„Die Nachricht über den VW-Bonus schürt nur Neid“

Bernd Osterloh und Daniela Cavallo verteilen die „Mitbestimmen“. Auf der Titelseite: die Höhe der Jahresprämie.

Bernd Osterloh und Daniela Cavallo verteilen die „Mitbestimmen“. Auf der Titelseite: die Höhe der Jahresprämie.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Zu „4750 Euro - VW-Belegschaft erhält höchsten Bonus seit ,Dieselgate’“ vom 6. März:

Ich verstehe nicht, warum diese Nachricht in der Zeitung stehen muss – noch dazu mit so einer reißerischen Überschrift wie am Mittwoch. Das alles schürt unnütz Neid, Missgunst und Hass in unserer Bevölkerung. Ich bin oder war kein Mitarbeiter bei Volkswagen und ich freue mich für die Personen, die eine Bonuszahlung erhalten.

Horst Heinemann, Braunschweig

Ebenfalls dazu:

Ich möchte keine neue Neiddebatte lostreten. Gegönnt sei jedem eine Erfolgsprämie, wenn es denn eine ist. Aber ganz unkommentiert möchte ich den Beitrag nicht lassen. Die Leistung der Kollegen bei VW möchte ich nicht abwerten, aber es sind die Kunden, die trotz der bisherigen Skandale und Skandälchen der Marke treu bleiben und einen Volkswagen kaufen. Diese bügeln die Fehler aus. Persönlich bin ich seit den sechziger Jahren Kunde eines großen VW-Hauses hier Braunschweig und warte auf meinen Anteil am Erfolg. Leider vergebens. Ganz im Gegenteil, man wird nicht nur beim Dieselskandal in Deutschland im Regen stehen gelassen.

Abschließend wird mir Herr Osterloh sicher noch die Frage erlauben, was der Kollege bei VW anders macht als etwa ein „Schrauber“ in meiner Werkstatt? Beide bringen sicher ihre beste Arbeitsleistung in die Firma ein. Muss sich der Kollege in meiner Werkstatt nicht als „Metaller“ zweiter Klasse fühlen?

Peter Bayer, Braunschweig

Zu den Leserbriefen zur Übertragung des Schoduvel vom 6. März:

Mit Amüsement habe ich am Mittwoch die köstlichen Leserbriefe zur angeblich blamablen Übertragung des Schoduvel im NDR gelesen. Mit uneingeschränkter Wucht wird hier auf die beiden neuen Kommentatoren eingeschlagen. Das haben sie so in dieser Form nicht verdient.

Natürlich hatten sie auch nicht zu übersehende Defizite bei der geografischen Einordnung einiger Orte. Und der alte Karnevalshaudegen Bernd Ratayczak, der immer wunderbar moderiert hat, ist nun mal nicht sofort zu ersetzen. Bitte haben Sie etwas mehr Toleranz und hauen Sie nicht als Chefankläger und Moralist auf das neu gebildete Team ein. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass sich unser Braunschweiger Stadionsprecher Stefan Lindstedt bei seiner Premiere trotz seines dicken Aktenordners recht schwer getan hat. Aber, er hat sich bemüht und durchgekämpft.

Rolf Wagner, Braunschweig

Zum selben Thema:

Ich war sehr erschüttert über die Kritik über unseren neuen Moderator Stefan Lindstedt. Es war sein erster Auftritt für ein Publikum, das wohl durch den NDR in Millionen Haushalte ging. Unser in den wohlverdienten Ruhestand getretene Bernd Ratayczak hatte nach 22 Jahren natürlich sehr viele Informationen im Kopf. Stefan Lindstedt muss sich alles erstmal ansaugen und dann verarbeiten und präsentieren. Dafür schon Hochachtung. Im kalten Wasser ist es nicht leicht, auch wenn man ein guter Schwimmer ist.

Jörg Warneke, Braunschweig

Auch dazu:

Die negativen Leserbriefe haben mich insofern verwundert, als das Stefan Lindstedt für seine Kommentierung so niedergemacht wird. Hier sollte berücksichtigt werden, dass Herr Lindstedt zum ersten Mal so eine Fernsehsendung kommentiert hat und ihm die Zurückhaltung anzumerken war. Bisher waren als Co-Kommentator immer Personen tätig, die ein großes Wissen über den Karneval hatten und aus den drei großen Braunschweiger Karnevalsgesellschaften kamen. Herrn Lindstedt sollte eine Einarbeitungszeit gewährt werden.

Klaus-Peter Förste, Braunschweig

Zu „Brinkhaus: Muslim als Kanzler vorstellbar“ vom 7. März:

CDU-Fraktionschef Brinkhaus kann sich um 2030 einen Moslem als Kanzler oder Kanzlerin vorstellen. Natürlich für seine Partei. Nur wohin dann mit dem „C“ im Parteinamen? Nur noch „DU“? Oder „CMDU“? Und was sagt die Schwesterpartei „CSU“ dazu? Und was die Katholische Kirche? Na ja, die haben derzeit andere Sorgen.

Wolfgang Klokowski, Salzgitter

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