Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Braunschweig.  Der Coronavirus breitet sich aus. Alle Fälle in der Region und worauf man jetzt achten muss, steht in der Übersicht.

Die vollkommen leere Friedrich-Wilhelm-Straße mit der Hauptpost in Braunschweig, aufgenommen am Nachmittag des ersten "Shutdown"-Sonntags, 22. März 2020, wegen der Corona-Pandemie.

Die vollkommen leere Friedrich-Wilhelm-Straße mit der Hauptpost in Braunschweig, aufgenommen am Nachmittag des ersten "Shutdown"-Sonntags, 22. März 2020, wegen der Corona-Pandemie.

Foto: Stefan Lohmann

Seit Ende Dezember breitet sich das Coronavirus weltweit aus. Seinen Anfang genommen hatte die Infektion in China in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei. Weltweit gibt es inzwischen über 731.000 nachgewiesene Covid-19-Fälle, über 34.000 Menschen starben an der Lungenkrankheit. Mehr als 150.000 Infizierte sind bereits wieder genesen. Auch in Italien breitete sich das Virus stark aus.

Auch in unserer Region herrscht Sorge über die schnelle Verbreitung des Virus. Deshalb fassen wir an dieser Stelle alle Informationen zusammen, die es zum Corona-Virus rund um Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Gifhorn, Peine, Wolfenbüttel und Helmstedt gibt.

Gibt es Corona-Tote in der Region um Braunschweig und Wolfsburg?

In Niedersachsen sind (Stand 30. März) insgesamt 33 Corona-Tote zu verzeichnen – 18 davon in Wolfsburg sowie eine Verstorbene in Salzgitter. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Dienstag (24. März) mitteilte, sind eine 70-jährige und eine über 80-jährige Wolfsburgerin an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. Wie am Freitagabend (27. März) bekannt wurde, sind außerdem acht weitere Wolfsburger im Alter zwischen 76 und 100 Jahren mit einer Corona-Infektion verstorben. Am 30. März stieg die Zahl der Corona-Toten in Wolfsburg auf 18. Alle Toten in Wolfsburg haben sich in einem Seniorenheim infiziert . Der Todesfall in Salzgitter ereignete sich am Freitag, dem 27. März.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Deutschland weiter an. Es gibt bundesweit mehrere Todesfälle und Tausende Erkrankte. Die stets aktuellen Zahlen sind auf einer interaktiven Karte zu finden.

Was ist das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus oder auch „Covid-19“ für „Corona virus disease 2019“ wird durch das bis Dezember 2019 unbekannte SARS-CoV-2 ausgelöst. Der Verlauf ähnelt einer Lungenentzündung. Bei den meisten Menschen treten nur schwache Symptome auf. Die wichtigsten Symptome von Corona sind Fieber und trockener Husten.

Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30 . Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus und spricht inzwischen von einer Pandemie.

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Getestet werden die Menschen, die typische Symptome aufzeigen und entweder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind oder Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Wer beispielsweise aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, aber keine Symptome zeigt, wird nicht getestet.

Das dann wahrscheinlich negativ ausfallende Testergebnis wäre nach Angaben des Landkreises Wolfenbüttel dann nämlich kein eindeutiges und würde eine falsche Sicherheit vortäuschen. Der getestete Mensch könnte wenige Tage später doch noch erkranken und dann entsprechend positiv getestet werden.

Coronavirus: Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Gibt es bestätigte Corona-Fälle in der Region?

19 Menschen in unserer Region erlagen mittlerweile dem Coronavirus. Zunächst meldete das niedersächsische Gesundheitsministerium, dass eine über 80 Jahre alte Frau in Wolfsburg gestorben sei. Bereits am 23. März teilte Stadtsprecher Thomas Helmke mit, dass in Wolfsburg ein Mensch an dem Coronavirus starb. Am Freitag (27. März) folgte die Meldung, dass acht weitere Todesfälle in Wolfsburg zu verzeichnen seien – alles Personen mit einer Infizierung im Alter zwischen 76 und 100 Jahren. Die Stadt Salzgitter wiederum musste am Freitag (27. März) auch den ersten Todesfall einer etwa 80 Jahre alten Frau bekannt geben. In Wolfsburg stiegt die Zahl der Corona-Toten am 30. März auf 18.

