VW-Abhöraffäre – Verdächtiger tot im Auto im Kreis Helmstedt

Rottorf.  Der Verdächtige in der VW-Abhöraffäre wurde tot in einem brennenden Auto gefunden. Im Mai hatte es einen Brandanschlag auf sein Haus gegeben.

Eine dramatische Wendung gibt es bezüglich einer Leiche, die am Montagabend in einem brennenden Auto in dem kleinen Ort Rottorf (Kreis Helmstedt) entdeckt wurde (Symbolbild).

Eine dramatische Wendung gibt es bezüglich einer Leiche, die am Montagabend in einem brennenden Auto in dem kleinen Ort Rottorf (Kreis Helmstedt) entdeckt wurde (Symbolbild).

Foto: Patrick Seeger / dpa

Eine dramatische Wendung gibt es bezüglich einer Leiche, die am Montagabend in einem brennenden Auto in dem kleinen Ort Rottorf (Kreis Helmstedt) entdeckt wurde: Nach gesicherten Informationen unserer Zeitung soll es sich bei dem Toten um den VW-Mitarbeiter handeln, der als Verdächtiger in der Prevent-Abhöraffäre gilt.

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Braunschweig äußert sich zurückhaltend. Am Mittwochmittag erklärte die Sprecherin Julia Meyer auf Nachfrage unserer Zeitung: „Das Obduktionsergebnis liegt nun teilweise vor. Am Körper der im Fahrzeug aufgefundenen Leiche konnten keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung festgestellt werden.“ Sie betonte, die Leiche sei noch nicht sicher identifiziert. Weitere Auskünfte, auch zur Todesursache, könne sie noch nicht mitteilen.

Auto stand vollständig in Flammen

VW teilte dazu mit: „Volkswagen liegen dazu keine bestätigten Informationen vor. Zum Verfahren gegen den freigestellten Mitarbeiter äußern wir uns wie bislang nicht, sondern verweisen auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig.“

Das Feuer wurde am Montagabend zunächst als Flächenbrand gemeldet. Die Wehren aus Rottorf, Mariental und Grasleben rückten aus und entdeckten das Auto, das bereits vollständig in Flammen stand. In dem Auto wurde die Leiche gefunden. Unsere Zeitung hatte auf die Berichterstattung verzichtet, da von einem Suizid auszugehen war. Doch als es erste Hinweise auf die Identität des Toten gab, gingen die Ermittler der Frage nach, ob Fremdverschulden vorliegt. Dafür gibt es bislang aber keine Hinweise, auch wenn die Art und Weise für eine Selbsttötung ungewöhnlich erscheinen mag.

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VW-Abhöraffäre: Manager soll Gespräche mitgeschnitten haben

Im Zusammenhang mit den langjährigen Millionen-Streitigkeiten zwischen Volkswagen und dem Zulieferer Prevent wird dem VW-Manager vorgeworfen, dass er in den Jahren 2017 und 2018 Gespräche einer VW-Arbeitsgruppe mitgeschnitten haben soll. Dort sei diskutiert worden, wie VW mit dem Fall Prevent umgehe und sich des Zulieferers entledigen könne. Aufgrund interner Ermittlungen wurde der mutmaßliche Maulwurf enttarnt und entlassen, außerdem wurde Strafanzeige gestellt.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt außerdem zu einem Brandanschlag im Mai auf das Haus des mutmaßlichen konzerninternen Spitzels, ob dieser im Zusammenhang steht mit dem Abhör-Fall.

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