Corona in Braunschweig

Der neue Omikron-Impfstoff wird in Braunschweig angeboten

| Lesedauer: 11 Minuten
Stiko empfiehlt an Omikron-Varianten angepassten Impfstoff für Auffrischung

Stiko empfiehlt an Omikron-Varianten angepassten Impfstoff für Auffrischung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat die neuen, an die Omikron-Varianten angepassten Corona-Impfstoffe als Auffrischungsimpfung empfohlen. Entscheidender als die Wahl des konkreten Impfstoffs ist nach Ansicht der Impfexperten aber, dass sich die Menschen überhaupt impfen und sich insbesondere boostern lassen. Mit der Empfehlung ändert sich für die Zielgruppen nichts.

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Braunschweig.  Aktuell am Dienstag: Inzidenz steigt auf 395. In den Braunschweiger Kliniken haben 11 Patienten Corona. Alle Fakten zur Pandemie auf einen Blick.

  • Der neue, an die Omikron-Varianten BA 4 und BA 5 angepasste Impfstoff von Biontech, ist ausgeliefert: Die Impfteams und das Impfzentrum haben den Impfstoff erhalten.
  • Die Inzidenz in Braunschweig steigt und liegt am Dienstag, 27. September, bei 395.
  • Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Braunschweig nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt bei 91.197. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden 983 Infektionsfälle in Braunschweig gemeldet. Die Daten bilden die Infektionslage derzeit allerdings nicht vollständig ab. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik.
  • Als maßgebliche Zahl in Niedersachsen gilt die Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen neu mit einer Corona-Infektion in Krankenhäusern aufgenommen wurden. Laut Landesregierung lag dieser Wert am Freitag bei 5,8. Landesweit waren 2,2 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Kranken belegt. Erste Maßnahmen (Maskenpflicht) treten in Kraft, wenn die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierung mehr als 15 beträgt und gleichzeitig über 10 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt sind.
  • 337 Menschen sind bislang an oder mit Corona in Braunschweig gestorben. In den Braunschweiger Krankenhäusern werden zurzeit 11 Personen behandelt, davon 2 auf der Intensivstation, die mit Covid-19 infiziert sind. Corona ist dabei in den wenigsten Fällen der ursächliche Behandlungsgrund.
  • Achtung: Niedersachsen übermittelt am Wochenende und an Feiertagen keine Zahlen mehr ans RKI. Daher werden sonntags und montags keine aktuellen Inzidenzen ausgewiesen.

Wo wird in Braunschweig geimpft?

In der Stadthalle werden alle Arten von Impfungen angeboten, auch für Kinder ab 5 Jahren. Geöffnet ist von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 18.30 Uhr. Impfungen sind mit und ohne Termin möglich. Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und, wenn vorhanden, der Impfpass sowie möglichst auch die ausgefüllten und unterschriebenen Aufklärungs- und Einwilligungsbögen. Diese stehen auf www.braunschweig.de/mobiles-impfen zum Download bereit.

Alle erwachsenen Impfwilligen haben die Wahl zwischen den Impfstoffen von BioNTech, Moderna (ab 30 Jahren), Novavax oder Valneva. Entsprechend der aktuellen STIKO-Empfehlung ist es bei Vorliegen einer Kontraindikation gegen mRNA-Impfstoffe oder individuellem Wunsch möglich, eine zweite oder dritte Impfstoffdosis mit dem Impfstoff Novavax zu erhalten.

Die mobilen Impfteams sind hier zu finden (ohne Terminvereinbarung):

  • Montag, 26. September, bis Freitag, 30. September, jeweils von 10 bis 18 Uhr Schlossplatz im Bereich Eingang Stadtbibliothek sowie Edeka Görge Margarete-Steiff-Str. 2
  • Mittwoch, 26. September, von 9 bis 16 Uhr, HBK , Pippelweg 77
  • Donnerstag, 29. September, und Freitag, 30. September, von 10.30 bis 18.30 Uhr, Ikea Braunschweig, Hansestr. 27

Es werden bei allen mobilen Impfangeboten aktuell nur Auffrischungsimpfungen (Booster) durchgeführt, insbesondere auch zweite Auffrischungsimpfungen (Viertimpfung). An allen Terminen der mobilen Impfteams steht ausschließlich der an die Virusvariante BA.4/5 angepasste Impfstoff von BioNTech zur Verfügung.

