Kulturhauptstadt 2025: Noch fünf von acht Bewerbern dabei

Berlin.  Hannover und Hildesheim haben es eine Runde weiter geschafft – sie sind auf der Shortlist für den Titel „Kulturhauptstadt 2025“.

Das Rathaus auf dem Markt leuchtet im Licht der Sonne. Acht deutsche Städte wollten es am 11. Dezember auf die Shortlist für die europäische Kulturhauptstadt 2025 schaffen, darunter auch Hildesheim und Hannover.

Das Rathaus auf dem Markt leuchtet im Licht der Sonne. Acht deutsche Städte wollten es am 11. Dezember auf die Shortlist für die europäische Kulturhauptstadt 2025 schaffen, darunter auch Hildesheim und Hannover.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Hannover und Hildesheim können sich weiterhin Hoffnung auf den Titel einer Europäischen Kulturhauptstadt 2025 machen. Außerdem schafften es noch Chemnitz, Magdeburg und Nürnberg im Auswahlverfahren auf die Shortlist. Ausgeschieden sind dagegen Dresden, Gera und Zittau, wie die Jury am Donnerstag in Berlin mitteilte. Im Herbst 2020 soll dann die Stadt bestimmt werden, die für Deutschland im Jahr 2025 eine der beiden Kulturhauptstädte Europas sein soll. Die zweite Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay jubelte beim Public Viewing im Neuen Rathaus: „Wir haben alles gegeben und sind mit unserer sehr eigenen, mutig-kreativen Bewerbung bewusst ins Risiko gegangen: Nur wer Neues wagt, kann Neues entstehen lassen“, sagte der Grünen-Politiker. Hannover hatte die Bewerbungsunterlagen in Form eines Romans eingereicht.

Livestream auf dem Hildesheimer Marktplatz

In Hildesheim wurde die Jury-Entscheidung per Livestream auf den Marktplatz übertragen. „Das Ergebnis ist ein unglaublicher Erfolg – für Hildesheim und die Region. Ich freue mich sehr und bin stolz auf das, was wir erreicht haben“, sagte Oberbürgermeister Ingo Meyer.

Die niedersächsische Landesregierung wird die weitere Ausarbeitung einer Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 mit insgesamt 500 000 Euro unterstützen. Weil beide Städte weiter im Rennen sind, müssen sich Hannover und Hildesheim diese Summe nun teilen. Sollte eine den Titel gewinnen, wird das Land bis zu 25 Millionen Euro bereitstellen.

Kulturminister Björn Thümler ist stolz auf Region

Kulturminister Björn Thümler (CDU) sagte: „Ich bin stolz darauf, dass beide niedersächsischen Städte es geschafft haben, die kulturellen Stärken ihrer Stadt und ihrer Region überzeugend herauszuarbeiten. Das zeigt die die Reichhaltigkeit der Kulturszene im Land.“

Jüngste europäische Kulturhauptstadt aus Deutschland war Essen mit dem Ruhrgebiet (2010). Ausgezeichnet wurden davor auch schon Weimar (1999) und West-Berlin (1988). In diesem Jahr können sich das italienische Matera und das bulgarische Plowdiw mit dem Titel schmücken, für nächstes Jahr bereiten sich Rijeka in Kroatien und Galway in Irland vor.dpa

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