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Sechs Autoren haben auf unserer Regionsseite eine eigene Kolumne: Susanne Jasper, Jacqueline Carewicz, Birte Reboll, Harald Likus, Thomas Parr und Philipp Engel.

Einziger Haken bin ich

“Nicht dass es mir an Liebe und Fürsorge fehlen würde. Eher im Gegenteil.“

Wolltest du nicht längst schon einen Hund gehabt haben?“ Mit dieser Frage hätte ich rechnen müssen. Wäge ich doch schon seit Jahren das Für und Wider ab, behellige nicht nur diese Freundin mit meinen Pro-und-Kontra-Listen und komme dann nach meinerseits freundschaftsstrapazierend monothematisch geführten Spaziergängen zu der gut durchmarschierten Erkenntnis, dass es verzwickt ist. Was spricht also noch dagegen? Eigentlich nichts. Außer das Klischee, dass nach dem Auszug des letzten Kindes ein Hund kommt. So what, mit dieser Keule könnte ich leben. Der einzige Haken . . . bin ich. Ich bin nicht für den Hund gemacht. Nicht dass es mir an Liebe und Fürsorge fehlen würde. Eher im Gegenteil. Wenn ich mit einem mir sehr zugetanen Hund ausleihweise um die Häuser ziehe und sein Erzfeind in Witterungsnähe ist, würde ich mich am liebsten entmaterialisieren. Die Vorstellung, dass der Erzfeind die Gurgel meines Kumpels als Kauknochen zerfletschen könnte und ich ihn davor nur mit letzter Not wie Superwoman in die Höhe reißen. . . die verfolgt mich in meine Träume. Für diese Härten des Hundealltags bin ich nicht abgezockt genug. Bin halt nur ‘ne Menschenkindmutti.

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