In der Region gibt es mehrere bestätigte Corona-Fälle. Die jeweils aktuellen Zahlen finden Sie in den jeweiligen lokalen FAQ-Artikeln:

Corona in Braunschweig- Alle Fakten auf einen Blick

Corona in Wolfsburg- Die Fakten auf einen Blick

Corona im Landkreis Wolfenbüttel- Die Fakten auf einen Blick

Corona in Gifhorn- Alle Fakten auf einen Blick

Corona in Salzgitter und Umland – Was Sie jetzt wissen müssen

Corona in Osterode- Ein Überblick über die Situation vor Ort

Corona im Landkreis Helmstedt- Alle Fakten auf einen Blick

Corona: Was passiert, wenn jemand gegen Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Es ist daher sehr wichtig, sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf den Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Welche Vorbereitungsmaßnahmen treffen die Städte und Landkreise in der Region?

In der letzten Februarwoche haben die Städte und Landkreise unserer Region Pressekonferenzen abgehalten, um die Menschen über die getroffenen Vorbereitungsmaßnahmen zu informieren.

In unserer Region spielen die Kommunen bereits Corona-Szenarien durch. Dazu zählt auch die erschwerte Behandlung von chronisch Kranken.

Auf die mögliche Ausbreitung des Corona-Virus sei die Stadt Braunschweig „so gut vorbereitet, wie es derzeit möglich ist“. Das berichtete Sozial- und Gesundheitsdezernentin Christine Arbogast am Freitag, 28. Februar, während einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand in Braunschweig. Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, berät täglich ein Krisenstab über die aktuelle Lage in der Stadt und etwaige Maßnahmen, um eine pandemische Ausbreitung des neuartigen grippeähnlichen Corona-Virus zu verhindern. Für den Erstkontakt bei Verdachtsfällen sind „mobile Einsatzteams “ unterwegs, Ärzte kommen per Corona-Mobil zu Patienten. Am Montag, 10. März, wurde in Braunschweig zudem ein Corona-Diagnostikzentrum eröffnet.

Zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus hat das Land Niedersachsen weitere Vorgaben erlassen. Diese setzt die Stadt Braunschweig laut Mitteilung (18. März) mit einer Allgemeinverfügung um. Betreibern von Hotels und vergleichbaren Einrichtungen ist es ab sofort untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen. Werkstätten für behinderte Menschen und vergleichbare Einrichtungen müssen ihren Betrieb grundsätzlich einstellen. Im dringenden öffentlichen Interesse dürfen Verkaufsstellen für den täglichen und gesundheitlichen Versorgungsbedarf im Stadtgebiet auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet werden. Dies sind die folgenden Verkaufsstellen: der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkäufer, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel.

Braunschweig verfügt Besuchsverbote für Kliniken und Pflegeheime

Auch im Landkreis Peine sind Vorbereitungen getroffen worden: Das Gesundheitsamt hat das Vorgehen im Fall der Fälle bereits mit dem Klinikum Peine sowie mit den niedergelassenen Ärzten abgestimmt. Und im Gesundheitsamt wurden inzwischen die Bestände von Schutzbekleidung, Desinfektionsmittel und weiteren medizinischen Materialien aufgefüllt. Der Landkreis Peine hat zudem auf seiner Internetseite generelle Informationen zu Coronaviren zusammengefasst. Am Montag, 9. März, folgte dann auch ein Corona-Testzentrum für den Kreis .

In Wolfenbüttel hat eine Schulklasse ihre Skifreizeit in Italien vorzeitig abgebrochen, weil in der Region in Tirol das Coronavirus ausgebrochen ist. Außerdem gab Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge am Donnerstag, 12. März, bekannt, dass der Landkreis Wolfenbüttel ein eigenes Corona-Testzentrum vorhält.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Corona-Virus bundes- und weltweit gibt es hier im Newsblog.

Stoppt VW wegen Corona die Produktion?

VW wird nach Angaben des Betriebsrats ab Freitag die Produktion in seinen Werken wegen des Corona-Ausbruchs stoppen. Das teilten die Arbeitnehmervertreter am Dienstagmorgen (17. März) mit.

VW-Vorstandschef Herbert Diess sagte, dass ein Herunterfahren der Werke erforderlich sei, um das Ausbreiten des Coronavirus einzudämmen. Es gehe nun vorrangig darum, die VW-Mitarbeiter und ihre Mitarbeiter zu schützen. Bei den Schließungen gehe es zunächst um Zeiträume von ein bis drei Wochen.

Schließen wegen des Coronavirus die Schule und die Kitas?

