Gladbachs Dante vorm VfL-Spiel: Sind viel besser vorbereitet
2011-08-18T16:55:00+0200Der Abwehrchef erklärt im Interview, warum Borussia nicht absteigt und macht sich dafür stark, dass VfLer Diego wieder spielen darf.
Alle vier Duelle gegen den VfL Wolfsburg hat Borussia Mönchengladbachs Abwehrchef Dante bisher verloren. Für den Brasilianer ist das aber kein Grund, im Gespräch mit Redakteur Felix Ehlert für Freitagabend pessimistisch zu sein.
Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg sind in der Vorsaison beinahe abgestiegen. Was hat am Ende den Ausschlag dafür gegeben, dass beide drinblieben?
Ich glaube, dass es neben dem Können vor allem am unbändigen Willen der Mannschaften lag. Für uns kann ich sagen, dass die Stimmung, in der wir den Platz betreten haben, unglaublich war. Und natürlich hat es geholfen, dass die Konkurrenz gepatzt hat.
In diese Saison ist die Borussia gut gestartet. Bekommt sie nichts mit dem Abstieg zu tun?
Dieses Jahr streben wir mehr an als den bloßen Klassenerhalt, und ich hoffe, wir schaffen uns schnell eine Distanz zu den Abstiegsplätzen. Wir haben die Erfahrung aus der Vorsaison, und das Team ist daher viel besser vorbereitet.
Nach dem Klassenerhalt haben Sie sich wie vorher angekündigt von ihrer berühmten Frisur getrennt. Was gibt es zu versprechen, wenn Gladbach erneut drin bleibt?
(lacht) Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Aber es wäre vielleicht nett, die Haare wieder wachsen zu lassen, nur um versprechen zu können, sie abzuschneiden. Immerhin hat das uns Glück gebracht.
Borussia hat die Bayern geschlagen, dem VfL gelang dies nicht. Was haben Sie, was Wolfsburg nicht hat?
Meiner Meinung nach ist jedes Fußballspiel eine eigene Geschichte. Wir sind in der Lage, die Bayern zu schlagen, theoretisch sogar jedes Team. In der Praxis aber nicht. Jede Mannschaft hat Mittel, jedem Gegner entgegenzutreten, es gibt dabei viele Variablen. Ich glaube daran, dass wir Wolfsburg schlagen können, aber nicht, weil wir bereits die Bayern besiegt haben.
Wie sehen Sie die Situation ihres Landsmannes Diego in Wolfsburg?
Ich denke, die Situation ist traurig und unglücklich. Diego ist ein brillanter Spieler. Dass er nur zusieht und nicht mitmacht, ist schade für den Fußball. Er und der Verein sollten sich einigen, Diego kann dem Team mit seinem Können sehr helfen.
Besonders auswärts trat der VfL zuletzt sehr kompakt auf. Wie lässt sich so ein Riegel durchbrechen?
Mit Geduld. Auch wir haben eine sehr starke Defensive mit einem schnellen Sturm, der weiß, wie man den Gegner überrascht. Wenn der VfL wirklich mit dieser Taktik antritt, werden wir es ruhig angehen, viel mit dem Ball arbeiten und versuchen jede Chance zu nutzen, die sich ergibt.
"Wölfe"-Stürmer Patrick Helmes hat jahrelang für die Gladbacher Rivalen Köln und Leverkusen gespielt. Wie wird er begrüßt werden?
(lacht) Wahrscheinlich wird das Publikum versuchen, ihn ein wenig aus der Fassung zu bringen.

