Eltern sorgen sich um die Zukunft der Kita Peterskamp

Braunschweig.   Der Mietvertrag wurde gekündigt. Doch Awo und Stadt beruhigen: Die Kündigung soll rückgängig gemacht werden.

Die Kita Peterskamp auf dem Gelände der Awo. Ganz in der Nähe soll ein Kita-Neubau entstehen.

Die Kita Peterskamp auf dem Gelände der Awo. Ganz in der Nähe soll ein Kita-Neubau entstehen.

Foto: Philipp Ziebart / BestPixels.de

Ist es richtig, dass die Kita Peterskamp in Querum nächstes Jahr geschlossen wird?

Das möchte unsere Leserin Nicole Biermann wissen.

Die Antwort hat Katja Dartsch recherchiert:

In unserer Zeitung war zuletzt zu lesen, dass die Zahl der Kita-Plätze knapp ist, und die Stadt angesichts der steigenden Nachfrage bei der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze kaum hinterherkommt.

Bei unserer Leserin Nicole Biermann aus Querum stieß das auf Unverständnis. Denn sie hat gehört, dass die Kita Peterskamp im kommenden Jahr geschlossen werden soll. „Meine Tochter besucht die Einrichtung. Uns wurde gesagt, dass der Mietvertrag gekündigt worden sei. Im letzten Jahr wurden schon keine neuen Kinder mehr aufgenommen. Alle Kinder, die kommendes Jahr noch nicht in die Schule wechseln, müssen dann auf andere Einrichtungen verteilt werden. Und das, wo doch Kita-Plätze Mangelware sind...“

Unsere Redaktion hat nachgefragt und kann beruhigen. Martin Albinus, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt Braunschweig, erklärt die Hintergründe: „Die Awo plant auf ihrem Gelände am Peterskamp mittelfristig einen Kita-Neubau. Ursprünglich war geplant, dass dieser genau an der Stelle der jetzigen Kita entstehen soll.“ Deshalb sei zum Sommer 2020 tatsächlich der Mietvertrag mit den Trägern der Einrichtung – der Stadt Braunschweig und der Lebenshilfe – gekündigt worden. Deshalb seien zuletzt auch keine neuen Kinder mehr aufgenommen worden.

Albinus weiter: „Die Pläne haben sich aber mittlerweile geändert. Der Neubau soll an anderer Stelle auf dem Gelände entstehen. Deshalb soll die Kündigung zurückgenommen werden. Es soll einen nahtlosen Übergang geben, so dass die Kinder, die die Einrichtung weiterhin besuchen wollen, in den Neubau wechseln können, sobald dieser fertig ist. Sobald die Vertragsänderung erfolgt ist, was in Kürze geschehen soll, werden auch wieder neue Kinder aufgenommen.“

Der Vorstandsvorsitzende des Awo-Bezirksverbandes Braunschweig, Rifat Fersahoglu-Weber, sagt ebenfalls: „Wir können zur Beruhigung beitragen. Der Kita-Betrieb soll weitergehen.“ Die Awo plane mehrere Neubauten auf dem Gelände am Peterskamp: Die Geschäftsstelle soll erweitert und die Zentralküche auf dem Gelände erneuert werden. Zudem soll in direkter Nähe der jetzigen Kita ein Kita-Neubau entstehen. Dazu sei die Awo im Gespräch mit der Stadt.

„Wir können in Vorleistung gehen und investieren“, schildert Rifat Fersahoglu-Weber die Grundidee. Anschließend könnte das Gebäude dann an die Stadt vermietet werden. Die Stadt hatte zuletzt öffentlich nach Investoren gesucht, um den Bau zusätzlicher Betreuungseinrichtungen für Kinder zu beschleunigen. Rifat Fersahoglu-Weber betont aber: „Wir sind mit der Stadt im Gespräch. Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen.“

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