Pandemie

Corona-Pandemie: Für welche EU-Länder Reisewarnungen gelten

Berlin.  Frankreich, Spanien, Belgien: Für viele Länder in der EU gelten derzeit Corona-Reisewarnungen. Teilweise allerdings nur für bestimmte Regionen.

Paris ruft höchste Corona-Warnstufe aus

Corona-Alarm in Paris: Wegen der massiv gestiegenen Infektionszahlen haben die Behörden in der französischen Hauptstadt die höchste Warnstufe ausgerufen. Damit treten ab Dienstag deutlich verschärfte Maßnahmen in Kraft.

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  • Weil sich das Coronavirus wieder stärker ausbreitet, warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in zahlreiche Länder
  • Auch innerhalb der EU können nicht alle Länder ohne Weiteres bereist werden
  • Nationale Reisewarnungen gelten derzeit unter anderem für Spanien und Belgien.

Urlaub außerhalb Deutschlands? Daran war wegen der globalen Corona-Pandemie lange kaum zu denken. Der Stillstand des öffentlichen Lebens und geschlossene Grenzen machten Urlaub im Ausland fast unmöglich.

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien änderte sich die Situation dann aber: Reisen in die meisten Länder der EU waren wieder möglich. Trotz Coronavirus machten sich viele Deutsche auf den Weg in den Sommerurlaub. Aktuelle Nachrichten zum Coronavirus im News-Ticker

Seit 1. Oktober keine pauschale Corona-Reisewarnung mehr

Doch mit dem Reiseaufkommen stiegen auch die Infektionszahlen. Das Auswärtige Amt und das Gesundheitsministerium reagierten zuletzt mit erneuten Reisewarnungen für bestimmte Gebiete oder ganze Länder innerhalb der Europäischen Union.

Urlaub in Deutschland - Die Top 5 Reiseziele
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Für Länder außerhalb der Europäischen Union galt noch bis Ende September eine pauschale Reisewarnung. Seit dem 1. Oktober gibt es konkrete, auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen.

Reisemöglichkeiten wegen Corona weiter eingeschränkt

An der Möglichkeit zu reisen werde sich damit praktisch wohl wenig ändern, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Allerdings werde zu einem differenzierten System übergegangen. Es werde wohl so sein, dass für Länder, die als Risikogebiete gelten, weiterhin eine Reisewarnung gelten könne.

Welche Länder als Corona-Risikogebiet zählen, darüber informiert das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite. Auf der Website werden unter der Kategorie „Sicher Reisen“ tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern bereitgestellt. Die Informationen richten sich immer nach dem aktuellen Infektionsgeschehen in den einzelnen Ländern. Dort sind auch Risikogebiete aufgezählt. Lesen Sie hier: Corona in Deutschland - höchste Zahl von Neuinfektionen seit Anfang April

Wo gilt keine Corona-Reisewarnung?

Als vergleichsweise sicher gelten derzeit einige Länder in Europa. Für sie gelten keine Reisewarnungen. Interkontinentale Reisen gestalten sich dagegen schwierig. Zudem kann sich die Lage täglich ändern, einen Urlaub langfristig zu planen ist also kaum möglich.

Unabhängig davon, ob für ein Land eine Reisewarnung besteht oder nicht, kann es trotzdem Einreisebeschränkungen oder Quarantänemaßnahmen geben. Reisende sollten sich vor der Abreise also gut informieren.

Urlaub trotz Corona: Für welche Länder gibt es eine Reisewarnung?

Das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen in Länder, die die laut RKI als Risikogebiet gelten. Viele von ihnen sind komplett, manchen nur regional von den Reisewarnungen betroffen.

Spanien: Landesweite Reisewarnung

Für das EU-Land Spanien gilt landesweit eine Reisewarnung. Das Auswärtige Amt erklärt: „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Landesweit beträgt die Inzidenz mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Spanien zum Risikogebiet eingestuft wurde.“

Österreich: Warnung vor drei Bundesländern

Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Bundesländer Wien, Tirol (ausgenommen der Gemeinde Jungholz) und Vorarlberg (ausgenommen Kleinwalsertal) aufgrund hoher Infektionszahlen. Auch interessant: Corona – diese Länder gelten laut RKI als Risikogebiete

Frankreich: Fast das gesamte Land betroffen

In Frankreich sind fast alle Regionen zu Risikogebieten erklärt worden. Lediglich die Region Grand-Est ist noch von der Warnung des Auswärtigen Amtes ausgenommen.

Bereits seit längerem gelten die Regionen Hauts-de-France, Île-de-France mit der Hauptstadt Paris, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika und die Überseegebiete La Réunion, Französisch-Guyana, St. Martin und Guadeloupe als Corona-Hotspots.

