Bauern-Protest: Über 300 Trecker der Region rollen nach Hannover

Braunschweig.  Es kann zu Verkehrsbehinderunegn kommen. Die Traktoren fahren auch durch Braunschweig und ab Gifhorn.

Aus unserer Region machten sich jede Menge Landwirte auf den Weg nach Hannover.

Aus unserer Region machten sich jede Menge Landwirte auf den Weg nach Hannover.

Foto: Rudolf Karliczek

Aufgrund der Bewegung „Land schafft Verbindung“ bewegten sich am Dienstag laut Polizei rund 2000 Traktoren auf Hannover zu – auch aus dem Braunschweiger Raum. Während der An- und Abreise kann es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen, wie die Polizei mitteilt.

Trecker brachen am frühen Morgen auf

Am Dienstagmorgen, gegen 6.30 Uhr, startete einer der Traktoren-Konvois in Cremlingen/Destedt , der über die B1 durch Braunschweig fuhr. Wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilt, haben sich 67 Trecker in Destedt auf den Weg gemacht. Gegen 7.30 Uhr haben sie demnach die Braunschweiger Stadtgrenze passiert. Die geplante Route verlief über die Helmstedter Straße zum Altewiekring, über den Rebenring weiter bis zum Rudolfplatz. Von dort fuhren die Landwirte weiter über die Hildesheimer und Hannoversche Straße, bis sie Braunschweig in Richtung Vechelde verließen.

Trecker-Konvoi startet in Gifhorn
Trecker-Konvoi startet in Gifhorn

200 Traktoren aus Gifhorn unterwegs

Auch Gifhorns Landwirte haben sich am Dienstagmorgen auf die Reise in die Landeshauptstadt gemacht. Mehr als 200 Traktoren starteten gegen 7 Uhr am Mühlenmuseum gen Hannover zum Protest gegen das Agrarpaket des Bundes.

Um 7 Uhr setzt sich der Tross der Fahrzeuge unter Polizeischutz in Bewegung – es wird laut, nicht nur durch die PS-starken Dieselmotoren: Die Landwirte drücken auch kräftig auf die Hupe. Fünf Kilometer lang dürfte der Korso werden, vermutet Marcel Kröger aus Müden bei seiner Ansprache über das Megafon. Die B 188 ist bei Durchfahrt am Christinenstift erst mal für zehn Minuten gesperrt.

„Düngeverordnung durchsetzen – aber nicht mit der Brechstange“

Aus Salzgitter machten sich über 150 Traktoren auf den Weg nach Hannover. Bevor die Landwirte losrollen konnten, bat die Polizei noch zu einer Einsatzbesprechung. „Wir fordern, dass Maßnahmen wie die Düngeverordnung durchgesetzt werden – aber nicht mit der Brechstange, sondern angepasst an die Betriebe“, nennt Arne Köhne, einer der Organisatoren des Konvois, eine der Forderungen, denen die Landwirte mit ihrem Protest Ausdruck verleihen wollen. Der Tross findet sich um 11 Uhr am Bahnhof in Hannover ein, um Flyer zu verteilen und zu demonstrieren. Ziel dieser Aktion sei es, direkt mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen, heißt es in einer Mitteilung.

Wolfsburger Bauern bei der Trecker-Demo
Wolfsburger Bauern bei der Trecker-Demo

Quer durch Braunschweig über den Kreis Peine nach Hannover

Gegen 9.30 Uhr sollen die Traktoren in Hannover ankommen. Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in und um Hannover. Wenn die Landwirte am Nachmittag wieder zurückfahren, ist ebenso mit zum Teil erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Polizei wird die Trecker auf ihrer Strecke begleiten.

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