Ja, Niedersachsen schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie bleiben von Montag, 16. März, an dicht. Nach zwei Wochen außerplanmäßiger Schließung würden am 30. März nahtlos zwei Wochen Osterferien beginnen.

Corona- Wegen Kinderbetreuung krankschreiben lassen, ist verboten

Neben den Schulen werden auch die Kindertagesstätten in Niedersachsen wegen der Coronakrise geschlossen. Das sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Freitag (13. März) in Hannover.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) kämpft noch ums Abitur und weitere Abschlüsse für Schüler in Niedersachsen. „Ich möchte, dass alle Schüler die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen“, versicherte der Minister am Freitag (27. März). Abitur und weitere Prüfungen in der Sekundarstufe I sollen laut Tonne durch einen neuen „Fahrplan“ trotz der Corona-Krise gerettet werden. Doch ob das geht, entscheidet sich erst nach Ostern. Das Abitur soll nun laut Tonne drei Wochen später beginnen: am Montag, 11. Mai, mit den Arbeiten im Fach Geschichte. Als letztes Fach wäre am 30. Mai Latein dran.

Coronavirus- Schule geschlossen – das müssen Eltern wissen

Gibt es während der Corona-Krise in Kitas und Schulen eine Notfallbetreuung?

Auch in den Osterferien (30. März – 14. April) wird die Notbetreuung in niedersächsischen Kindertageseinrichtungen und Schulen vorgehalten, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag (20. März) mitgeteilt hat. Diese Notbetreuung sichert ab, das aufgrund der Corona-Krise besonders benötigten Berufsgruppen trotz geschlossener Einrichtungen die Wahrnehmung unverzichtbarer zentraler beruflicher Aufgaben ermöglicht wird. Hier finden Sie weitere Informationen.

Schließen wegen der Corona-Krise die Geschäfte?

In Braunschweig hatten am Montag, 16. März, einige Läden bereits geschlossen.

Zudem haben Bund und Länder neue Leitlinien für ein einheitliches Vorgehen zur Eindämmung der Corona-Krise vereinbart. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Coronavirus- Niedersachsen macht die Gastronomie dicht

Darf ich mich trotz des Coronavirus draußen noch frei bewegen?

Ja. Allerdings sind Versammlungen von mehr als zwei Personen, Angehörige desselben Haushalts ausgenommen, seit dem 28. März wegen der Corona-Krise verboten. Ebenso wie Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen.

Finden wegen des Corona-Virus Veranstaltungen in der Region statt?

Nein. Auch die Spiele von Eintracht Braunschweig finden nicht statt – zumindest zunächst. Bis mindestens zum 30. April setzt die 3. Liga ihre Spiele aus.

Die Spiele der Löwen Braunschweig in der Basketball Bundesliga sind ebenfalls mindestens bis 30. April ausgesetzt.

Die Saison in Deutschlands höchster Eishockey-Liga DEL ist dagegen komplett beendet. Wie die Grizzlys am 10. März mitteilen, wird es keine Playoffs und keinen Deutschen Meister geben .

Nunmehr sind Ansammlungen im Freien mit mehr als zwei Personen sind ebenso nicht mehr erlaubt.

Corona in Peine – Absagen und Schließungen im Überblick

Wie werden die Corona-Regeln durchgesetzt

Niedersachsens Innenminister Borius Pistorius (SPD) hat genug: Weil sich zu viele Menschen nicht von sich aus an die von der Landesregierung erlassenen Corona-Maßnahmen halten, sollen die Polizei und auch kommunale Ordnungskräfte die Regeln durchsetzen, veranlasste Pistorius am 19. März.

Und das gilt weiterhin: Im Kampf gegen die Corona-Krise sollen Polizeipräsenz und Kontrollen in Niedersachsen „unvermindert fortgesetzt“ werden. Das teilte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Sonntagabend (29. März) mit. „Das letzte Wochenende hat gezeigt, dass die breite Präsenz und die Kontrollen der Polizei wichtig und erforderlich sind, damit sich die Menschen an die aktuell geltenden Regeln halten“, so der Innenminister.

Pistorius- Corona-Kontrollen werden „unvermindert fortgesetzt“

Welche Anlaufstellen gibt es in der Region im Verdachtsfall auf Corona?

Allgemein gilt: Wer bei sich Symptome einer Erkrankung feststellt, sollte seinen Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren, aber nicht spontan in irgendein Krankenhaus fahren, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden.

