversicht ist groß, denn wir haben gerade in den letzten Wochen erlebt, dass wir aus den ersten klinischen Prüfungen Ergebnisse erhalten haben, die zeigen, dass einige Impfstoffe tatsächlich eine spezifische Immunreaktion beim Menschen gegen Coronavirus 2 induzieren können“, sagte Präsident Klaus Cichutek am Sonntagabend im ZDF. Weltweit gebe es 140 bis 150 Impfstoffprojekte in diesem Bereich.
  • Zwei Maskenverweigerer haben auf einem Flug von Amsterdam nach Ibiza randaliert und sind nach der Landung von spanischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die beiden Männer hätten sich auf dem Flug am Freitag geweigert, Masken zu tragen, und andere Passagiere verbal und körperlich angegriffen, sagte ein Sprecher der Fluglinie der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Lesen Sie hier: Maskenverweigerer randalieren auf KLM-Flug – Festnahme
  • Der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming weitet sich aus. In einem weiteren Betrieb haben sich 43 Saisonarbeiter mit dem Virus angesteckt. „Diese und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) am Sonntag. Am Vortag hatten die Behörden noch von 27 Fällen gesprochen. Die Tests in weiteren Betrieben und bei Bürgern im Landkreis Dingolfing-Landau seien negativ gewesen. „Nach jetzigem Stand liegt also nur ein Infektionsherd in Mamming vor.“
  • Nach der Massendemonstration gegen Corona-Vorschriften in Berlin hat der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, ein härteres Vorgehen des Staates gegen Regelbrecher gefordert. Diese Demonstranten seien „eine Gefahr für unser Land“, sagte Frei unserer Redaktion. Daher sollten die Ordnungsbehörden „stärker auf schlüssige und detaillierte Hygienekonzepte bei Demonstrationsgenehmigungen drängen“. Die Umsetzung müsse mit empfindlichen Geldbußen für die Organisatoren verbunden werden. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte „dreistellige Bußgelder“ bei Verstößen gegen Maskenpflicht und Abstandsgebot. Dafür solle eine bundeseinheitliche Regelung getroffen werden.
  • Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause kurzfristig verschoben. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden am Sonntag abgesagt. Entgegen den Erwartungen des Unternehmens stehe eine letzte formale Freigabe für den Start der Kurzreisen ab 5. August durch den Flaggenstaat Italien noch aus, teilte Aida an seinem Sitz in Rostock mit. Betroffen sind mehrere Fahrten zwischen Anfang und Mitte August. Bei den geplanten Fahrten ab dem 16. August geht Aida davon aus, dass sie stattfinden können, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.
  • Mindestens 40 Crew-Mitglieder eines in Norwegen vor Anker liegenden Passagierschiffs haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter ihnen sei auch ein deutscher Staatsbürger, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit. 33 andere Betroffene kämen aus den Philippinen, je einer aus Frankreich und aus Norwegen. Keiner von ihnen zeige Anzeichen einer Krankheit. Insgesamt sind derzeit noch 154 Crew-Mitglieder an Bord der „Roald Amundsen“.
  • Im Nachbarland Polen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen, das Land registrierte so viele neue Fälle wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit drei Tagen registriert das EU-Land täglich neue Rekordwerte. Die Regierung in Warschau erwägt deshalb schärfere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus.
  • Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali musste ihre Dreharbeiten auf der Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin abbrechen. Hayali und ihr Team waren zuvor mehrfach beschimpft worden, offenbar gab es zu große Sicherheitsbedenken. In einem rund 37 Minuten langen Video, das Hayali auf Instagram postete, ist zu sehen, wie Demo-Teilnehmer ihr und ihrem Team am Samstag „Lügenpresse“ und „Schämt euch“ entgegenrufen. Hayali berichtet selbst von Beleidigungen und Bedrohungen, ohne konkrete Beispiele zu nennen.

Samstag, 1. August 2020: Altmaier fordert härtere Strafen vor Verstöße gegen Corona-Regeln

  • Tausende Israelis haben an mehreren Orten des Landes gegen Korruption und das Krisenmanagement von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Corona-Pandemie protestiert. Nach Angaben der Polizei nahmen an einer Demonstration in Jerusalem mehr als 7000 Menschen teil. Sie forderten den Rücktritt des Regierungschefs
  • 135 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg sind unter Quarantäne gestellt worden, weil einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden ist
  • Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden
  • Bei der Auflösung der Kundgebung von Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin hat die Polizei die Veranstaltungsbühne besetzt. Lesen Sie mehr: Demo gegen Corona-Maßnahmen: Polizei besetzt Bühne
  • Im Kampf gegen das Coronavirus will Russland im Herbst mit den ersten Impfungen beginnen. Dies sei für Oktober geplant, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge. Zunächst sollten Ärzte und Lehrer geimpft werden, dann schrittweise der Rest der Bevölkerung
  • Angesichts steigender Corona-Zahlen verschärft Helgoland die Maskenpflicht. Am kommendem Montag müsse zunächst für zwei Wochen auf der Einkaufsstraße Lung Wai und auf der Promenade vom Hafen bis zum Dorfkern eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden
  • Mit einem Demonstrationszug haben Tausende Menschen in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Polizei ging am Nachmittag von rund 15.000 Teilnehmern aus. Nach Polizeiangaben wurden dabei die Hygienevorgaben wie Abstand und Mund-Nasen-Schutz nicht eingehalten
  • Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle erweitert Griechenland die Maskenpflicht. Wie der Zivilschutz mitteilte, müssen alle Menschen fortan in geschlossenen Räumen eine Maske tragen. Zudem sind Besuche in Krankenhäusern und Altersheimen nur im Ausnahmefällen erlaubt
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. Ein Vorschlag Altmaiers: Man soll nur in Busse und Bahnen einsteigen dürfen, wenn man Schutzmaske trägt oder eine beim Einstieg erwirbt.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet
  • Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro spielt auch nach seiner Coronavirus-Infektion die Gefahren der Pandemie weiter herunter. Es gebe nichts zu befürchten, sagte er vor Reportern. „Ich bedauere die Todesfälle. Aber Menschen sterben jeden Tag, an vielen Dingen. So ist das Leben“
  • Angesichts der rasanten steigende Zahl von Coronainfektionen in Deutschland haben führende Politiker und Ökonomen vor einem weiteren Lockdown gewarnt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte unserer Redaktion: „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten. Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken. Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen“
  • Die Soforthilfe für in finanzielle Nöte geratene Studenten wird stark nachgefragt. Von den seit Juni zur Verfügung gestellten 100 Millionen Euro an Überbrückungshilfe sind laut Bundesbildungsministerium bereits über 28 Millionen Euro abgerufen worden

