Falscher Polizist ergaunert 5000 Euro

Stadtmitte  Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, keine Kontoinformationen an Unbekannte herauszugeben.

Die zunehmenden Betrügereien falscher Polizisten sind nach Einschätzung echter Kriminalermittler eine Form des organisierten Verbrechens.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Die zunehmenden Betrügereien falscher Polizisten sind nach Einschätzung echter Kriminalermittler eine Form des organisierten Verbrechens. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wieder ist eine Wolfsburgerin auf einen falschen Polizisten hereingefallen. Dabei ergaunerte der Unbekannte 5000 Euro, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Es war am Dienstagnachmittag gegen 14.30 Uhr, als die 80-jährige Wolfsburgerin einen Anruf von dem Unbekannten erhielt. Dieser gab sich als Polizeibeamter aus und erzählte der Frau, dass wiederholt versucht worden sei, vom Konto der Rentnerin Geld abzuheben. Da der Name der älteren Dame zudem auf einer aufgefundenen schwarzen Liste stehe, sei nun ihr Geld nicht mehr sicher. Der Unbekannte entlockte der älteren Dame Informationen über ihren Kontostand und forderte sie auf, von ihrem Konto 5000 Euro abzuheben. Das Geld sollte sie dann in einem Beutel vor ihrer Haustür ablegen, und der angebliche Polizeibeamte wollte es anschließend abholen und auf das Konto der Rentnerin wieder einzahlen.

Die 80-Jährige ging sodann zur Bank, um den geforderten Betrag abzuheben. Einer Bankangestellten kam die Sache spanisch vor, sie warnte die ältere Dame vor Trickbetrügern und sie hinterfragte die Absichten ihrer Kundin. Doch die Rentnerin blieb beharrlich und versicherte ihr, dass alles in Ordnung sei und sie das Geld für private Zwecke benötige. Somit musste ihr die Bankangestellte das Geld aushändigen. Die ältere Dame ging anschließend nach Hause und legte das Geld in einem roten Beutel vor ihrer Haustür ab. Wenig später war der rote Beutel mit dem Geld verschwunden. Als die 80-Jährige danach zur Bank ging, um festzustellen, ob der Betrag wieder auf ihrem Konto eingezahlt wurde, erlebte sie ihr blaues Wunder. Nun wandte sie sich abermals an die Bankangestellte und erzählte ihr die ganze Geschichte. Die Bankangestellte alarmierte umgehend die Polizei.

Die Polizei warnt abermals vor dieser Art von Gaunerei. „Immer wieder kommt es vor, dass anonyme Anrufer sich als angebliche Polizisten ausgeben, um Informationen über Kontodaten zu erlangen“, sagt Polizeisprecher Thomas Figge. Dabei werde den Betroffenen eine Geschichte erzählt, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und das Geld der Angerufenen nicht mehr sicher sei. Dann fordere der angebliche Polizeibeamte den oder die Betroffene auf, einen Geldbetrag abzuheben und diesen anschließend einem weiteren Polizisten zu übergeben, der das Geld abhole. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die Beamten niemals über Telefon Auskünfte über Kontodaten oder Kontostände abfragen. Ferner holt die Polizei keine Geldbeträge von Personen ab, um sie weiter zu verwalten. Horst-Peter Ewert, Kriminalhauptkommissar von der Polizei Wolfsburg: „Geben Sie keine Kontoinformationen an Unbekannte heraus. Rufen sie die Polizei, Freunde oder Verwandte an und bitten sie diese um Hilfe. Wählen sie die 110 und melden sie umgehend diese Anrufe der Polizei!“ red

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