Für die Einwohner Wolfsburgs gibt es zusätzlich eine Informationshotline. Wolfsburger, die befürchten vom Virus betroffen zu sein, können täglich zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer (05361) 282828 abklären, wie sich verhalten sollen. Die Angestellten gehen mit den Anrufern einen Fragenkatalog durch und verweisen sie je nach Ergebnis an den Hausarzt, das Gesundheitsamt oder das Klinikum. Die Hotline ist auch an den Wochenenden besetzt.

Im Landkreis Gifhorn hat das kostenlose Bürgertelefon im Corona-Verdachtsfall die Telefonnummer (0800) 8282444.

In Peine ist die Corona-Notfallnummer (05171) 401-7777. Mittlerweile hat der Landkreis das Bürgertelefon ausgeweitet.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung haben inzwischen in zahlreichen Landkreisen spezielle Testzentren ihre Arbeit aufgenommen. Dort, wo es noch keine solche Zentren gibt, seien mobile Testteams unterwegs, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) mit. Sie nehmen in begründeten Verdachtsfällen Abstriche von Patienten. Testzentren gibt es unter anderem in Braunschweig und in Peine.

Das Gesundheitsamt Wolfenbüttel empfiehlt für den Verdachtsfall: „Den Hausarzt oder Hausärztin anzurufen, aber zunächst nicht direkt in die Praxis zu gehen. Im Telefonat kann ein Untersuchungstermin beim Hausarzt vereinbart werden. Wenn die Hausärztin nicht erreichbar ist, etwa am Wochenende, sollte der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 angerufen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Klinikum anzurufen und den Fall schildern.“ Außerdem hat der Landkreis wegen des Corona-Virus ein Bürgertelefon geschaltet.

Die Stadt Braunschweig hat für allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus an das Gesundheitsamt ein Telefon eingerichtet. Dieses erreichen Sie unter der Nummer (0531) 4707000. Außerdem können sich Bürger außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte unter 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.

Die Helios-St.-Marienberg-Klinik Helmstedt bietet eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um das Coronavirus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist unter (0800) 8123456 erreichbar, wie die Helios-Kliniken GmbH mitteilt.

Bundesregierung richtet Corona-Hotline ein
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Sind die Krankenhäuser der Region auf Corona-Patienten vorbereitet?

Wie Prof. Wilfried Bautsch, Chefarzt für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene am Städtischen Klinikum in Braunschweig, erläutert, verfügt das Braunschweiger Klinikum über zehn Betten, die sich im Fall von Corona-Erkrankungen zur Isolierung Betroffener nach den RKI-Empfehlungen eigneten.

Bei Verdachtsfällen ist aktuell folgendes Vorgehen vorgesehen: Der Patient wird im Krankenhaus behandelt und isoliert. Das Gesundheitsamt klärt, zu wem der Patient Kontakt hatte. Treten bei Kontaktpersonen Symptome auf, müssen sich diese beim Gesundheitsamt melden und werden automatisch als krankheitsverdächtig eingestuft und getestet.

Im Klinikum Wolfsburg gilt seit dem 29. März: Ab sofort sind keine Besuche mehr erlaubt (auch nicht die bisherigen Ausnahmen). Es werden keine neuen Patienten aufgenommen. Sie werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Das gesamte Klinikumspersonal arbeitet ab sofort im Vollschutz. Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt. Es werden weitere Tests auf Infektionen veranlasst.

Auch das Helios-Klinikum in Gifhorn ist vorbereitet, denn der erkrankte Mann aus Eltze hätte ja auch Kontakt zu Menschen aus der Samtgemeinde Meinersen haben können. Das Klinikteam ist nach eigenen Angaben gut vorbereitet – eine Taskforce ist eingerichtet worden .

Unter anderem wegen des Todes mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Pflegebedürftiger in Wolfsburg hat das Land Niedersachsen am 30. März einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet.

Wie sollen sich die Menschen in der Region jetzt verhalten?

Es gibt keinen Grund zur Besorgnis – da sind sich alle Experten einig. Es bleibe bei den allgemeinen Verhaltensregeln wie regelmäßiges Lüften, häufigeres Händewaschen sowie Husten und Niesen in die Armbeuge.

Auch Unternehmen ist die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt empfohlen: Falls es etwa zu vermehrten Corona-Fällen in einem Unternehmen komme, müsste sich der betroffene Betrieb überlegen, wie er seine Produktion aufrechterhält.

Müssen Lebensmittel und Medikamente auf Vorrat gekauft werden?

