Tiroler Plansee: Deutscher verunglückt mit Auto und ertrinkt

Breitenwang.  Ein 24-Jähriger ist nach einem Autounfall im Plansee ertrunken. Der Beifahrer überlebte. An dem See kommt es immer wieder zu Unfällen.

In Breitenwang am Plansee ist ein 24-jähriger gebürtiger Münchner verunglückt.

In Breitenwang am Plansee ist ein 24-jähriger gebürtiger Münchner verunglückt.

Foto: Reinhard Dirscherl via www.imago-images.de / imago images/OceanPhoto

Nach einem Autounfall in Tirol ist ein 24-jähriger gebürtiger Münchner ums Leben gekommen. Der Mann verlor in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Auto, krachte in eine Böschung und anschließend in den Plansee. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit.

Der Beifahrer, ein 18-jähriger Österreicher, konnte sich aus dem sinkenden Auto befreien: Ihm gelang es, den Wagen durch den offenstehenden Kofferraum zu verlassen. Der 24-Jährige versank mit dem Fahrzeug. Der Notarzt konnte trotz Wiederbelebungsmaßnahmen nur seinen Tod feststellen, nachdem Rettungskräfte das Auto aus dem See geborgen hatten. Die Tiroler Polizei meldet, dass überhöhte Geschwindigkeit zu dem Unfall geführt haben könnte.

Tiroler Plansee: Immer wieder Autounfälle

Der Plansee liegt in der Nähe zur deutschen Grenze. Auf der Straße, die direkt neben dem Gewässer verläuft, kommt es immer wieder zu schweren Autounfällen. So verlor im Januar eine 21-jährige Ungarin frühmorgens in einer Rechtskurve in Breitenwang die Kontrolle über ihr Fahrzeug, wie der ORF berichtete. Sie versank mit ihrem Auto, konnte sich jedoch aus eigener Kraft befreien und zurück an das Ufer schwimmen. Ihr Pkw mit Totalschaden wurde von einem Kran aus einer Wassertiefe von 65 Metern geborgen.

Im Februar 2018 kam eine 17-Jährige im Plansee nach einem Autounfall ums Leben, wie die „Tiroler Tageszeitung“ schrieb. Der 20-jährige Fahrer und eine weitere Beifahrerin konnten sich noch rechtzeitig aus dem sinkenden Wagen befreien. Die 17-Jährige wurde aus 13 Metern Tiefe geborgen und verstarb im Krankenhaus.

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Sicherheitsmaßnahmen wurden schon 2018 ergriffen

Als Reaktion auf den tödlichen Unfall der 17-Jährigen wurde im Juni 2018 eine Temporeduktion am Plansee durchgeführt, wie es in einem ORF-Bericht heißt. Auf den Bau von Leitplanken rund um den See wurde hingegen verzichtet, um Motorradfahrer zu schützen: Diese könnten bei Stürzen durch die Planken zurück auf die Straße geworfen werden.

(raer/dpa)

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