Freitag, 31. Juli 2020: Mallorca-Urlauber nach Corona-Infektion in Quarantäne

  • Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich die Zahl der infizierten Erntehelfer auf 232 erhöht. Das Landratsamt leitete am Freitagabend nach eigenen Angaben „umgehend eine Trennung der nun positiv getesteten Saisonarbeitskräfte von den negativ Getesteten in die Wege“.
  • Nachdem das Auswärtige Amt einige Gebiete Spaniens zu Risikogebieten erklärt hat, fragen sich viele Deutsche, was nun mit ihren gebuchten Flügen nach Barcelona & Co. geschieht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband macht gegenüber unserer Redaktion deutlich, dass kein rechtlicher Anspruch auf eine Rückerstattung besteht – egal, ob es eine Reisewarnung gibt oder nicht. Dennoch können Betroffene zumindest einen Teil des Ticketpreises wiederbekommen.
  • Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat aus seiner eigenen Corona-Infektion offensichtlich nichts gelernt. Bei einem Besucht in Bagé im Süden Brasiliens trug er zwar eine Maske, schüttelte aber Hände, wie das Portal „G1“ am Freitag berichtete. Daraufhin hätten sich Menschenansammlungen gebildet. Bolsonaro zeigte bei dem Auftritt demnach das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, das er zur Covid-19-Behandlung propagiert. Bolsonaro hatte vor mehr als drei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Mehrere Tests fielen positiv aus, am Samstag twitterte er dann, ein neuer Test bei ihm sei negativ ausgefallen.
  • Donald Trump hat in Bezug auf die Verschiebung der US-Wahlen eine Rolle rückwärts gemacht. „Ich will keine Verschiebung“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im weißen Haus. Nur einen Tag zuvor hatte Trump einen gänzlich anders lautenden Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter abgesetzt. Auch wenn Trump jetzt nichts mehr von einer Verschiebung der Wahl wissen will, erneuerte er auf der Pressekonferenz ausführlich seine Befürchtungen zum Wahlbetrug.
  • Die Corona-Apps verschiedener europäischer Staaten sollen vernetzt werden. Die EU-Kommission soll den entsprechenden Auftrag bald den deutschen Unternehmen SAP und Telekom erteilen. Diese hatten bereits die deutsche Corona-Warn-App entwickelt – bei der zuletzt bekannt wurde, dass sie mehrere Wochen bei manchen Android- und iPhone-Benutzern nicht richtig funktioniert hatte.
  • Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in drei Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amts vom Freitag Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.
  • Nach einer Hochzeitsfeier sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste im Ort Geldern im Kreis Kleve beheimatet. „Das Gesundheitsamt nimmt direkt Kontakt mit den positiv getesteten Personen auf, um weitere Informationen zu erhalten“, sagte Landrat Wolfgang Spreen. Die Kontaktpersonenermittlung laufe.
  • Mit ihrem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ will die Bundesregierung Unternehmen Anreize bieten, Azubis zu halten oder gar neue Ausbildungsstellen zu schaffen. Ab kommender Woche können kleine und mittlere Betriebe daher die sogenannte Azubi-Prämie beantragen. Dafür stellt die Bundesregierung insgesamt 500 Millionen Euro bereit.
  • Erstmals seit der Wiedereröffnung der Balearen-Inseln mit Mallorca für den internationalen Tourismus sind Urlauber nach Behördenangaben positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Über die Herkunft oder die Nationalität der Betroffenen teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Freitag auf Anfrage zunächst nichts weiter mit. Die Zeitung „Diario de Mallorca“ schrieb, es handele sich insgesamt um zehn Urlauber mit nur leichten oder gar keinen Krankheitssymptomen. Bereits zuvor hatte eine Familie aus Cottbus offenbar das Coronavirus mit nach Hause gebracht. Lesen Sie hier: Corona: Familie muss nach Mallorca-Urlaub in Quarantäne Wegen illegaler Partys hat die Regierung der Balearen vergangene Woche die Lokale am Ballermann und auch im bei Briten beliebten Vergnügungsareal Punta Ballena in Magaluf geschlossen. Lesen Sie dazu: Partys am Strand von Magaluf sorgen für Ärger auf Mallorca

Corona-News: Bisherige Meldungen im alten Live-Ticker

Wir starten unseren neuen News-Ticker. Alle bisherigen Nachrichten finden Sie in unserem bisherigen Corona-News-Ticker.

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