Niemand will der AfD eine Halle vermieten

Hannover.  Die AfD in Niedersachsen hat sich vorgenommen zu klagen, um an eine Halle für ihren nächsten Parteitag zu kommen. Niemand will an sie vermieten.

“Wir klagen uns ein“, sagt die Landes- und Fraktionsvorsitzende der AfD, Dana Guth.

“Wir klagen uns ein“, sagt die Landes- und Fraktionsvorsitzende der AfD, Dana Guth.

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / picture alliance/dpa

Die AfD in Niedersachsen hat große Probleme, eine Halle für ihren nächsten Parteitag anzumieten. „Wir haben knapp 50 Anfragen in ganz Niedersachsen rausgeschickt, aber nur Absagen bekommen“, sagt die Landes- und Fraktionsvorsitzende Dana Guth im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Gleichzeitig kündigt die 49-Jährige an, dass ihre Partei jetzt den Rechtsweg beschreiten werde, um eine Halle anmieten zu können.

Die AfD will nun Klagen, um eine Veranstaltungshalle zu bekommen

„Jetzt suchen wir von den angefragten Hallen die raus, die möglicherweise gesetzlich dazu verpflichtet sind, an politische Parteien zu vermieten, und klagen uns ein. Ich finde das sehr traurig und bedauerlich, aber es geht nicht anders.“

Guth hatte vor etwas mehr als zwei Jahren ihren wegen seines Führungsstils und finanzieller Unregelmäßigkeiten umstrittenen Vorgänger Armin-Paul Hampel aus dem Amt gejagt. Die Göttinger Immobilienkauffrau, die gebürtig aus Brandenburg stammt und dem gemäßigten Teil der Partei zugerechnet wird, bekräftigte, dass sie sich im Herbst erneut um den Landesvorsitz bewerben werde.

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