Jeder neunte Jugendliche konsumiert illegale Drogen

Hannover  In Niedersachsen werden immer mehr junge Menschen aufgrund von Drogenmissbrauch ins Krankenhaus eingewiesen.

 Die Zahl der in Niedersachsen wegen Cannabis behandelten Patienten hat sich  verdreifacht.

Die Zahl der in Niedersachsen wegen Cannabis behandelten Patienten hat sich verdreifacht.

Foto:  Torsten Leukert/Archiv

Jeder neunte Jugendliche in Niedersachsen konsumiert in riskanter Weise illegale Drogen. Bereits mit elf Jahren fangen niedersächsische Jugendliche das Rauchen an und machen mit 14 erste Cannabiserfahrungen. Dies teilte die Techniker Krankenkasse (TK) anlässlich des Weltdrogentages mit.

Die TK bezieht sich auf Daten des Statistischen Bundesamtes und auf die Suchtstudie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen.

Demnach hat sich die Zahl der in Niedersachsen wegen Cannabis behandelten Patienten zwischen den Jahren 2000 und 2011 verdreifacht. 687 Niedersachsen wurden 2011 wegen psychischer Störungen und Verhaltensstörungen, verursacht durch Cannabinoide, in einer Klinik behandelt. Im Jahr 2000 waren es noch 231. Cannabis ist die gebräuchlichste Substanz unter den illegalen Suchtmitteln.

Vor allem betroffen sind Jugendliche. 204 junge Menschen unter 20 Jahren mussten 2011 in Niedersachsen wegen Cannabiskonsums in ein Krankenhaus. Damit ist die Zahl der Klinikeinweisungen unter jungen Kiffern zwischen 2010 und 2011 um fast 13 Prozent gestiegen.

Doch auch übermäßiger Alkoholkonsum bleibt bei Jugendlichen ein Problem. 2011 entfielen über 2.823 Klinikaufenthalte in Niedersachsen bei der Altersgruppe der unter 20-Jährigen auf den übermäßigen Konsum von Alkohol. Damit hat sich die Zahl der Fälle in den letzten elf Jahren mehr als verdoppelt. Von 2010 auf 2011 ist jedoch die Zahl der durch Alkohol eingewiesenen Jugendlichen um vier Prozent gesunken.

Regelmäßiges Kiffen und regelmäßiger Alkoholkonsum kann zu Abhängigkeit führen. Cannabis vermindert nicht nur die kognitiven Leistungen, sondern führt ebenso zu Gedächtnisverlust und erhöht das Risiko an Krebserkrankungen im Bereich der Atemwege. Alkoholkonsum beeinträchtigt bei fortgesetztem Genuss vor allem die Funktion der Leber und die Gefahr an Krebs zu erkranken steigt.

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