Sind Impfungen zu Hause möglich?

Als weiteren Service bietet das Impfzentrum jetzt auch Impfungen zu Hause an. Dieses Angebot richtet sich an Personen ab 60 Jahren bzw. mobilitätseingeschränkte Personen. Die Anmeldung und Terminvereinbarung ist möglich unter (0531) 470 8170 oder unter .

Alles Wichtige zum Impfen finden Sie auf der Internetseite der Stadt.

Wo gibt es Beratung rund ums Impfen?

Impfberatung per Telefon: Die Stadt bietet auch eine telefonische Beratungssprechstunde an. Jeweils dienstags und donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr ist es unter (0531) 470 8844 möglich, direkt mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen.

Impfberatung per Mail: Unter der Mailadresse können Menschen alle Fragen stellen und Vorbehalte im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung äußern. Ein Arzt oder eine Ärztin befasst sich damit.

Wie sind die aktuellen Regeln?

Angesichts einer weiterhin geringen Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten will Niedersachsen zum 1. Oktober die Corona-Schutzmaßnahmen nicht verschärfen. Die Maskenpflicht im ÖPNV bleibt bestehen, mit der neuen Corona-Verordnung soll jedoch eine medizinische Maske ausreichen.

Das neue bundesweit gültige Infektionsschutzgesetz hatte am Freitag den Bundesrat passiert. Zu den zentralen Bestimmungen, die vom 1. Oktober bis 7. April 2023 gelten werden, zählt eine bundesweite Maskenpflicht in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen. Auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen muss weiterhin eine FFP2-Maske getragen werden. Zudem besteht eine Testpflicht, in Niedersachsen müssen geimpfte beziehungsweise genesene Mitarbeiter dieser Einrichtungen sich zwei Mal pro Woche testen lassen.

Sollte sich die Lage in den Kliniken deutlich verschärfen, sieht die niedersächsische Landesregierung strengere Schutzvorkehrungen vor, für die es dann neue Verordnungen geben müsste. Bei den Szenarien übernimmt das Land die Begriffe aus dem Bund. Stufe 1 wird als Winterreifen-Szenario, Stufe 2 als Schneeketten-Szenario bezeichnet. Maßgeblich ist dabei nicht die Sieben-Tages-Inzidenz, sondern die Einweisung von Corona-Infizierten in Krankenhäusern (Hospitalisierung) sowie der Anteil von Covid-19-Patienten auf den niedersächsischen Intensivstationen. Dabei werden als maximale Kapazität jetzt 2285 Intensivbetten angenommen und nicht mehr 2350.

Sollte die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierung mehr als 15 betragen und gleichzeitig über 10 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt sein, tritt Stufe 1 in Kraft. Dann sollen unter anderem mindestens medizinische Masken in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Supermärkten getragen werden.

Für das Inkrafttreten der Stufe 2 ist nach dem Corona-Fahrplan der Landesregierung ein Landtagsbeschluss notwendig. Aber auch dieses Szenario sieht keine Schulschließungen oder gar einen Lockdown vor. Erst in diesem Szenario müssten Schüler ab der fünften Klasse wieder eine Maske im Unterricht tragen.

Der Entwurf für die neue Verordnung soll zeitnah mit dem Landtag und den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt werden. Sie enthält aber nur die Regelungen für den Basisschutz, noch nicht für die Stufe 1 und 2.

Welche Quarantäneregeln gelten zurzeit?

Corona-Infizierte müssen sich weiterhin in Isolation begeben – für mindestens fünf Tage. Für Kontaktpersonen von Infizierten gelte die „dringende Empfehlung“, selbstständig Kontakte zu reduzieren, hieß es – vor allem mit Menschen, die Risikogruppen für schwere Corona-Verläufe angehören. Sie sollten zudem täglich Selbsttests machen.

Das Schaubild zeigt die aktuell geltenden Regeln zur Quarantäne.

