Kinomuseum Vollbüttel startet in die neue Saison

Vollbüttel.  Besucher können ab sofort eine historische Filmrolle bestaunen. Sie ist ein Geschenk aus dem IMax-Dome-Kino in Speyer.

Die Filmrolle ist ein Geschnek aus dem IMax-Dome-Kino in Speyer. 

Die Filmrolle ist ein Geschnek aus dem IMax-Dome-Kino in Speyer. 

Foto: Anja Alisch

Das neueste Schaustück im Kinomuseum hat wahre Größe. Zwei Mann waren nötig, im die IMax-Filmrolle an ihren Platz zu bringen. Und so heißt das Motto zur Saisoneröffnung passend: „Wir können auch größer!“

Wie immer hatte das kleine Team um Museumschef Peter Schade-Didschies zum Ende der Winterpause einen wahren Arbeitsmarathon hingelegt. Die 70-Millimeter-Rolle ist ein Geschenk aus Speyer, Standort eines technischen Museums der Superlative und des letzten noch bespielten IMax-Dome-Kinos. Schade-Didschies sprach den Vorführer an und: „Daraus wurde ein 90-Minuten-Gespräch. Ich meinte: So eine Rolle zu haben, das wäre toll. Zwei Wochen später durften wir sie abholen.“ Und das nicht allein: Dazu gab es die passende Tonrolle zu den 45 Minuten Film, der horizontal durch den Projektor läuft und die dazu nötige Xenon-Gasentladungslampe mit 15 000 Watt Leistung.

Für diese Exponate schweißte Schade-Didschies ein spezielles Präsentationsgestell. Außerdem arbeitete das Team an der Verbesserung der Beleuchtungssituation und schuf dafür ein 50er Jahre Ambiente, ergänzt durch eine kleine Loge mit den Dauernörglern Waldorf und Statler aus der Muppet-Show. Durch die Zusatzbeleuchtung kommt der Plattenschneider besser zur Geltung. Schde-Didschies sagte: „Wir würden gern öfter wechseln, aber das geben unsere Depot-Situation und das Personal nicht her. Es fehlen junge Leute – auch zur Dokumentation. Denn es gibt in Vollbüttel zwar nichts, was es nirgendwo sonst gibt – aber man muss verdammt lange fahren.“ Beibehalten wird die Reihe der Matineen. Nächster Termin ist der 14. April mit einem Film zur Exkursion nach Speyer.

Weitere Themen sollen Filme der Video-Aktiven und das Projekt „AtWiK“ Aneignung technischen Wissens im Kindesalter von Schade-Didschies sein. Auch die Soiree „Herr Schade öffnet seinen Schallplattenschrank“ soll es im Herbst geben.

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