Kommentar

Erneute Unruhe schadet dem Neuaufbau

„In jedem Fall Ruhe bewahren statt meckern!“

Den Grizzlys droht im Fall von zwei Niederlagen am Wochenende ein neuer Negativ-Rekord. Sieben DEL-Pleiten in Folge haben sie noch nie erleiden müssen. Bereits vor den Auftritten in München und gegen Bremerhaven wetzen im Umfeld und Fanlager einige die Messer, die schon bei Pat Cortinas Verpflichtung als neuer Trainer an der Wahl herumgemäkelt hatten. Doch denjenigen sei gesagt: Jetzt schon eine Trainerdiskussion zu entfachen, löst das Problem nicht. Im Vergleich zur vergangenen Saison sind die Grizzlys besser. Was fehlt, sind Ideen und Abstimmung in der Offensive, vielleicht auch aufgrund fehlenden Selbstvertrauens bei den Spielern, die 2018/19 die Talfahrt mitgemacht hatten. Noch nie trat ein neuer Grizzlys-Trainer mit der Bürde an, ein zur Hälfte monatelang verunsichert gewesenes Team nach einer miserablen Spielzeit im Sommer neu aufbauen zu müssen. Das erfordert nicht nur taktische, sondern auch psychologische Arbeit. Und Zeit. Zwei oder drei nicht erfolgreiche Wochen dürfen nicht schon zu erneuter Unruhe führen. München (vier Grizzlys-Pleiten in Folge) und Bremerhaven (nur ein Grizzlys-Sieg aus den jüngsten fünf Duellen) gehörten zuletzt zudem nicht zu Wolfsburgs Lieblingsgegnern. Mein Appell: In jedem Fall Ruhe bewahren statt meckern! Denn klar ist auch: Die Grizzlys 2019 sind kein Topfavorit, der jeden aus der Halle schießen muss.

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