„Tempo 130 kaum zu kontrollieren“

Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei trägt auf der Autobahn 661 bei Frankfurt ein Schild zur Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern.

Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei trägt auf der Autobahn 661 bei Frankfurt ein Schild zur Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern.

Foto: Marius Becker / dpa

Zum Leserbrief „Volksentscheid übers Tempolimit“ vom 19. Oktober:

Viele Menschen wollen ein Tempolimit und sind über die Große Koalition verärgert. Wenn die Grünen ein Tempolimit von 130 km/h fordern, dann müssen sie auch sagen, wie es durchgesetzt werden kann. Was eine Geschwindigkeitsbegrenzung bedeutet, kann man auf der A391 gut sehen. Manche Autofahrer halten sich an die Begrenzung, die meisten aber kümmern sich einen Dreck um die 80 km/h auf der Strecke. So wird es bei einer Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen auch werden. Da man die Beschränkungen nicht kontrollieren kann, sollte man so eine Verordnung erst gar nicht herausbringen.

Eckhard Burgemeister,
Braunschweig

Freie Fahrt geht über freies Atmen

Ebenfalls zum Tempolimit:

Die Mehrheit der Abgeordneten des deutschen Bundestages hat den Antrag dieser Öko-Fantasten zu einem Tempolimit abgelehnt. Schließlich sind wir das Autoland Nummer eins auf der Welt, und das soll auch so bleiben. Niemand baut so gute und schnelle Autos wie wir.

Man stelle sich dieses Szenario vor: Freie Bürger schleichen in gigantischen Staus über deutsche Autobahnen, die doch in weiser Voraussicht schon in den 30er Jahren als Highspeed-Trassen gebaut wurden.

Die Folge dieses Chaos’ wird sein, dass die Deutschen keine Autos mehr kaufen und womöglich aufs Fahrrad umsteigen. So gehen Millionen Arbeitsplätze verloren, bei Autobauern und Zulieferern, bei der Polizei und natürlich auch im Bestattungswesen, da die Unfallzahlen dann ungewollt und dramatisch sinken werden. Und warum das alles? Wegen des sogenannten Klimawandels? Freie Fahrt für freie Bürger geht schließlich über freies Atmen.

Helmut Priedigkeit,
Braunschweig

Klar erwiesen: Tiere sind nicht nutzlos

Zum Leserbrief „Wieviel CO2 verbrauchen Hunde?“ vom 19. Oktober:

Nicht nur der Leserbrief von Herr Maushake ist eine Frechheit, sondern dass diese Meinung überhaupt in dieser Zeitung veröffentlicht wird. Es ist ganz klar erwiesen, dass Tiere nicht nutzlos sind, etwa als Blinden-, Lawinen- oder Drogenspürhunde. Auch in der Pflege kommen Tiere zum Einsatz!

Das einzige, was nutzlos ist, sind Kriege, und die werden von Menschen verübt. Einfach mal darüber nachdenken!

Rüdiger Kerst, Wolfenbüttel

Wo war Deutschland im Kampf gegen IS?

Zum Leserbrief „Vasallen einer treulosen Vormacht“ vom
21. Oktober:

Es ist ziemlich leicht, den USA die Schuld zuzuschieben. Wo waren denn Deutschland, Frankreich oder andere Staaten im Kampf gegen den IS? Einzig die USA haben effektive Hilfe für die Kurden geleistet.

Hieße der Präsident nicht Trump, wären die Amerikaner immer noch dort, selbst seine eigene Partei kritisierte deutlich den Rückzug. Was man von den Europäern nicht behaupten kann, vielmehr halten die der Türkei für die Invasion den Rücken frei, während die USA wenigstens mit Sanktionen drohen und nicht scheuen, diese auch einzusetzen. Was halt ein Trump noch zu retten versucht, nachdem von allen Seiten nur auf ihn eingedroschen wurde.

Aber wer kritisierte seine Entscheidung nicht? Die EU, man will es sich ja mit der Türkei nicht verscherzen. Wenn einer die Kurden im Stich gelassen hat, beziehungsweise eine Mitverantwortung für ein Wiedererstarken des IS trägt, dann wohl vielmehr Europa.

Benedikt Röhl, Wolfsburg

Erneuerbare sind nicht Schuld am Strompreis

Zu „Niedersachsen zahlen
251 Euro mehr für Strom als vor zehn Jahren“ vom 17. Oktober:

Im Artikel und besonders im darauf folgenden Leserbrief vom
18. Oktober klingt der Vorwurf durch, die erneuerbaren Energien wären Schuld an steigenden Strompreisen für die Verbraucher.

Ganz abgesehen davon, dass wir uns aus Umweltgründen möglichst bald von fossilen Energien und Atomkraft lösen müssen, ist die Aussage der „teuren“ Erneuerbaren schlicht falsch.

Eine Studie hat gezeigt, dass unsere gesamte Stromversorgung allein von 2011 bis 2013 ohne die Erneuerbaren um 30 Milliarden Euro teurer gewesen wäre.

Das Problem liegt im Rechenmodell und in den Ausnahmen. Die EEG-Umlage gleicht beim Netzbetreiber die Differenz zwischen Börsenstrompreis und Einspeisevergütung aus. Da der Börsenstrompreis durch die Erneuerbaren inzwischen deutlich gesunken ist, steigt die EEG-Umlage. Die gesunkenen Preise werden aber oft nicht an die Endverbraucher weitergegeben. Von den niedrigen Börsenstrompreisen profitiert nur die Industrie, besonders die stromintensiven Betriebe, die zusätzlich von der EEG-Umlage befreit sind.

Uwe Meyer, Wolfenbüttel

Verbale Ausscheidungen

Zum Artikel „CDU bleibt Demo gegen AfD-Parteitag fern“ vom 19. Oktober:

Proteste und Demonstrationen gegen den Parteitag der AfD halte ich für falsch. Damit wird dieser Partei doch nur eine breite Publicity eingeräumt. Alle Medien, voran diese Zeitung, sollten sich einig sein und auf eine ausführliche Berichterstattung verzichten, die verbalen Ausscheidungen der führenden AfD-Leute ignorieren und ihnen keine Gelegenheit geben, eine öffentliche Tribüne zu finden. Auch die politischen Gegner der AfD sollten sich mit Protestdemonstrationen zurückhalten, damit es nicht zu Zusammenstößen kommt.

Fritz Opitz, Braunschweig

Das soll sexy sein?

Zu „Donnerstag kommt der neue Golf – er bleibt der Ernährer der Region“ vom 21. Oktober:

Ein durch und durch durchdigitalisiertes Auto, das seine Benutzer und Eigentümer voll durchleuchtet und so völlig entblößt! Das soll sexy sein? Wer fällt denn darauf rein?

Johanna Weber,

Braunschweig

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