Das große Bibbern

„Der HSV taumelt. Mainz und Wolfsburg aber auch.“

Erst daheim gegen Mainz, dann der Auftritt bei Schalke 04 und zum Abschluss das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg – das Restprogramm hält für den Hamburger SV zwei Alles-oder-Nichts-Spiele im heimischen Stadion gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt bereit. Ein kleiner Vorteil vielleicht, wenn es HSV-Trainer Markus Gisdol gelingt, die desaströse Vorstellung beim 0:4 in Augsburg aus den Köpfen seiner offenbar verunsicherten und müden Spieler zu bekommen. Immerhin haben die Hanseaten 24 ihrer 33 Punkte zu Hause eingesackt. Aber: Vor einer Woche blamierten sich die Hamburger bekanntlich im Volkspark mit 1:2 gegen Schlusslicht Darmstadt.

Eine Schlappe, die Wirkung zeigte. Die Nerven liegen blank, das große Bibbern geht um. Wenn der HSV sich nicht schnell fängt – Gisdol greift in dieser Woche zur Notfall-Karte Kurz-Trainingslager – wartet die Relegation. Da haben die Hanseaten zwar 2014 und 2015 gegen Greuther Fürth und den Karlsruher SC mächtig Glück gehabt, aber das ist halt auch mal aufgebraucht.

Neuer Trainer, neuer Vorstandschef, neuer Sport-Direktor, neue Spieler, neue Schulden – die Euphorie der zwischenzeitlichen Aufholjagd in der Rückrunde hat Kraft gekostet, scheinbar viel Kraft. Der HSV taumelt. Mainz und Wolfsburg aber auch.

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