Linke fordern Gesamtplan für das Atommüll-Lager Asse

Braunschweig.  Der „Masterplan“ zur Bergung des Atommülls sollte bis Ende des Jahres vorliegen. Daraus wird nichts. Am Mittwoch soll sich das Umweltministerium erklären.

Vor Containern mit radioaktiver Lauge hängt in der Schachtanlage Asse ein Warnschild mit der Aufschrift „Radioaktiv“. Der angekündigte Gesamtplan zur Bergung des Atommülls lässt auf sich warten.

Vor Containern mit radioaktiver Lauge hängt in der Schachtanlage Asse ein Warnschild mit der Aufschrift „Radioaktiv“. Der angekündigte Gesamtplan zur Bergung des Atommülls lässt auf sich warten.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Die Linken-Bundestagsfraktion lässt beim maroden Atommüll-Lager Asse nicht locker. Sie fordert vom Bundesumweltministerium Klarheit in Sachen Rückholung der Atomabfälle. Hintergrund: Bis Ende 2019 wollte der Betreiber, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), einen „Masterplan“ für die Rückholung vorlegen. Das ist bis jetzt noch nicht geschehen und wird bis Ende des Jahres wohl auch nichts mehr werden.

„Weil die BGE wieder einmal nicht Wort hält, fordere ich jetzt Aufklärung, warum es in Sachen Rückholung der Atomabfälle in der Asse nicht vorangeht“, verlangte Hubertus Zdebel, Atom-Experte der Linken-Bundestagsfraktion. Zdebel hat für die Sitzung des Bundestags-Umweltausschusses am Mittwoch einen Bericht vom Ministerium angefordert. Victor Perli (Linke), Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel, ergänzte: „Seit fast 10 Jahren steht die Rückholung auf der Agenda. Passiert ist seitdem aber viel zu wenig.“

Steffen Kanitz, Mitglied der BGE-Geschäftsführung, sagte unserer Zeitung auf Anfrage: „Eine umfängliche Skizze für die Rückholung vorzulegen, ist nicht trivial. Das hat es weltweit so noch nie gegeben.“ Einen Zeitpunkt konnte er nicht nennen. Der Bundesrechnungshof hatte zuletzt gerügt, dass die Rückholarbeiten nur schleppend vorankommen.

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