Prognose: 1000 Hausärzte fehlen Niedersachsen bis 2030

Hannover.  Die Kassenärztlichen Vereinigung hat eine Reihen von Maßnahmen auf die Beine gestellt. Unter anderem werden Medizin-Studenten gefördert.

Gerade in ländlichen Bereichen droht ein Hausärzte-Mangel (Symbolbild).

Gerade in ländlichen Bereichen droht ein Hausärzte-Mangel (Symbolbild).

Foto: Benjamin Ulmer / dpa

In Niedersachsen könnten einer Prognose der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) zufolge in zehn Jahren rund 1000 Hausärzte fehlen – vor allem auf dem Land. „So weit wollen und dürfen wir es nicht kommen lassen“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann am Donnerstag.

Die SPD-Politikerin warb daher für die Einführung einer Landarztquote. Das Land könne bis zu zehn Prozent der Medizinstudienplätze an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach Studium und Weiterbildung in unterversorgten Regionen im ländlichen Raum zu arbeiten. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben eine entsprechende Quote laut Ministerium bereits eingeführt.

Medizin-Studenten werden in Niedersachsen gefördert

Als Antwort auf den drohenden Ärztemangel bieten das Land und die KVN schon jetzt eine Reihe von Maßnahmen an. So werden Studierende mit 400 Euro monatlich gefördert, wenn sie zusagen, sich nach dem Studium in Allgemeinmedizin weiterzubilden und dann im ländlichen Raum Niedersachsens zu arbeiten.

Praxisübernahmen werden bezuschusst

Die Gründung oder Übernahme einer ärztlichen Niederlassung wird über die KVN mit bis zu 60.000 Euro gefördert – in Regionen, in denen eine Unterversorgung droht, sogar mit bis zu 70.000 Euro.

Studierende, die ein Praktisches Jahr in einer niedersächsischen Hausarztpraxis absolvieren, können bis zu 2400 Euro Förderung für das Jahr bekommen. dpa

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