Niederlande: Reisewarnung auch für Amsterdam

In den Niederlanden gilt eine Reisewarnung für alle Provinzen außer Zeeland und Limburg. Auch die Überseegebiete Aruba und St. Maarten sind betroffen. Achtung: In Nordholland liegt die niederländische Hauptstadt Amsterdam. Sie ist also auch betroffen.

Belgien: Angespannte Lage im ganzen Land

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt außerdem vor touristischen Reisen nach Belgien. Nachdem zunächst nur einige Regionen von der Warnung betroffen waren, gilt sie mittlerweile für das ganze Land.

Schweiz: Zwei Kantone betroffen

Bei Reisen in die Schweiz warnt die Bundesregierung vor den Kantonen Genf und Waadt. Wegen hoher Infektionszahlen sollten Urlauber diese Gebiete meiden.

Kroatien: Diverse Regionen sind Risikogebiete

Auch Teile des beliebten Urlaubslandes Kroatien sind inzwischen wieder als Risikogebiet eingestuft. Allerdings nicht komplett. Betroffen sind die Regionen Lika-Senj, Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Brod-Posavina und Virovitica-Podravina.

Reisewarnungen gelten auch für:

  • Bulgarien: Region Blagoevgrad
  • Dänemark: Region Hovedstaden
  • Estland: Kreis Ida-Viru, vor Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten
  • Finnland: keine Warnung, vor Reisen wird jedoch abgeraten
  • Irland: Dublin und Region Border, vor Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten
  • Lettland: keine Warnung, vor Reisen wird jedoch abgeraten
  • Litauen: Region Šiauliai, vor Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten
  • Luxemburg: Reisewarnung für das gesamte Land
  • Portugal: Region Lissabon
  • Rumänien: Kreise Alba, Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, Caraș-Severin, Cluj, Covasna, Iaşi, Ilfov, Neamt, Prahova, Vâlcea und Vaslui sowie die Hauptstadt Bukarest
  • Slowenien: Regionen Primorsko-Notranjska und Koroška
  • Tschechien: Reisewarnung für das gesamte Land
  • Ungarn: Regionen Győr-Moson-Sopron, Pest, Csongrád-Csanád und Vas sowie Budapest
  • Zypern: Vor Reisen in den Nordteil der Insel wird abgeraten

Corona-Risikogebiete: Was bedeutet die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes?

Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ist kein Reiseverbot. Vielmehr sollten sich Reisende darüber im Klaren sein, dass sie auf eigene Verantwortung unterwegs sind. Wird für das Reiseland eine Reisewarnung verhängt, kann dies rechtliche Auswirkungen auf die Reisekrankenversicherung oder die Stornierungsmöglichkeiten der Buchung haben.

Es kann auch im Ausland zu Einschränkungen im Flugverkehr, drastischen Quarantänemaßnahmen oder Ausgangssperren kommen. Zudem wird es nicht noch einmal eine Rückholaktion wie zu Beginn der Pandemie geben – das haben Außenminister Heiko Maas (SPD) und das Auswärtige Amt mehrmals betont.

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Für welche Länder gelten EU-Einreisebeschränkungen?

Die EU-Länder haben die verhängten Einreisebeschränkungen auch wieder auf M arokko ausgeweitet. Nach einem Beschluss dürfen Reisende aus dem nordwestafrikanischen Staat nur noch dann in die EU kommen, wenn dies zwingend notwendig ist.

Menschen aus diesen Ländern dürfen demnach noch normal in die EU einreisen:

  • Australien
  • Georgien
  • Kanada
  • Neuseeland
  • Thailand
  • Tunesien
  • Uruguay

Die EU gestattet die unbeschränkte Einreise außerdem für Angehörige folgender Staaten, vorausgesetzt sie gewähren im Gegenzug eine Einreise für Bundesbürger: Japan, Südkorea und China. Da sich die Situation täglich ändern kann, sollten Reisende sich vorab auf den Webseiten der Botschaften informieren.

Grundlage der EU-Liste ist vor allem die Zahl der neuen Covid-19-Fälle in den vergangenen 14 Tagen pro 100.000 Einwohner. Sie soll nahe am oder unter dem EU-Durchschnitt liegen. Aber auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, der Trend der Infektionszahlen und die allgemeine Reaktion des jeweiligen Landes auf die Pandemie spielen eine Rolle. Für Staaten, aus denen Bürger noch nicht wieder einreisen dürfen, sind Ausnahmen vorgesehen – etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

(yah/bef/raer/amw/gau/mbr/jule/max/nfz)

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