In Braunschweig vom Zug erfasst: 20-Jähriger außer Lebensgefahr

Braunschweig.   Die Bundespolizei vermutet, der Mann sei gerade dabei gewesen, ein Selfie zu machen und übersah deshalb den Zug. Er verletzte sich schwer.

Dieser Personenzug des Verkehrsunternehmens Erixx erfasste den Mann in Querum.

Dieser Personenzug des Verkehrsunternehmens Erixx erfasste den Mann in Querum.

Foto: Bundespolizei

Im Braunschweiger Stadtteil Querum ist am Samstagabend ein 20-Jähriger von einem Zug erfasst worden. Wie Feuerwehr und Bundespolizei auf Nachfrage mitteilten, hat der junge Mann den Unfall zwar überlebt, aber schwere Rückenverletzungen Verletzungen erlitten. Nach Angaben der Ermittler wollte er wohl ein Selfie von sich und dem herannahenden Zug machen. Lebensgefahr besteht laut Bundespolizei nicht mehr.

Verletzter machte vermutlich ein Selfie

Gegen 18.50 Uhr rückte die Feuerwehr in den Bereich der Straßen Kehrbeeke/Wöhrdenweg aus. Dort habe der 20-Jährige im Gleis gestanden, als der Personenzug des Verkehrsunternehmens Erixx mit rund 60 Stundenkilometern anrollte. „Im Moment sieht es so aus, als habe der Mann gerade versucht, ein Selfie zu machen und ist dann erfasst worden“, sagte Bundespolizeisprecher Martin Ackert. So habe es auch der Zugführer geschildert: Er habe beobachtet, wie der 20-Jährige auf den Gleisen stand, seine Arme in die Höhe streckte und ein Handy in der Hand hielt. Zeugen gaben laut Bundespolizei an, der Mann habe auf einer Bank Käse, Chips und Wodka zu sich genommen – dann trat er auf das Gleis, um Selfies zu machen. Die Polizei hat das Handy des Verletzten und Fahrwegspeicher des Zuges zur Auswertung sichergestellt. Von einem Suizidversuch geht die Bundespolizei nicht aus.

Zeugen erlitten Schock

Rettungskräfte krochen zunächst unter den Zug, um den jungen Mann zu versorgen. „Der Verletzte konnte schließlich unter dem Zug hervorgezogen werden, ohne ihn anheben zu müssen. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr.

Der 43-jährige Lokführer, mehrere Zeugen – darunter zwei 13-Jährige – sowie Ersthelfer mussten von Notfallseelsorgern betreut werden. Im Zug haben laut Bundespolizei 40 Fahrgäste gesessen. Zwischen 18.53 Uhr und 20.12 Uhr war die Zugstrecke gesperrt.

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