Kliniken weitgehend im Regelbetrieb – OPs werden teils verschoben

Hannover.  Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) waren am Mittwoch 1750 Intensivbetten in Niedersachsen belegt.

Trotz der stabilen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus kommen die Kliniken in Niedersachsen noch nicht an ihre Belastungsgrenzen (Symbolbild).

Trotz der stabilen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus kommen die Kliniken in Niedersachsen noch nicht an ihre Belastungsgrenzen (Symbolbild).

Foto: Jens Büttner / dpa

Trotz der stabilen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus kommen die Kliniken in Niedersachsen noch nicht an ihre Belastungsgrenzen. Noch könne weitgehend der Regelbetrieb gewährleistet werden, sagte der Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG), Helge Engelke, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der belegten Intensivplätze bewege sich demnach stabil auf einem hohen Niveau. Vielerorts könnten aber noch freie Kapazitäten als Reserven vorgehalten werden. Vereinzelt komme es auch vor, dass Kliniken nicht dringend notwendige Operationen verschieben müssten, um Kapazitäten zu sichern.

Beispielsweise hatte das Klinikum Wilhelmshaven bekannt gegeben, alle nicht dringend notwendigen, elektiven Eingriffe vorerst bis kommenden Montag (7. Dezember) zu verschieben. Dabei handele es sich beispielsweise um das Einsetzen künstlicher Knie- oder Hüftgelenke, sagte eine Sprecherin. So sollen Personalengpässe besser ausgeglichen werden können. Das Klinikum teilte mit, einige Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne, seien saisonal bedingt erkrankt oder von Kita- und Schulschließungen betroffen. Wie viele Kliniken in Niedersachsen Operationen zurzeit verschieben, ist laut NKG nicht bekannt.

532 Intensivbetten in Niedersachsen noch frei

Nachdem im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch in Sande (Landkreis Friesland) nach mehreren Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbeitern zu Wochenbeginn ein Aufnahmestopp verhängt wurde, lief der Betrieb am Mittwoch wieder an. Die Notaufnahme sei am Netz und wieder aufnahmebereit, sagte Geschäftsführer Frank Germeroth. Geplante Operationen und Behandlungen seien aber weiterhin abgesagt.

Laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) waren am Mittwoch 1750 Intensivbetten in Niedersachsen belegt, 532 der aktuell betreibbaren Intensivbetten waren noch frei. Zudem gibt es noch eine Notfallreserve von 1060 Intensivbetten, die innerhalb von sieben Tagen zusätzlich aufgestellt werden können (Stand: 2. Dezember 2020). dpa

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