65.163 Corona-Infizierte in Niedersachsen – 1041 Tote

Hannover.  1041 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 65.163 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt 101,9.

In vielen Innenstädten Niedersachsens wie hier in Lüneburg gilt Maskenpflicht.

In vielen Innenstädten Niedersachsens wie hier in Lüneburg gilt Maskenpflicht.

Foto: dpa

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist am Dienstag, 24. November, auf 65.163 gestiegen. Das sind 762 Infektionen mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung in Hannover mitteilte (Stand: 24. November, 9 Uhr).

1041 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben (Stand 24. November, 9 Uhr). Das sind 22 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.

Auf Kreis- und Stadtebene liegen (Stand 24. November, 9 Uhr) sechs Regionen unter dem 50er-Inzidenzwert: Die Landkreise Goslar, Holzminden, Leer, Lüchow-Dannenberg, die Stadt Wilhelmshaven und Wolfenbüttel.

Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 44.061 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.

So viele Corona-Todesfälle gibt es in Niedersachsen und der Region

In Niedersachsen sind 1041 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden (24. November, 9 Uhr) – 53 davon in Wolfsburg, 25 in Braunschweig, 16 in Peine, 25 in Wolfenbüttel, 23 in Salzgitter, acht in Gifhorn sowie zwei in Helmstedt.

In unserer Region sind bislang 152 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 24. November).

Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Website des Landes.

Was gelten noch für Beschränkungen in Niedersachsen?

Seit Montag, 2. November, gelten bundesweit neue Regeln im Kampf gegen das Coronavirus.

So müssen etwa Restaurants und Bars schließen, Kulturveranstaltungen sowie Amateursport fallen aus. Der Profisport wird wohl im November ohne Zuschauer auskommen müssen. Bund und Länder wollen zunächst kein Publikum mehr zulassen. Das gilt auch für die Fußballbundesliga.

Die neuen Regelungen sollen vom 2. November an befristet bis Ende November gelten.

Die Weihnachtsferien sollen aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden. Das geht aus einem am Dienstagabend veröffentlichten Vorschlag des Bundes für die Verhandlungen mit den Ländern hervor.

Bisher wollten die Länder die Möglichkeit schaffen, dass die Weihnachtsferien bundesweit am 19. Dezember beginnen. Niedersachsens Kultusminister ließ ebendiese Information am Dienstagnachmittag über die Pressestelle seines Ministeriums verlautbaren.Corona: Niedersachsen verlängert Weihnachtsferien um zwei Tage

Sorge vor weiteren Verschärfungen der Corona-Regeln

Die kommunalen Spitzenverbände in Niedersachsen rechnen damit, dass das Land die Corona-Auflagen verschärft, wenn die Zahl der Ansteckungen nicht bald sinkt. „Aufgrund der angespannten und sehr ernsten Lage plant das Land Niedersachsen offenbar weitere Schritte zur Eindämmung des Covid-Infektionsgeschehens“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages, Jan Arning, am 7. November.

Auch der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek, erklärte, wenn die Infektionszahlen nicht sinken würden, müsse mehr getan werden und Kontaktbeschränkungen seien dann mit Sicherheit auch noch im Dezember notwendig. Die Verbände betonten, sie wollten in weitere Verschärfungen vorab eingebunden werden.

Eine Regierungssprecherin hatte am Freitag, 6. November, gesagt, weitere Schließungen seien denkbar, bei einer günstigen Entwicklung der Infektionszahlen aber auch leichte Lockerungen Ende des Monats. Es sei zu früh, darüber zu spekulieren. Der Koalitionspartner CDU hatte erklärt, angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sei eine Ausweitung des Teil-Lockdowns in Niedersachsen denkbar. So sei eine Rückkehr zum Wechselunterricht an den Schulen, aber auch die erneute Schließung des Einzelhandels vorstellbar.

Harte Corona-Maßnahmen: Gastronomie wird geschlossen

Bund und Länder verständigten sich ab dem 2. November zunächst auf eine Schließung der Gastronomie. Auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Davon ausgenommen sei – wie im Frühjahr in der ersten Corona-Welle – die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Auch Dienstleistungsbetriebe für die Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind bis Ende November geschlossen, um den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen – weil dort der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa für Physiotherapien sollen möglich bleiben.

Friseursalons sollen unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet bleiben.

Auch Groß- und Einzelhandel bleiben geöffnet. Allerdings dürfen nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmeter Fläche in die Läden. Die Beschlussvorlage hatte das Verhältnis von einem Kunden je 25 Quadratmetern Fläche vorgeschlagen.

Zudem haben Bund und Länder Urlaub in Deutschland verboten: Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind im November nicht erlaubt. Sie dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen Kanzlerin und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen.

Welche Einschränkungen gelten für Feiern?

Seit Montag, 2. November, dürfen sich bundesweit nur noch zehn Personen aus zwei Haushalten treffen.

Corona-Maßnahmen: Maskenpflicht gilt in Niedersachsen weiterhin

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April. ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Lesen Sie mehr zum Thema Maskenpflicht:

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Welche Corona-Werte sind entscheidend?

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Kommune, vom Land und vom Robert Koch-Institut.

In seiner neuen Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen nun festgelegt, dass für die Einschränkungen bei Überschreiten der Werte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamts entscheidend sind. Diese veröffentlicht das Gesundheitsministerium im Internet.

Wie geht es in den Schulen weiter?

Das Wichtigste: Der Präsenzunterricht soll weitergehen, eine Schließung der Schulen wie im Frühjahr wenn irgend möglich verhindert werden. Dafür empfiehlt das Kultusministerium jetzt Schülern ab der fünften Klasse, auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn ihre Schule in einem Corona-Hotspot mit einem Corona-Wert von mehr als 50 liegt.

Die örtlichen Gesundheitsämter können weitere Maßnahmen beschließen, etwa einen Wechselbetrieb, bei dem die Hälfte der Klassen wochen- oder tageweise zu Hause unterrichtet wird, oder auch Schulschließungen. Außerdem soll es für Schüler aus Familien mit Risikopersonen leichter werden, ins Homeschooling zu wechseln.

Mehr zu Corona und Schulen in der Region:

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

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2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

„Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und bei auftretenden Symptomen getestet“, erklärte Reimann.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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