„Noch ist gegen Jackson nichts bewiesen“

US-Popstar Michael Jackson bei seinem Auftritt im September 1992 im Ostberliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion (Archivbild).

US-Popstar Michael Jackson bei seinem Auftritt im September 1992 im Ostberliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion (Archivbild).

Foto: Bernd Settnik / dpa

Zu „Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson spalten Fans“ vom 9. März:

Ein Zwiespalt zwischen Person und Musik liegt nicht nur bei der Pop-Ikone Michael Jackson vor. Auch Richard Wagners Haltung den Juden gegenüber ist kein Geheimnis. Unter anderem traute er diesen „Fremdartigen“, wie er sie nannte, keine Kreativität zu und bezeichnete sie schon mal als „künstlerisch impotent“. Nichtsdestotrotz: Die Musik des Komponisten ist über alle Zweifel erhaben. Seine Opern werden nach wie vor einem großen Publikum aufgeführt. Doch im Rahmen eines Gesprächs über diesen Komponisten wurde mir auch schon erklärt: „Wagner-Musik höre ich aus Prinzip nicht. Der war Anti-Semit.“ Während Wagner kundtat, was er dachte, handelt es sich beim Umgang des „King of Pop“ mit Kindern – bislang und immer noch – um einen Verdacht. Aber wie sagten schon die alten Lateiner: Semper aliquid haeret. Wie Recht sie hatten; Irgendetwas bleibt immer hängen.

Eyke Isensee, Wolfenbüttel

Zur Debatte um die „Fridays for Future“:

Den demonstrierenden Schülern wird Faulheit vorgeworfen, sie wollten nur die Schule schwänzen. Wenn sie es ernst meinten, könnten sie ja nach Schulschluss demonstrieren, es besteht ja Schulpflicht. Wenn Arbeitnehmer für mehr Geld streiken, das dann nur einer begrenzten Personenzahl zugute kommt, dürfen sie den gesamten Bahn- oder Flugverkehr lahmlegen und das ist legal. Wenn Schüler für die Zukunft von uns allen auf die Straße gehen und dabei niemanden schädigen, soll das illegal sein? Geld ist also wichtiger als Zukunft.

Uwe Meyer, Wolfenbüttel

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