VfL verliert Derby gegen Hannover verdient mit 0:2
Hannover Nächster Rückschlag für den VfL im Kampf um Europa: In Hannover verlor Wolfsburgs Fußball-Bundesligist 0:2 (0:1).
Vor 43.800 Zuschauern in der Hannoveraner AWD-Arena war für den VfL mehr drin. Doch die Wolfsburger nutzten die Schwächephase der 96er zu Beginn des Niedersachsen-Derbys nicht aus und liegen nun vier Punkte hinter Platz 7. Mame Biram Diouf (44. Minute) und Didier Ya Konan (77.) schossen die Tore beim letztlich verdienten 96-Erfolg.
VfL-Trainer Felix Magath verändert seine Startelf im Vergleich zur Partie gegen Meister Dortmund gleich auf drei Positionen. Vieirinha ersetzte im Sturm den verletzten Patrick Helmes, Petr Jiracek spielte auf der Doppelsechs für Josué und Kapitän Christian Träsch musste auf der Bank Platz nehmen. Seine Rechtsverteidiger-Position übernahm der Japaner Makoto Hasebe.
Der VfL erwischte in Hannover den besseren Start. Das war allerdings auch einfach, weil 96 überhaupt nicht ins Spiel kam. Die Gastgeber produzierten einen Fehlpass nach dem anderen, vor allem Innenverteidiger Mario Eggimann war ein Unsicherheitsfaktor. Doch die Wolfsburger schlugen aus der schwachen Anfangsphase zu wenig Kapital.
Der VfL hatte die Partie zwar im Griff und durch Ricardo Rodriguez (5.) sowie Vieirinha (24.) zwei Chancen, aber sonst kam zu wenig von den Grün-Weißen. Nach einer halben Stunde verschoben sich die Kräfteverhältnisse auf dem Platz. Eine dicke Möglichkeit für Ya Konan war der Weckruf für Hannover. Der Ivorer kam nach einem schönen Pass Jan Schlaudraffs am Strafraum frei zum Abschluss, setzte den Ball aber knapp neben das Tor (34.). Fünf Minuten später scheiterte Konstantin Rausch mit einem Schuss aus spitzem Winkel an VfL-Keeper Diego Benaglio.
Auch wenn Hannover die Möglichkeiten vergab, die „Roten“ waren jetzt besser im Spiel, obwohl Mario Mandzukic noch eine gute Chance hatte. Der VfL-Stürmer scheiterte aber mit seinem Schuss aus spitzem Winkel an Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler (41.).
Besser machte es auf der anderen Seite 96-Angreifer Diouf. Der Ivorer war nach einem weiteren tollen Pass von Hannovers Spielmacher Schlaudraff schneller als die Wolfsburger Innenverteidiger Felipe Lopes und Marco Russ und schob den Ball an Benaglio vorbei ins Netz (44.). Dass Diouf den Ball zuvor mit dem Oberarm mitgenommen hatte, ahndete Schiedsrichter Peter Sippel nicht.
In der zweiten Hälfte spielte eigentlich nur noch Hannover. Die Hausherren hatten die Partie im Griff und einige gute Möglichkeiten. So traf Christian Pander mit einem Freistoß nur die Latte (64.). Doch der VfL hätte die Begegnung noch drehen können. Mandzukic hatte den Ausgleich auf dem Fuß, ließ sich den Ball aber von 96-Keeper Zieler abluchsen (75.). Fast im Gegenzug fiel die Entscheidung. Wieder ging ein super Anspiel von Schlaudraff voraus, der Ya Konan perfekt in Szene setzte. Diesmal machte es der Stürmer besser als in der ersten Hälfte und verwandelte sicher zum 2:0. Danach gab es vom VfL keine große Gegenwehr mehr.
