74.470 Corona-Infizierte in Niedersachsen – 1225 Tote

Hannover.  1225 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 74.470 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt 81,4.

In vielen Innenstädten Niedersachsens gilt wie hier in Braunschweig: Maskenpflicht. (Symbolbild)

In vielen Innenstädten Niedersachsens gilt wie hier in Braunschweig: Maskenpflicht. (Symbolbild)

Foto: Stefan Lohmann / regios24

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist am Donnerstag, 3. Dezember, auf 74.470 gestiegen. Das sind 1313 Infektionen mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung in Hannover mitteilte (Stand: 3. Dezember, 9 Uhr).

1225 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben (Stand 3. Dezember, 9 Uhr). Das sind 23 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.

Auf Kreis- und Stadtebene liegen (Stand 3. Dezember, 9 Uhr) zehn Regionen unter dem 50er-Inzidenzwert: Die Landkreise Cuxhaven, Goslar, Göttingen, Helmstedt, Leer, Lüchow-Dannenberg, Aurich, Uelzen, Wilhelmshaven und Northeim.

Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 55.563 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.

So viele Corona-Todesfälle gibt es in Niedersachsen und der Region

In Niedersachsen sind 1225 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden (3. Dezember, 9 Uhr) – 58 davon in Wolfsburg, 24 in Braunschweig, 19 in Peine, 28 in Wolfenbüttel, 28 in Salzgitter, acht in Gifhorn sowie drei in Helmstedt.

In unserer Region sind bislang 168 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 3. Dezember).

Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Website des Landes.

Was gelten noch für Beschränkungen in Niedersachsen?

Seit Dienstag, 1. November, werden bundesweit neue Regeln im Kampf gegen das Coronavirus gelten.

So müssen etwa Restaurants und Bars schließen, Kulturveranstaltungen sowie Amateursport fallen aus. Der Profisport wird wohl im November ohne Zuschauer auskommen müssen. Bund und Länder wollen zunächst kein Publikum mehr zulassen. Das gilt auch für die Fußballbundesliga.

Die neuen Regelungen sollen vom 1. Dezember an befristet bis zum 20. Dezember gelten.

Die Weihnachtsferien sollen aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden. Das geht aus einem am Dienstagabend veröffentlichten Vorschlag des Bundes für die Verhandlungen mit den Ländern hervor.

Bisher wollten die Länder die Möglichkeit schaffen, dass die Weihnachtsferien bundesweit am 19. Dezember beginnen. Niedersachsens Kultusminister ließ ebendiese Information am Dienstagnachmittag über die Pressestelle seines Ministeriums verlautbaren.Corona: Niedersachsen verlängert Weihnachtsferien um zwei Tage

Harte Corona-Maßnahmen: Gastronomie wird geschlossen

Bund und Länder verständigten sich ab dem 1. Dezember auf eine weitere Schließung der Gastronomie. Auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Davon ausgenommen sei – wie im Frühjahr in der ersten Corona-Welle – die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Auch Dienstleistungsbetriebe für die Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind bis Ende Dezember geschlossen, um den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen – weil dort der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa für Physiotherapien sollen möglich bleiben.

Friseursalons sollen unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet bleiben.

Auch Groß- und Einzelhandel bleiben geöffnet. Allerdings dürfen nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmeter Fläche in die Läden. Bei Geschäften mit einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern darf sich höchsten eine Person auf 20 Quadratmetern befinden.

Zudem haben Bund und Länder Urlaub in Deutschland verboten: Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind im November nicht erlaubt. Sie dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen Kanzlerin und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen.

Welche Einschränkungen gelten für Feiern?

Seit Dienstag, 1. Dezember, dürfen sich bundesweit nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Ausgenommen aus der Zählung sind Kinder unter 14 Jahren, für Angehörige entfällt außerdem die Hausstandsregel. Eine Ausnahme hiervon bilden die Feiertage. Zwischen dem 23. Dezember bis längstens 1. Januar 2021 sollen Treffen im engsten Familien- und Freundeskreis möglich sein. In diesem Zeitraum dürfen sich sowohl in Innenräumen als auch draußen maximal 10 Personen gemeinsam treffen, Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen.

Corona-Maßnahmen: Maskenpflicht gilt in Niedersachsen weiterhin

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April. ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Eine Maskenpflicht gilt außerdem unter anderem in allen geschlossenen Räumen, in Verkehrsmitteln, bei der Fahrschulausbildung und im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs. Zudem gilt die Maskenpflicht nun an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten oder wenn Menschen sich im öffentlichen Raum auf engem Raum oder für eine längere Zeit aufhalten. Auf Parkplätzen und vor Einzelhandelsgeschäften muss nun ebenfalls eine Maske getragen werden.

Auch im Betrieb ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Sofern zwischen den Arbeitsplätzen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, darf die Maske etwa am Schreibtisch abgenommen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema Maskenpflicht:

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Welche Corona-Werte sind entscheidend?

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Kommune, vom Land und vom Robert Koch-Institut.

In seiner neuen Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen nun festgelegt, dass für die Einschränkungen bei Überschreiten der Werte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamts entscheidend sind. Diese veröffentlicht das Gesundheitsministerium im Internet.

Wie geht es in den Schulen weiter?

In den Schulen soll der Präsenzbetrieb weitergehen, in den weiterführenden Schulen gilt in Corona-Hotspots künftig eine Maskenpflicht. In den Wechselbetrieb mit geteilten Klassen müssen Schulen künftig gehen, wenn der Inzidenzwert von 200 in der Region überschritten wurde.

Mehr zu Corona und Schulen in der Region:

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

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2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

„Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und bei auftretenden Symptomen getestet“, erklärte Reimann.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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