Pflege

„Übergangs-Pflegewohnungen“ als Alternative zur Kurzzeitpflege

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Zunächst drei barrierearme „Übergangs-Pflegewohnungen“ sollen in Braunschweig angeboten werden (Symbolfoto).

Zunächst drei barrierearme „Übergangs-Pflegewohnungen“ sollen in Braunschweig angeboten werden (Symbolfoto).

Foto: Jana Bauch / picture alliance/dpa

Braunschweig.  Die Nibelungen-Wohnbau und weitere Partner starten das Projekt. Die Wohnungen sind kurzzeitig für Menschen gedacht, die das Krankenhaus verlassen.

Wenn Patienten aus den Braunschweiger Krankenhäusern entlassen werden, ist mitunter noch eine Kurzzeitpflege nötig – doch das gelingt nicht immer vor Ort. Teilweise müssen Betroffene in umliegenden Gemeinden untergebracht werden. Mehrere Partner aus Braunschweig haben sich jetzt zusammengeschlossen, um dieses Problem zu lösen. Angeregt wurde das Projekt von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Nibelungen-Wohnbau.

Ab Oktober werden sogenannte „Übergangs-Pflegewohnungen“ angeboten, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Diese Wohnungen sollen die Unterbringung der Patienten in unmittelbarer Nähe ihres bisherigen Wohnortes ermöglichen. „Dabei werden vorhandene Netzwerke aus Pflegediensten, Ärzten, sozialen Einrichtungen und Nachbarn aus dem Quartier genutzt“, kündigt die Nibelungen-Wohnbau an.

Durch die Unterbringung in den Übergangs-Pflegewohnungen werde Zeit für die notwendigen Anpassungen in der eigenen Wohnung gewonnen. Das Angebot richtet sich nicht nur an Mieter der Nibelungen, sondern an alle Menschen in Braunschweig.

Pflegedienste kümmern sich um die „Gäste“ in den Wohnungen

Bei den zunächst geplanten drei Übergangs-Pflegewohnungen handele es sich um speziell für die ambulante Pflege angepasste barrierearme Wohnräume. Sie seien eng in unmittelbare Versorgungsnetzwerke im Stadtteil eingebunden. „Die pflegerische Versorgung erfolgt durch im Quartier ansässige Pflegedienste.“ Die Projektdauer ist auf 15 Monate angelegt und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert.

Weitere Projektbeteiligte sind das Städtische Klinikum Braunschweig, der Caritasverband Braunschweig, die Stadt Braunschweig und das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der TU Braunschweig. Zusätzliche Partner begleiten das Projekt im Rahmen des Projektlenkungsausschusses. Projektleiter Jonas Schwartze von der Nibelungen-Wohnbau betont: „Wichtig ist es, nachhaltige Finanzierungslösungen zu finden und die Verzahnung mit den Protagonisten im Quartier zu schaffen.“

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