129.324 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 2644 Tote

Hannover.  2644 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 129.324 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 103,8.

15-km-Bewegungsradius: Die Corona- Maßnahmen wurden am 5. Januar 2021  verschärft.

15-km-Bewegungsradius: Die Corona- Maßnahmen wurden am 5. Januar 2021 verschärft.

Foto: dpa

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen von Montag, 18. Januar, auf 129.324 gestiegen. Das sind 662 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung in Hannover mitteilte.

2644 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 15 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.

Auf Kreis- und Stadtebene liegen in Niedersachsen derzeit sechs Regionen unter dem 50er-Inzidenzwert. In unserer Region ist das der Landkreis Wolfenbüttel. Im Rest von Niedersachsen sind das: Aurich, Emden, Osterholz, Rotenburg (Wümme) und Verden.

Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 106.214 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.

So viele Corona-Todesfälle gibt es in Niedersachsen und der Region

In Niedersachsen sind 2644 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Für unsere Region gelten folgende Zahlen:

Braunschweig: 57

Gifhorn: 63

Helmstedt: 36

Peine: 29

Salzgitter: 42

Wolfenbüttel: 46

Wolfsburg: 63

In unserer Region sind bislang 336 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Website des Landes.

Was gelten aktuell für Corona-Beschränkungen in Niedersachsen? Welche Geschäfte schließen?

Obwohl die Corona-Zahlen in Niedersachsen auch nach einem Wiederanstieg noch immer unter dem Niveau etlicher anderer Bundesländer liegen, greift ab Sonntag, 10. Januar, der verschärfte Lockdown.

Ein kleinerer Teil der Schüler kann dennoch in die Schule kommen und auch bei der privaten Kinderbetreuung gibt es eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Die Einschränkung des Bewegungsradius' in Hotspots überlässt das Land den Kommunen und macht sie nicht zur Pflicht.

Alle Regeln auf einen Blick:

Ab wann greifen die verschärften Corona-Beschränkungen?

Die neue Corona-Verordnung gilt ab Sonntag, 10. Januar, bis zum 31. Januar. Die neue Quarantäne-Verordnung für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten gilt bundeseinheitlich ab Montag.

Was gilt genau für Schulen und Kindergärten?

An Grundschulen gibt es in der ersten Woche nach den Ferien Distanzunterricht, anschließend bis Halbjahresende Unterricht im Wechselmodell (Szenario B). An den weiterführenden Schulen wechseln die Klassen, in denen keine Abschlüsse anstehen, komplett ins Distanzlernen (Szenario C). Das gilt auch für die berufsbildendenden Schulen.

In den Abitur- und Abschlussklassen wird Unterricht in geteilten Klassen erteilt (Szenario B). Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht in der Präsenzlerngruppe sind, ist eine Notbetreuung geplant. In den Kindertagesstätten gibt es eine Notbetreuung mit bis zu 50 Prozent der Gruppengröße. In Anspruch nehmen können die Notbetreuung Eltern, die in relevanten Berufen arbeiten und die Betreuung sonst nicht sicherstellen können, außerdem gibt es eine Härtefallregelung.

Und was ist mit der Tagesmutter oder privaten Betreuungsgruppen, wenn Eltern sich etwa in der Notlage gegenseitig aushelfen?

Die private Betreuung von Kindern in Kleingruppen aus mehreren verschiedenen Familien bleibt erlaubt. Außerdem bleibt es Eltern gestattet, Kinder aus mehreren Familien zur Betreuung zu bringen oder dort abzuholen.

Etliche Kinder leben in Patchwork-Familien oder haben getrennte Eltern. Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 soll die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt werden. Wie will das Land solche Maßnahmen umsetzen?

Anders als andere Bundesländer verpflichtet Niedersachsen die Landkreise nicht zu einem solchen Schritt sondern stellt ih den Kommunen frei. Diese könnten die Lage vor Ort am besten bewerten und einschätzen, ob so eine Maßnahme für einen ganzen Kreis zweckmäßig und notwendig ist, sagte eine Regierungssprecherin.

Anders auch als andere Länder will Niedersachsen die Wohnadresse und nicht den Wohnort zum Ausgangspunkt des 15-Kilometer-Radius machen. Bewohner einer Großstadt würden sonst gegenüber denen einer kleinen Gemeinde bevorzugt.

Wie verhält es sich mit den verschärften Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten?

Niedersachsen ist hier strenger, als es die nach Bund-Länder-Beschluss vorgelegte Musterregelung vorsieht. Auch Menschen, die eine zweifache Impfung gegen eine Corona-Infektion nachweisen können und solche, die nachweislich bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, werden nicht von der Quarantäne-Pflicht befreit.

Diese Geschäftszweige bleiben geschlossen:

  • Bekleidungsgeschäfte
  • Möbelläden
  • Baumärkte
  • Sportartikelhändler
  • Buchläden
  • Spielzeuggeschäfte
  • Elektronikläden
  • Antiquitäten- und Gebrauchtwarenhändler
  • Glühweinstände
  • Kosmetiksalons
  • Friseure
  • Schönheitssalons
  • Massagestudios
  • Tattoo-Studios

Corona-Lockdown: Diese Geschäfte bleiben geöffnet

Auch wenn der Einzelhandel bis zum zum 31. Januar generell geschlossen bleibt, gibt es Ausnahmen – für Geschäfte, die Dinge für den täglichen Bedarf verkaufen. Das sind:

  • Lebensmittelmärkte
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Optiker
  • Tankstellen
  • Autowerkstätten
  • Banken
  • Post
  • Reinigungen
  • Weihnachtsbaumhändler

Wichtig: Der Verkauf von Produkten abseits von Lebensmitteln kann in Supermärkten eingeschränkt werden.

Harte Corona-Maßnahmen: Gastronomie bleibt geschlossen

Die Gastronomie bleibt bis Ende Januar geschlossen. Auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Davon ausgenommen sei – wie im Frühjahr in der ersten Corona-Welle – die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Auch Dienstleistungsbetriebe für die Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind bis Ende Januar geschlossen, um den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen – weil dort der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa für Physiotherapien sollen möglich bleiben.

Zudem haben Bund und Länder Urlaub in Deutschland verboten: Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind seit November bis Ende Januar nicht erlaubt. Sie dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen Kanzlerin und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen.

Corona-Maßnahmen: Maskenpflicht gilt in Niedersachsen weiterhin

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April. ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Eine Maskenpflicht gilt außerdem unter anderem in allen geschlossenen Räumen, in Verkehrsmitteln, bei der Fahrschulausbildung und im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs. Zudem gilt die Maskenpflicht nun an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten oder wenn Menschen sich im öffentlichen Raum auf engem Raum oder für eine längere Zeit aufhalten. Auf Parkplätzen und vor Einzelhandelsgeschäften muss nun ebenfalls eine Maske getragen werden.

Auch im Betrieb ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Sofern zwischen den Arbeitsplätzen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, darf die Maske etwa am Schreibtisch abgenommen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema Maskenpflicht:

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Welche Corona-Werte sind entscheidend?

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Kommune, vom Land und vom Robert Koch-Institut.

In seiner neuen Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen nun festgelegt, dass für die Einschränkungen bei Überschreiten der Werte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamts entscheidend sind. Diese veröffentlicht das Gesundheitsministerium im Internet.

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

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2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

„Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und bei auftretenden Symptomen getestet“, erklärte Reimann.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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