Nicole Wockenfuß kandidiert für die Grünen bei Bürgermeisterwahl

Gifhorn.  Die 57 Jahre alte Kästorferin Nicole Wockenfuß blickt auf 25 Jahre politische Arbeit zurück – jetzt will sie hauptamtliche Bürgermeisterin werden.

Die Kästorferin Nicole Wockenfuß geht für Bündnis90/Die Grünen ins Rennen um die Wahl zum Gifhorner Bürgermeister.

Die Kästorferin Nicole Wockenfuß geht für Bündnis90/Die Grünen ins Rennen um die Wahl zum Gifhorner Bürgermeister.

Foto: Dirk Kühn

Sie war die erste, die von ihren Parteimitgliedern nominiert wurde: Für Nicole Wockenfuß (Bündnis90/Die Grünen) steht bereits seit 25. Februar fest, dass sie für das Amt des Gifhorner Bürgermeisters kandidiert. Sie hat die Zeit genutzt, ihre Themen zu strukturieren, setzt darauf, dass Rassismus und Diskriminierung bei den anstehenden Wahlen in Gifhorn keinen Platz haben und wünscht sich eine freie und weltoffene Stadt.

Seit fast 33 Jahren wohnt Wockenfuß in Kästorf. Am 1. Mai 1986 ist sie mit ihrem Mann eingezogen – nur wenige Tage nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Dieses Atomunglück hat Wockenfuß geprägt und auch dazu beigetragen, dass sie sich politische bei den Grünen engagiert – seit 25 Jahren. 1996 wurde Wockenfuß erstmals in den Rat der Stadt und den Kreistag gewählt, übernahm in den Folgejahren Verantwortung als Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeisterin, seit 2011 auch in der Verbandsversammlung des Regionalverbands Großraum Braunschweig.

Ihre Themenschwerpunkte sieht die Kandidatin der Grünen vor allem in den Bereichen Kindergärten, Schulen und Frauen. Auch das ist naheliegend, kam sie doch über ehrenamtliches Engagement in Elternräten, auch im Stadtelternrat, mit dem sie die Sozialstaffel durchsetzte, zur politischen Arbeit.

Zweites Thema: der Verkehr – vor allem aus Sicht der Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs. Wockenfuß weiß, worüber sie redet, fährt selbst nahezu ausschließlich Fahrrad, stets mit Helm, manchmal auch mit dem E-Bike. Ihre Mobilität der Zukunft ist „leise, sauber und autonom“, sagt sie.

Landwirtschaft, Wohnen und Gewerbe sind ihr wichtig, ein schonender Umgang mit Ressourcen gehöre ebenso dazu wie die Erkenntnis, dass es nicht nur die Automobilindustrie gebe. Wockenfuß macht sich für alternative Wohnformen stark – sozial, altersgerecht und inklusiv, sind Stichworte, die sie nennt. Klimaschutz und Umweltschutz, gute Bildung und Digitalisierung in Schulen gehören auch dazu, ebenso wie das Essen in Kindergärten und Schulen, das aus Bio-Produktion aus der Region zubereitet werden sollte.

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