Chor aus Hillerse singt Rammstein zum 150. Geburtstag

Hillerse.  Der MGV und Frauenchor Hillerse begeht als ältester Verein des Dorfes ein besonderes Jubiläum.

Zu seinem 150. Geburtstag unterhielt der MGV und Frauenchor Hillerse seine Gäste mit einem bunten Mix aus klassischen Chorliedern und modernen Hits.

Zu seinem 150. Geburtstag unterhielt der MGV und Frauenchor Hillerse seine Gäste mit einem bunten Mix aus klassischen Chorliedern und modernen Hits.

Foto: Stefan Lohmann

Das gab’s im Ort noch nie, dass ein Verein auf stolze 150 Jahre Bestehen zurückblicken kann. Erreicht hat dieses Jubiläum der Männergesangverein und Frauenchor, was die Sänger gemeinsam mit zahlreichen Gästen ausgiebig feierten.

„Fröhlich klingen unsre Lieder!“ schmetterten die Hobbymusiker elanvoll einen der Klassiker aus ihrem breitgefächerten Repertoire zur Geburtstagsfeier im Saal des Hillerser Hofs.

„Und unser Männergesangverein hieß ja auch mal Fröhliche Eintracht“, gab Vorsitzender Rolf Dürkop eine von vielen Anekdoten und Fakten aus der langjährigen Chronik zum Besten.

Dazu gehörte auch die der Öffnung für die Sängerinnen im Jahr 1974, die dem vormals reinen Männergesangverein zu neuer Blüte verhalf, wie Dürkop erzählte.

„Denn in den Siebzigern ging es mit den Mitgliederzahlen stark bergab“. Dass der Verein über all die Jahre hinweg auch trotz massiver Einschnitte wie etwa den Kriegszeiten den gemeinschaftlichen Chorgesang aufrechterhalten habe, sei vor allem den immer sehr engagierten Führungskräften zu verdanken, hob Festredner und Schirmherr Detlef Tanke hervor.

„Dass sich immer neue Mitglieder angezogen fühlen, liegt zum Beispiel am großartigen Dirigenten“, so der Bürgermeister, wofür der Angesprochene, Wilhelm Maesmanns, donnernden Applaus als Anerkennung erhielt.

Seit ganzen 20 Jahren führe der Chorleiter seine Mitstreiter nun schon von einem Höhepunkt zum anderen, wovon einer das „sensationell erfolgreiche Konzert“ mit dem Hillerser Feuerwehr-Musikzug in der Gifhorner Stadthalle gewesen sei, erinnerte Dürkop.

„Ihr Verein kann wirklich sehr stolz sein“, reihte sich Landrat Andreas Ebel in die Lobeshymnen diverser Gäste ein, zumal der Verein wertvolle Traditionen aufrechterhalte. Doch nicht nur das mache die Attraktivität aus, ergänzte SPD-Landtagsmitglied Philipp Raulfs: „Sie haben es geschafft, echte Verjüngung zu leben“.

Das bewiesen die Musiker umgehend mit schwungvollen Eigeninterpretationen des modernen Tote-Hosen-Hits „Tage wie diese“ und dem Rammstein-Kracher „Engel“.

Eine Erinnerung aus der 150-jährigen Vereins-Satzungsgeschichte amüsierte nicht nur Tanke ganz besonders: 1922 war jeder Sänger bis zum 40. Lebensjahr verpflichtet, zu den Übungsabenden zu kommen, es sei denn, „der Dirigent sagt, dass er zum Singen nicht mehr in der Lage ist“.

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