Planungsausschuss Schwülper ermöglicht neue Bauprojekte

Schwülper.  Im Mittelpunkt der Sitzung standen ein neues Pfarrhaus, die Schulstraße, der Drosselweg und der Lärmschutz auf den Ortsdurchfahrten.

An der St.-Nikolaus-Kirche in Groß Schwülper soll ein neues Pfarrhaus entstehen. Die Zustimmung des Ausschusses hat dieses Vorhaben schon einmal.

An der St.-Nikolaus-Kirche in Groß Schwülper soll ein neues Pfarrhaus entstehen. Die Zustimmung des Ausschusses hat dieses Vorhaben schon einmal.

Foto: Archivfoto / Jörg Brokmann

Die Gemeinde Schwülper will den Landkreis bitten, bevorzugt die Durchfahrtsstraßen ihrer Ortsteile zu sanieren, vor allem unter anderem die Braunschweiger Straße und die Okerstraße, um dort den Lärmpegel zu senken. Das beschloss der Umwelt- und Planungsausschuss in seiner Sitzung am Montagabend in der Okerhalle. „Messungen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass in unserer Gemeinde der Lärm-Grenzwert zwar zeitweise überschritten wird, aber nicht so, dass wir einen Anspruch auf eine Lärmschutzsanierung hätten“, erklärte Bürgermeister Uwe-Peter Lestin.

Ausschussmitglied Frank Kubaric von den Grünen kündigte zudem an, einen weiteren Antrag einzureichen; mit dem Ziel, den Lärmschutzplan mit einem umweltfreundlichen Verkehrskonzept zu verbinden.

Der Ausschuss ermöglicht den Bau den neuen Pfarrhauses

An der Kirche in Groß Schwülper soll ein neues Pfarrhaus gebaut werden. Dafür empfahl der Ausschuss, den Neubau und die Erschließung von der Braunschweiger Straße her zu ermöglichen. Das alte Pfarrhaus werde zurzeit hauptsächlich als Gemeindehaus und als Verwaltungssitz der Kirchengemeinde genutzt und sei als Pfarrhaus eigentlich zu eng, berichteten mehrere Ausschussmitglieder übereinstimmend.

Für das Wohngebiet an der Parkstraße in Groß Schwülper empfahl der Ausschuss, eine Ausnahme vom Bebauungsplan zu ermöglichen: Ein Antragssteller plant, dort ein Wohngebäude mit zwei Vollgeschossen und einer Photovoltaikanlage auf dem Das zu bauen. Dies war laut dem ursprünglichen Bebauungsplan aus den 70er Jahren nicht möglich. Die Zustimmung des Ausschusses hat der Antragssteller nun, jetzt entscheidet der Gemeinderat und danach muss der Landkreis entscheiden, ob er diese Ausnahme von Plan erlaubt.

Fußgängerampel an der Schulstraße: Lestin gibt sich mit Ablehnung nicht zufrieden

Einen Antrag, am Drosselweg die Zufahrten zu den Grundstücken zu ändern, lehnte der Ausschuss ab: Die gewünschten Umbaumaßnahmen hätten eine Versetzung der bepflanzten Straßeninsel notwendig gemacht. Mit Rücksicht auf zwei Bäume auf der Insel hielt der Ausschuss es für die bessere Option, die Straßenform so zu lassen, wie sie jetzt ist, zumal es nach Einschätzung des Ausschusses dort ohnehin nicht an Auto-Stellplätzen fehle.

Für die gewünschte Fußgängerampel an der Schulstraße habe Bürgermeister Uwe-Peter Lestin von der zuständigen Behörde zunächst eine Absage erhalten, wie er berichtete: „Es heißt, die Mindestzahl von Autos, die auf dieser Straße fahren, und von Fußgängern, die diese Straße überqueren wollen, wird da nicht erreicht. Das halte ich für lächerlich. Ich werde mich dem nicht fügen. Ich kenne selbst genug Leute, die diese Straße regelmäßig überqueren, um ihre Kinder zur Schule zu bringen. Und wenn da statt den erforderlichen 200 Autos nur zwölf Autos pro Stunde fahren, dann wird wohl auch keiner behindert, wenn die Ampel mal rot ist.“

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