Groß Schwülper: B-Plan „In der Dösse II“ in trockenen Tüchern

Schwülper.  Der Schwülperaner Rat beschäftigt sich intensiv mit der Bauleitplanung in der Gemeinde. Die Verwaltung will den Rathaus-Neubau noch 2020 beziehen.

Die neuen Bauflächen des Gebietes Dösse II in Groß Schwülper sollen zwischen Hauptstraße und Heinrichstraße entstehen). Das Foto zeigt einen Blick von der Heinrichstraße aus

Die neuen Bauflächen des Gebietes Dösse II in Groß Schwülper sollen zwischen Hauptstraße und Heinrichstraße entstehen). Das Foto zeigt einen Blick von der Heinrichstraße aus

Foto: Darius Simka / regios24

Bauwillige wird es freuen: Der Bebauungsplan „In der Dösse II“ ist beschlossen. Gegen die Stimmen der Grünen machte der Gemeinderat mit dem Satzungsbeschluss den Weg für die Bebauung der 52 Grundstücke frei. Damit dort alsbald die Bagger rollen können, soll die Erschließung zügig ausgeschrieben werden.

Gleiches gilt für den Neubau des Verwaltungsgebäudes, für den laut Kreis noch in diesem Monat die Baugenehmigung erteilt werden soll. „Wir haben den Ehrgeiz, noch in diesem Jahr dort einzuziehen“, erklärte Bürgermeister Uwe-Peter Lestin am Rande der Sitzung.

An Geld mangelt es der Gemeinde nicht. „Wir kriegen das hin, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Lestin. Was das in Zahlen heißt, erfuhr die Politik anhand der Haushaltsplanentwürfe, die der Bürgermeister zur Diskussion in den Fraktionen verteilte. Darin enthalten sind unter anderem Gelder für die Sanierung der Sportstätte in Walle und die Modernisierung der Straßenbeleuchtung.

Neu hinzugekommen zu den geplanten Investitionen ist der Bau von Parkplätzen im Bereich der Krippe am Flachskamp und der Einbau einer Lüftung für die Kita in Groß Schwülper. Zudem regte Lestin an, die Dachsanierung dort eventuell vorzuziehen.

Mit dem Satzungsbeschluss für den B-Plan „Waller Straße“ in Lagesbüttel machte die Politik den Weg frei für die Bebauung eines zu einem Bauernhof gehörenden Grundstücks. Auf die Kritik der Grünen, dass im Neubaugebiet „In der Dösse II“ nur ein Sechstel der Flächen für Mehrfamilienhäuser bereitstehen und zu wenig für den sozialen Wohnungsbau getan werde, reagierte der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass dafür vier Grundstücke zurückgehalten wurden, die nicht verlost, sondern einzeln verkauft werden. „Damit haben wir es in der Hand, darüber zu befinden, wer zu welchen Konditionen ein Grundstück bekommt“, sagte Lestin.

Nacharbeiten musste der Rat bei der bereits 2019 beschlossenen Aufwandsentschädigung für seine Mitglieder. Damit die Entscheidung umgesetzt werden kann, diese Bezüge nach neun Jahren um 25 Prozent zu erhöhen, musste ein Satzungsbeschluss her.

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