Favre sagt ja, Reus vielleicht und Schäfer nein
2011-08-20T00:10:00+0200Zweite spielentscheidende Szene: Diskussion um Schulzes strittiges Elfmeterfoul – War es ein Strafstoß?
In Köln feierte Michael Schulze ein gutes Bundesliga-Debüt. Gestern war er der Pechvogel. Beim 1:4 in Mönchengladbach verschuldete er einen Elfmeter.
Sein Trainer Felix Magath nahm ihn sogleich in Schutz. "An Michael lag es nicht, dass unsere Abwehr heute nicht gut stand. Ich hätte ihm einen besseren Start gewünscht", so der Coach.
Zumal der Elfmeter, der zum zwischenzeitlichen 1:2 führte, höchst umstritten war. Borussia-Trainer Lucien Favre sagte nur kurz und knapp "ja" auf die Frage, ob es ein Elfmeter war. Der Gefoulte, Marko Reus, äußerte sich schon etwas vorsichtiger. "Ich spiele ihm den Ball durch die Beine, will zum Ball gehen. Er sperrt mich. Den Elfer kann man geben." VfL-Linksverteidiger Marcel Schäfer ist anderer Meinung. "Das war keiner. Reus hatte keine Möglichkeit mehr, an den Ball zu kommen."
Für Magath verdeutlicht dieser Pfiff ein grundsätzliches Problem. "Die Schiedsrichter urteilen sehr unterschiedlich", sagte er und ergänzte beim Fernsehen. "Ich würde mich freue, wenn die Schiedsrichter endlich einheitlich pfeifen würden."
Damit spielt der VfL-Coach sicher auf eine Szene aus der Vorwoche an. Im Heimspiel gegen Bayern München ging Luiz Gustavo im Zweikampf mit Ja-Cheol Koo nur zum Gegner, doch es gab keinen Elfmeter. Eine ähnliche Szene führte gestern zum Pfiff.
Es bleibt ein "Kann-Elfmeter". Nach den Entscheidungen der vergangenen Woche ist es aber ein weiterer Pfiff gegen den VfL, der wieder richtig wehgetan hat