Viele Menschen haben in unserer Region damit begonnen, auf Vorrat Lebensmittel und Medikamente zu kaufen.

In Wolfenbüttel, Braunschweig und Wolfsburg etwa gab es bereits Ende Februar kaum noch Mundschutze und Desinfektionsmittel mehr zu kaufen. Die Regale in Drogerien und Apotheken waren leergefegt.

Experten sehen keine Notwendigkeit für dieses Verhalten. Bereits Anfang Februar gab es keine Atemmasken mehr in Wolfenbüttel zu kaufen. Auch die Supermärkte im Kreis Wolfenbüttel wurden leer gekauft. Diese böten außerdem keinen 100-prozentigen Schutz vor dem Coronavirus, so Experten. Das sicherste sei, im Verdachtsfall einen Arzt zu kontaktieren und zu Hause zu bleiben, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden.

In Braunschweig gab es Anfang März in Supermärkten bereits Engpässe bei Hygieneartikeln und haltbaren Lebensmitteln.

Auch in Wolfsburg lassen sich Hamsterkäufe beobachten.

Gibt es Auswirkungen des Coronavirus für die regionale Wirtschaft?

Durch Handelsbeziehungen mit China spürt die Wirtschaft in unserer Region erste Auswirkungen durch das Coronavirus.

Niedersachsen schnürt Milliardenpaket gegen Corona-Folgen

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands (AGV) Region Braunschweig, Florian Bernschneider, berichtete: In Branchen, die auf Zulieferteile aus China angewiesen sind, würden Reserven und alternative Zulieferwege knapp. „Im Bereich von Elektronik und Halbleitertechnik, bestimmten Textil- und Kunststoffprodukten klagen unsere Mitglieder vermehrt über eine Zuspitzung und drohende Produktionsausfälle.“ Im Großhandel könnten einzelne Produktgruppen bereits jetzt nicht mehr an Kunden ausgeliefert werden. Auch der Export leide darunter.

An den drei chinesischen Standorten des Wolfsburger Logistikdienstleisters und Zulieferers Schnellecke laufen die Prozesse langsam wieder an, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage berichtete. Nach dem chinesischen Neujahrsfest seien auch die VW-Betriebe bis zu zwei Wochen geschlossen gewesen.

Laut VW sanken die weltweiten Auslieferungen während des zurückliegenden Monats im Vorjahresvergleich um 24,6 Prozent. Hauptgrund sein das Coronavirus. Im wichtigsten Einzelmarkt China stürzten sie um 74,0 Prozent.

Wie kann man sich gegen das Corona-Virus schützen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

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Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Deshalb gilt als beste Schutzmaßnahme: regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Körperkontakt und Händeschütteln sollte vermieden werden. Wer grippeähnliche Symptome hat, sollte zu Hause bleiben und einen Arzt kontaktieren. Es gilt – wie auch bei der Grippe – die Husten- und Niesetikette.

Wie berichtet die Tageszeitung über Corona?

Das schreibt Chefredakteur Armin Maus zu unseren Richtlinien zur Corona-Berichterstattung: Wie sollten Journalisten mit Corona umgehen? Berichten wir auch in dieser Zeitung zu wenig, zu viel oder gerade richtig? Die Meinungen gehen auseinander. Unser Anspruch muss sein, belastbare Informationen zu liefern, auf Übertreibungen zu verzichten, Fakten sorgfältig einzuordnen und Hintergründe zu beleuchten. Eines können wir nicht: Das Interesse unserer Leserinnen und Leser ignorieren und das Thema künstlich „niedrig hängen“. Die Online-Zugriffe auf unsere Berichterstattung zu aktuellen Corona Entwicklungen liegen bei einem Vielfachen der Werte, die andere wichtige Themen erreichen.

Dürfen wir für diese Informationen Geld verlangen? Auch diese Frage wird heiß diskutiert. Müssen bei einem so wichtigen Thema die News nicht frei zugänglich sein? Abonnenten unserer gedruckten Zeitung und unseres E-Papers führen diese Debatte nicht. Sie bezahlen uns Monat für Monat für unsere Arbeit, weil sie wissen, dass unabhängiger Qualitätsjournalismus nur auf dieser Basis möglich ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben uns verständigt, die Grundversorgung mit den Informationen zur Corona-Epidemie im Internet gratis zur Verfügung zu stellen. Das entspricht unserer Verantwortung für das Gemeinwohl.

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