Neue Pläne für Braunschweigs Ringgleis

Braunschweig.  Die Ehrenamtlichen vom Braunschweiger Forum fordern mehr Geld, um den Fuß- und Radweg fit für die Zukunft zu machen.

Arndt Gutzeit (links) und Hans Fechtel vom Braunschweiger Forum setzen sich für den Ringgleis-Ausbau ein.

Arndt Gutzeit (links) und Hans Fechtel vom Braunschweiger Forum setzen sich für den Ringgleis-Ausbau ein.

Foto: Peter Sierigk

Es geht endlich rund auf Braunschweigs Ringgleis. Der 22 Kilometer lange Fuß- und Radweg führt einmal um die Stadt herum. War es das? Die Ehrenamtlichen vom Braunschweiger Forum sagen: Nein! Und fordern Geld für den weiteren Ringgleis-Ausbau.

Kurz vor Weihnachten wurden Oberbürgermeister und die Ratsfraktionen angeschrieben, damit sie Geld für einen neuen Drei-Jahres-Plan zur Verfügung stellen. Im Jahr 2016 wurde erstmals ein solcher Plan aufgestellt. Er sorgte für den Ringschluss, was freilich mehr als 3 Millionen Euro kostete.

Seitens des Forums meint Hans Fechtel: „Es gibt Widerstände. Da sind diejenigen, die mehr Geld in die Förderung des Autoverkehrs stecken wollen. Außerdem warten unsere Stadtteil-Heimatpfleger schon Jahre darauf, dass der Kleine-Dörfer-Weg die Ortsteile miteinander verbindet. Sowie die Initiative Fahrradstadt Braunschweig, die im Grunde der Ansicht ist: Geld sollte nun vorrangig in den Ausbau anderer Radwege fließen.“

Gruppen mit starken Argumenten. Das sagt auch Arndt Gutzeit: „Dabei wird jedoch verkannt, wo sich in Braunschweig künftig die Entwicklung abspielen wird.“ Im Spätherbst hat das Forum die Radfahrer an der Okerbrücke bei der Berufsfeuerwehr gezählt: „Die Zahl lag bei 1500 täglich. Dieses Jahr werden es mehr als 2000 sein.“

Und die Entwicklung werde sich beschleunigen, so Horst Splett: „Allein, dass man jetzt einmal um ganz Braunschweig fahren kann, wird Hunderte von Radfahrern aus der gesamten Region anlocken. Dazu kommen die aus den Neubau-Gebieten im Norden. Die Nutzer-Zahlen werden bereits schlagartig steigen, wenn der große Görge-Markt auf dem ehemaligen Gelände der Braunschweiger Zeitung an der Hamburger Straße eröffnet.“ Das könnte schon im Frühjahr geschehen.

Jeder zusätzliche Nutzer werde für zusätzliche Fragen sorgen, meint Fechtel: „Wann ist die Asphaltierung fertig? Wann ist das Ringgleis überall beleuchtet? Wann werden die Umleitungen überflüssig?“ Offensichtlich sei auch: „Broitzem und Teile der Weststadt sind über die Marienberger Straße nur unzureichend an das Ringgleis angebunden. Und wenn ein Eisenbahn-Haltepunkt bei Broitzem entsteht, wie soll der mit dem Rad zu erreichen sein, wenn nicht über das Ringgleis?“ Dies gelte auch für den Hauptbahnhof, der noch nicht angebunden ist.

Wie geht man vor? Fechtel ist der Ansicht, dass sich Braunschweig „neue Ziele zur kontinuierlichen Entwicklung des Ringgleises setzen muss und die nötigen Gelder zur Verfügung stellt“. Das Forum werde dies nach Kräften unterstützen. Im Herbst ist eine große Licht-Installation an der Echobrücke geplant. Details werde es während der Radmesse am 16. Februar in der VW-Halle geben. Bereits am Samstag, 4. Januar, startet das Forum am Haus der Kulturen um 14 Uhr eine kostenlose Radtour, um die Umleitungsstrecke Richtung Westbahnhof vorzustellen.

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