Ausschuss zieht Kita-Anbau in Ribbesbüttel und Wasbüttel in Betracht

Isenbüttel.  Künftig soll es der Samtgemeinde Isenbüttel besser gelingen, den Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen zu prognostizieren.

Die Musik-Kinder der Kita „Drachenburg“ in Ribbesbüttel begrüßten ihre Gäste mit Vorführungen auf dem Parkplatz.

Die Musik-Kinder der Kita „Drachenburg“ in Ribbesbüttel begrüßten ihre Gäste mit Vorführungen auf dem Parkplatz.

Foto: Archiv / Daniela Burucker

Künftig soll es der Samtgemeinde Isenbüttel besser gelingen, den Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen zu prognostizieren. Sozialkoordinator Thorsten Müller stellte dem Jugend- und Sozialausschusses am Dienstagabend die neue Software vor, mit der das bewerkstelligt werden soll: „Little Bird“ und ein Prognose-Modell einer Hildesheimer Planungsgruppe.

Ersteres zeige detailliert den Ist-Zustand mit allen freien Kapazitäten, Letzteres diene mit Daten aus dem Jahr 2019 wie Einwohnerzahlen, Wanderungssalden, Geburtenzahlen und Sterbeziffern der Hochrechnung nach verschiedenen Szenarien. Nur: Welches Szenario ist das richtige für Isenbüttel?

„Die Samtgemeinde wird nicht weiter wachsen, sondern sogar leicht schrumpfen. Unsere Zielgruppen somit auch“, sagte Müller anhand der Computerberechnungen voraus. Petzold entgegnete: „Das sehe ich nicht. Wir haben jedes Jahr immer anbauen müssen.“ Derzeit stellt sich diese Frage für die Kitas in Ribbesbüttel und Wasbüttel – deren Kinder müssen auf andere Orte ausweichen, bekamen dort aber immer noch alle einen Platz. „Wir können derzeit aber die wirtschaftliche Entwicklung nicht beurteilen und wie sie sich auswirkt“, so Rautenbach. Er plädierte dafür, Reserven zu bilden – „das ist unsere Pflicht nach SGB“. Ersterem widersprach Müller nicht: „Wir müssen halt Erfahrungen sammeln und schauen, welches Prognosemodell sich bewahrheitet.“

Der Antrag von Ausschussvorsitzender Britta Rösler (CDU) bekam dann alle Stimmen: Die Arbeitsgruppe soll bis Ende des Jahres eine Empfehlung abgeben, in den Haushalt für 2021 sollen aber schon mal Planungskosten berücksichtigt werden. Ihr sei zumindest in Ribbesbüttel lieb, man schaue nicht nur auf die Quantität von Kitaplätzen, sondern auch auf die Qualität – auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen. „Eine große Lösung zusammen mit der nahe gelegenen Schule wäre schön.“

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