Ungarn präsentiert sich als Partnerland der Grünen Woche

Zum Muhen wollte sich diese Kuh in den Berliner Messehallen am Mittwoch nicht verleiten lassen. Aber bis zum großen Auftritt ist ja auch noch ein bisschen Zeit. Am Freitag beginnt die 82. Grüne Woche. Laut Veranstaltern die weltgrößte Leistungsschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Zu den Highlights gehört der Erlebnisbauernhof. Dort wird es in diesem Jahr Frühstück geben, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied. "Da laden wir ein, zeigen Tiere, zeigen, wie Ackerbau funktioniert, zeigen natürlich aber auch, wie wir jetzt letztendlich unsere Produkte weiterverarbeiten zu Fleisch, zu Wurst." Wirtschaftlich sei es für die Bauern im Moment allerdings schwierig, sagt Rukwied. "Nach wie vor sind die Preise bei Milch, bei Schweinen, bei Getreide unter Druck. Wir haben zwar bei Milch eine positive Tendenz, sind aber noch nicht da, wo wir sein müssten. Sprich: Die wirtschaftliche Lage in der Landwirtschaft ist nach wie vor schwierig und angespannt." Partnerland in diesem Jahr ist Ungarn, das sich laut Messechef Christian Göke neu positionieren möchte. Neben Paprika, Salami und Gulasch sollen auch Premiumprodukte, wie Wollschwein oder Tokajer in den Vordergrund gestellt werden. Ein weiterer Schwerpunkt soll in diesem Jahr auf dem Thema Wein liegen. "Also insofern haben wir viele großartige, neue Produkte und das, was es aber eigentlich ausmacht, ist das Durch-die-Hallen-Gehen. Das Erleben dieser ja 400.000 anderen Menschen, die sich das auch mit anschauen. Und das ist auf neudeutsch der Event. Und dieser Eventcharakter wird für die Grüne Woche immer, immer wichtiger." Die Grüne Woche dauert vom 20. bis 29. Januar. Laut Veranstalterangaben werden auf dem Gelände am Berliner Funkturm 1.650 Aussteller aus 66 Ländern ihre Produkte präsentieren.
Mi, 18.01.2017, 20.14 Uhr

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