Samtgemeinde plant Kita-Neubau am Mühlenweg in Tappenbeck

Weyhausen.  Der Bau- Planungs- und Umweltausschuss stimmte dafür, durch diesen Standort den Sportplatz in Weyhausen zu erhalten.

In Weyhausen soll eine neue Kita auf einem 8000 Quadratmeter großen Grundstück in Tappenbeck entstehen. Der Preis für das Grundstück liegt bei 300.000 Euro.

In Weyhausen soll eine neue Kita auf einem 8000 Quadratmeter großen Grundstück in Tappenbeck entstehen. Der Preis für das Grundstück liegt bei 300.000 Euro.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Der Neubau der Kita Weyhausen soll auf einem 8000 Quadratmeter großen Grundstück am Mühlenweg in der Gemarkung Tappenbeck errichtet werden. Entsprechende Verträge zum Grundstückserwerb sollen mit der Nachbargemeinde geschlossen werden. Nach einiger Diskussion sprach sich dafür am Donnerstag der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Boldecker Land aus – jedoch vorbehaltlich des Ratsbeschlusses der Tappenbecker, die das Thema separat im Rat noch beraten werden.

Die Kosten für den Erwerb des Grundstücks belaufen sich auf 300.000 Euro. Mit der weiteren Planung, um später den F-Plan zu ändern (Kosten: fast 9000 Euro) und einen B-Plan aufstellen zu können (fast 16.000 Euro), soll das Ingenieurbüro Schwerdt beauftragt werden.

Bislang hatte die Samtgemeinde das Grundstück an der Neuen Straße für den Neubau einer Kita mit Kindergarten und Krippe im Blick. Doch dieser Bereich wird als Sportplatz beziehungsweise Schulsportanlage genutzt. Um ihn für diesen Zweck zu erhalten, machte sich die Verwaltung auf die Suche nach einem alternativen Standort – und wurde am Mühlenweg in der Nachbargemeinde fündig.

An dieser Stelle gebe es in Tappenbeck nur insofern einen Nutzungskonflikt, als dass dort eine Hochspannungsleitung verläuft. Henning Schwerdt machte jedoch deutlich, dass in diesem Abschnitt ohnehin nicht das Gebäude, sondern Parkplätze oder Grünflächen entstehen würden. Zudem wäre die Kita dort „mittelfristig verkehrstechnisch gut angeschlossen“. An der Neuen Straße hätte man zudem das Problem, dass dort durch den Verkehr, wenn Eltern ihre Kinder bringen oder abholen, die Wohnstraßen stark belastet würden. Daher sei die Randlage am Mühlenweg für den Bring- und Holverkehr wesentlich besser geeignet. Zudem gebe es dort genug Platz, bei steigendem Bedarf räumlich zu erweitern, an der Neuen Straße gehe das nicht. Der Verkehrslärm von der B 188 und A 39 sei als moderat einzustufen.

Karin Loock (Grüne) hatte Kritik zur Verkehrsanbindung geäußert. Und Tappenbecks Bürgermeister Ronald Mittelstädt (WBL) gab zu bedenken, dass der Bau der Kita auch den Mühlenweg , der ohnehin noch umgebaut werde, verkehrstechnisch belasten würde.

Zudem sei noch völlig offen, wie sich das Umfeld mit Blick auf die neue B 248 und den Kreisel entwickle.

Das nun zuerst über die Samtgemeinde einzufädeln, halte er nicht für richtig. Schwerdt machte deutlich, dass es primär darum ginge, einen Standort zu finden und die Sache endlich anzugehen, da die Bauleitplanung sehr lange dauere. „Wir müssen irgendwann mal anfangen“, stimmte Samtgemeindebürgermeisterin Anja Meier zu.

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