Matthias Nerlich will Gifhorns Bürgermeister bleiben

Gifhorn.  57 von 60 CDU-Mitgliedern im Gifhorner Stadtverband stimmen Freitagabend dafür, dass Matthias Nerlich für die Bürgermeisterwahl am 26. Mai kandidiert.

Der CDU-Stadtverband Gifhorn nominierte am Freitagabend Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich für die Wahl am 26. Mail. Ingrid Pahlmann gratulierte mit einem kleinen Paket Süßigkeiten statt Blumen.

Der CDU-Stadtverband Gifhorn nominierte am Freitagabend Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich für die Wahl am 26. Mail. Ingrid Pahlmann gratulierte mit einem kleinen Paket Süßigkeiten statt Blumen.

Foto: Dirk Kühn

Stehender Applaus für den Bürgermeister und für den CDU-Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai: 57 von 60 Christdemokraten stimmten am Freitagabend in der Scheune des Deutschen Hauses für die Nominierung von Matthias Nerlich. Verbunden damit war der Wunsch und die Zuversicht, dass die Entscheidung im ersten Wahlgang fällt. Aber es gab auch Appelle, den Wahlkampf nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und nicht zu siegesgewiss zu sein.

Die Menschen und die Zukunft – sie sollen im Mittelpunkt seiner politischen Arbeit stehen, hob Gifhorns amtierender Bürgermeister in seiner Nominierungsrede hervor. Für die Menschen da zu sein, Ansprechpartner zu sein, das sei für ihn das Wichtigste und stehe an erster Stelle. Und so erzählte er unter anderem von den kleinen Begebenheiten, den kurzen Gesprächen, wenn er morgens auf dem Weg ins Rathaus ist oder von einer älteren Frau, die sich mit einer Pralinenschachtel dafür bedankt, dass es wieder einen Einkaufsmarkt in der Innenstadt gibt.

Zu seinen Top-Themen für die nächste Amtszeit zählt Nerlich Kindergärten und Schulen. So will er sich einsetzen für mehr Personal in den Kindertagesstätten, für eine bessere Ausstattung der Schulen, sprach sich aber auch für eine solide Finanzpolitik aus und verwies mit Freude darauf, dass sich in den vergangenen Jahren der Schuldenstand der Stadt fast halbiert habe – von 41 Millionen Euro auf 22 Millionen Euro.

Nicht zufrieden geben will sich Gifhorns Bürgermeister mit der Aussage seines Parteikollegen Bernd Althusmann, der im Ausbau der A39 oberste Priorität sieht und den Ausbau der B4 als nachrangig betrachtet. „Wir müssen Druck machen“, sagte Nerlich und kündigte eine Initiative an, um aus den B-4-Ausbau zu forcieren.

Im Fokus müsse der soziale Wohnungsbau in der Stadt bleiben, neue Akzente will Nerlich an den Läufen der Aller, Rotaller und Ise in der Innenstadt setzen. Die Flüsse seien ein Schatz, der bisher nicht zur Geltung kommt. Eines der großen Themen wird die Neustrukturierung des ehemaligen BGS-Geländes sein. Dort einen Bildungscampus zu errichten, das ist eines seiner Ziele.

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