Nach Explosion: Haus im Harz wird zum Großteil abgerissen

Blankenburg.  Das Mehrfamilienhaus in Blankenburg, in dem es im Dezember zu einer Explosion mit zwei Toten kam, wird in großen Teilen abgerissen.

Bei der Explosion am 13. Dezember vergangenen Jahres starb ein Mensch direkt, eine weitere Person erlag im Nachhinein ihren Verletzungen.

Bei der Explosion am 13. Dezember vergangenen Jahres starb ein Mensch direkt, eine weitere Person erlag im Nachhinein ihren Verletzungen.

Foto: Matthias Bein / dpa

Nach einer Explosion im Dezember in Blankenburg im Landkreis Harz wird das betroffene Mehrfamilienhaus zum Großteil abgerissen. Die Entscheidung sei auf einer Gesellschafterversammlung getroffen worden, teilte der Geschäftsführer der Blankenburger Wohnungsgesellschaft, Thomas Kempf, der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach werden die Eingänge mit den Hausnummern eins bis drei abgerissen. Der Eingang Nummer vier werde barrierearm saniert.

Arbeiten beginnen voraussichtlich im Frühjahr

Hintergrund sei, dass die strukturellen Schäden der Aufgänge zwei und drei so groß gewesen seien, dass eine Sanierung wenig sinnvoll gewesen wäre. Der unbeschädigte Aufgang eins werde aus einer städtebaulichen Erwägung heraus abgerissen, da dieser sonst isoliert gewesen sei. Was mit dem Gelände danach konkret passiert, sei unklar. Fest stehe bereits, dass kein Neubaukomplex errichtet werde.

Die Abrissarbeiten sollen den Angaben zufolge aktuell geplant werden, die Ausschreibung solle im Winter beginnen. Im Frühjahr könnten dann die Arbeiten voraussichtlich beginnen.

Mehrere Menschen starben durch die Explosion am 13. Dezember

Bei der Explosion am 13. Dezember in dem Wohnblock waren ein Mann getötet und 15 Menschen verletzt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass Flüssiggas zur Explosion führte. Es wurde eine Gasflasche gefunden. Anfang April wurde bekannt, dass zudem eine 76-Jährige Bewohnerin an ihren schweren Verletzungen gestorben war.

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