Träsch trauert Kapitäns-Binde nach
Wolfsburg Christian Träsch ist nicht mehr Kapitän des VfL Wolfsburg. An dieser Entscheidung von Trainer Felix Magath hat der 24-Jährigen zu knabbern.
„Enttäuscht bin ich nicht, aber natürlich bin ich traurig, dass ich die Binde abgeben muss. Denn es ist eine Ehre, Kapitän des VfL Wolfsburg zu sein“, sagt Träsch, der aber deshalb keinen Groll auf Magath hegt. „Ich bin nicht sauer auf den Trainer, wir haben darüber gesprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es so vielleicht das Beste ist, weil eventuell der Druck weg fällt“, sagt der Mittelfeldspieler.
Dass sein Leistungstief in der vergangenen Saison auch eine mögliche Folge des zusätzlichen Druckes durch die Kapitänsbinde gewesen sein könnte, hatte der Ex-Nationalspieler damals immer wieder von sich gewiesen. Mittlerweile schränkt er ein: „Im Nachhinein kann man sagen, dass dieses Amt eine Belastung für mich war, denn immer wenn es schlecht läuft, wird zuerst auf den Kapitän geschaut.“
Trotz des Verlustes des Spielführer-Postens will er sich weiter als Führungsspieler des VfL einbringen. „Natürlich ist es ein Zeichen, wenn der Kapitän den Mund aufmacht, aber ich glaube, es sind auch noch andere Spieler da, auf die man hört“, sagt Träsch.
Von welcher Position aus er das künftig tun wird, ist nach fast zwei Trainingswochen noch offen. In der vergangenen Saison musste er meist als Rechtsverteidiger ran. In den Testspielen dieser Saison stellte ihn Magath nur im Mittelfeld auf. Für Träsch kein Problem: „Ich fühle mich rechts hinten wohl, ich fühle mich im Zentrum wohl – natürlich bin ich als Sechser groß geworden. Mir sind aber beide Positionen lieb.“

