Gemeinsam-Preis Braunschweig

Uwe Scholz – der Zuversichts-Preisträger war den Tränen nah

| Lesedauer: 2 Minuten
Uwe Scholz wurde mit dem Zuversichts-Preis der Braunschweiger Zeitung und des Doms ausgezeichnet. Sein Preisgeld will er spenden. Gattin Gitta entschädigt er demnächst mit einer Wochenendreise dafür, dass sie aufgrund seines Ehrenamts oft auf ihn verzichten musste. Hier ein Foto der beiden beim Empfang.

Uwe Scholz wurde mit dem Zuversichts-Preis der Braunschweiger Zeitung und des Doms ausgezeichnet. Sein Preisgeld will er spenden. Gattin Gitta entschädigt er demnächst mit einer Wochenendreise dafür, dass sie aufgrund seines Ehrenamts oft auf ihn verzichten musste. Hier ein Foto der beiden beim Empfang.

Foto: Darius Simka/regios24

Braunschweig.  Der 52-Jährige war für seine Benefizläufe in Corona-Zeiten geehrt worden. Das Preisgeld will er seinem Fußball-Verein spenden.

Natürlich wird er diesen Abend so schnell nicht vergessen: die festliche Stimmung im Braunschweiger Dom, die würdevollen Reden und diesen unfassbaren Moment, als sein Name übers Mikrofon erklang. Da wusste Uwe Scholz: Tatsächlich – er hat den Zuversichts-Preis gewonnen! Erstmals vergeben im Rahmen des „Gemeinsam“-Preises, den unsere Zeitung und der Dom seit 19 Jahren ausloben. „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass die Jury tatsächlich mich auswählt“, sagt der 52-Jährige aus Stöckheim und gesteht: „Ich musste mich sehr beherrschen, um nicht in Tränen auszubrechen.“

Mit Laufsport gegen Krisen: Scholz, Fußballabteilungsleiter beim SC Rot-Weiß Volkmarode, machte den Braunschweigern Beine mit Benefizläufen. Sport und Spaß gepaart mit Wohltätigkeit und Gemeinsinn. Um den Corona-Blues auszutreiben, Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Fitness zu fördern, hatte er zunächst einen Wettlauf über eine App organisiert, in der jeder seine Erfolge eintragen konnte. Dank Sponsoren brachte jeder Kilometer bares Geld für wohltätige Zwecke. Gedanklich machten sich die Sportler auf den Weg nach Honolulu. Schließlich ließen die Pandemie-Auflagen sogar einen gemeinschaftlichen Lauf in Braunschweig zu. Am 8. Mai gehörte Scholz dann auch zu den Organisatoren des 1. Braunschweiger Friedenslaufs.

Aus einer kleinen Idee wurde ein großer Laufspaß

Scholz freut sich sehr, dass sein Engagement Wertschätzung erfährt. „Ich wollte in einer schweren Zeit Hoffnung vermitteln“, sagt er. Aus einer kleinen Idee sei schließlich durch die Leidenschaft der Läufer etwas Großes entstanden. „Damals fühlten wir uns doch förmlich Zuhause eingesperrt, trauten uns kaum vor die Tür. Und schon gar nicht wagten wir es, uns mit anderen Menschen zu treffen. So kam mir der Gedanke, eine virtuelle Gemeinschaft zu bilden.“

Scholz genoss den Empfang nach der Preisverleihung im Hof der Handwerkskammer sehr. „Ich fand es großartig, dass etwa Laudator und BS-Energy-Vorstand Dr. Volker Lang und auch Tatjana Bialas, Geschäftsführerin der Funke Medien Niedersachsen in Braunschweig, nach der Preisverleihung allen Preisträgern persönlich gratulierten. Diese Form der Wertschätzung spornt noch einmal an.“

Das Preisgeld von 1000 Euro will Scholz seinem Fußballverein spenden.

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