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig

Im Städtischen Klinikum fehlt jede dritte Pflegekraft. In der Sommerwelle steht der Maximalversorger in der Urlaubszeit vor einer nie dagewesenen Lage.

Wer bekommt den Schnelltest noch kostenlos? Die neue Corona-Testverordnung sorgt für Verunsicherung – und für großen Stress bei den Betreibern der Testzentren.

Schon jeder zweite Braunschweiger mit Corona infiziert? Mehr als 64.300 Braunschweiger hat es seit Pandemiebeginn offiziell getroffen. Die tatsächliche Zahl dürfte mindestens doppelt so hoch sein.

Pflege und Medizin: 475 Ungeimpfte in Braunschweig gemeldet. Die Impfpflicht in Einrichtungen gilt seit Mitte März. Gesundheitsamt setzt Fristen zur Nachimpfung. Im Extremfall droht befristetes Tätigkeitsverbot.

Braunschweiger Klinikum: Zunehmend milde Verläufe. Personalausfälle mehren sich, die Belastung in den Krankenhäusern bleibt trotzdem hoch. HEH senkt Zahl planbarer Eingriffe um zehn Prozent.

Wer erhält einen kostenlosen PCR-Test?

PCR-Tests werden nur gemacht, wenn ein positiver Schnelltest von einer Teststelle vorliegt. Die rote Warnmeldung auf der App reicht nicht für einen kostenlosen PCR-Test. Für das Freitesten, also das vorzeitige Beenden einer Isolierung beziehungsweise Quarantäne, reicht ein überwachter Antigen-Schnelltest von einer Teststelle aus.

Bei Labor-Auswertungen kommen PCR-Tests von Risikopatienten und Menschen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten vorrangig zum Zuge. Auch sie müssen aber einen positiven Antigen-Schnelltest haben.

Wer gilt als genesen?

Als vollständig genesen gelten alle, die eine Corona-Infektion überstanden haben und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist.

Genesene können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.

Wann springt die Corona-Warnapp auf Rot?

Grundsätzlich gilt: Die Berechnung des Infektionsrisikos basiert auf der Dauer der Begegnung mit einer (später positiv getesteten) Person, dem Abstand bei dieser Begegnung, der Zeit, die seit der Begegnung vergangen ist, und der Infektiosität (abhängig davon, wann und ob die Symptome eingesetzt haben). Überschreitet der daraus ermittelte Risikowert den vom Robert Koch-Institut vorgegebenen Schwellwert, erhalten die Benutzer eine Benachrichtigung über ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Die Corona-Warnapp zeigt zum Beispiel ein „erhöhtes Risiko“ an, wenn man sich mindestens 9 Minuten oder länger im Umkreis bis zu fünf Metern bei einer Person aufgehalten hat, die jetzt mit Corona infiziert ist.

Außerdem springt die App auf „rot“, wenn man mindestens zwei Einzelkontakte zu einer infizierten Person hatte, in deren Nähe man sich bis zu fünf Minuten in einem Abstand von 5 bis 10 Metern aufgehalten hat.

Verdacht auf Corona – was tun?

Wer die unten aufgeführten Kriterien erfüllt, sollte seinen Hausarzt anrufen. Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken. Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst116117.

Die Testkriterien des Robert-Koch-Instituts:

- schwere respiratorische Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)

- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns

- Erkrankungssymptome und Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall

- Verschlechterung des klinischen Bildes nach anhaltenden akuten respiratorischen Symptomen (wie Husten, Schnupfen, Fieber)

- Akute respiratorische Symptome jeder Schwere insbesondere bei Zugehörigkeit zu Risikogruppe ODER Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus ODER möglicher Exposition (z.B. Veranstaltungen mit unzureichender Einhaltung der AHA+L-Regeln) ODER Kontakt zu Personen mit akuter respiratorischer Erkrankung (im Haushalt oder Cluster ungeklärter Ursache UND 7-Tages-Inzidenz > 35/100.000) ODER erfolgtem Kontakt zu vielen Personen ODER weiterhin (prospektiv) engem Kontakt zu vielen Personen oder Risikopatienten.

Mehr zum Thema

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes sowie weitere Grafiken und ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite des Landes.

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