Niedersachsens Zoos fürchten wegen Lockdown um Umsätze

Hannover.  Niedersachsens Zoos müssen wegen des Corona-Lockdowns schließen. Stete Kosten stehen gegen fehlende Einnahmen. Die Betreiber hoffen auf die Politik.

Der Zoo Hannover, der größte Zoo Niedersachsens, rechnet mit einem Umsatzverlust von rund einer Millionen Euro. (Archivbild)

Der Zoo Hannover, der größte Zoo Niedersachsens, rechnet mit einem Umsatzverlust von rund einer Millionen Euro. (Archivbild)

Foto: Peter Steffen / dpa

In Niedersachsen müssen Zoos und Tierparks von Montag an bis Ende November schließen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Corona-Verordnung des Landes hervor. Die rund 30 Zoos, Tierparks und Wildgehege in dem Land stehen nun vor der Aufgabe, ohne Eintrittseinnahmen Tiere und Mitarbeiter sicher über den Winter zu bringen, hieß es in einer Stellungnahme der Zoodirektoren des Landes, die sich zum 1. Niedersächsischen Zootag in Nordhorn trafen. Gerade in der Corona-Pandemie hätten die Zoos eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung.

Keine Einnahmen, aber diesselben Kosten – die Zoos haben keinen „Winterspeck“

Schon im Frühjahr mussten die Zoos für 49 Tage schließen. „Keine Besuchereinnahmen, dafür aber kaum änderbare Kosten“, sagte dazu der Chef des gastgebenden Tierparks Nordhorn. Die Schließung im Frühjahr habe dazu geführt, dass die Zoos keinen „Winterspeck“ ansetzen konnten. Dringend benötigte Einnahmen seien dadurch weggefallen. Die Zoos setzen dazu auf die Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Die Landespolitik habe bereits im Frühjahr Verantwortung übernommen und Hilfen für die Zoos zur Verfügung gestellt.

Der Sommer habe gezeigt, wie wichtig Zoos gerade für Kinder und deren Familien seien. „Insbesondere im urbanen Umfeld ist es häufig die einzige Möglichkeit vor allen Dingen in der dunklen Jahreszeit eine kurze Erholung vom zurzeit belastenden Alltag zu schaffen“, betonten die Zoodirektoren. Die Zoos hätten gute Hygienekonzepte aufgestellt, die sich in den vergangenen Wochen bewährt hätten. Hieran wollen die Zoos auch nach der Schließung wieder anschließen.

Niedersachsens größter Zoo erwartet Umsatzverlust von einer Millionen Euro

Für den größten Zoo in Niedersachsen in Hannover bedeute eine Schließung im November einen Umsatzverlust von knapp einer Million Euro, sagte eine Sprecherin. „Insbesondere im Zoo laufen nahezu alle Kosten auch ohne Besucher weiter – die Versorgung der Tiere steht an erster Stelle.“ Wegen des Hygienekonzeptes sei die Zahl der Besucher gesenkt worden. Insgesamt besuchten den Zoo in Hannover in diesem Jahr bislang 18,4 Prozent weniger Besucher im Vergleich zum Vorjahr.

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