Schnell, Schneller, Schürrle: Er ist so fit wie nie

Lagos  Der VfL-Angreifer überzeugt im Trainingslager – auch dank einer Ernährungskorrektur?

André Schürrle (hier im Test gegen Portimonense) überzeugt im Trainingslager des VfL mit Schnelligkeit und Spritzigkeit.

Foto: regios24/Darius Simka

André Schürrle (hier im Test gegen Portimonense) überzeugt im Trainingslager des VfL mit Schnelligkeit und Spritzigkeit. Foto: regios24/Darius Simka

Keine Frage: Der hat sich so richtig was vorgenommen für das neue Jahr. André Schürrle (25) sprintet im Trainingslager des VfL Wolfsburg in Lagos mit voller Kraft voraus dem Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt in neun Tagen entgegen.

Der Angreifer überzeugt derzeit in Portugal mit seiner Spritzigkeit, seinem hohen Einsatz und seiner Gefährlichkeit vor dem Tor. Er sagt: „Die Tage sind extrem gut für mich. Wir haben viel für unsere Fitness gemacht, und das wird mir noch zugute kommen.“ Schürrle hat den Grundstein für die Rückrunde gelegt, die wie ein Neustart für ihn sein soll.

Seit seinem Wechsel vor fast einem Jahr hat er es nicht geschafft, konstant gute Leistungen auf den Platz zu bringen. Damit soll jetzt Schluss sein. Dafür hat er seinen Körper in den besten Zustand gebracht. In den vergangenen Monaten hatten ihn diverse Zipperlein immer mal wieder zurückgeworfen. „Wenn man solche Sachen immer mit sich herumschleppt und das Gefühl dann auch in den Kopf steigt, funktioniert alles nicht mehr so, wie man möchte.“ Im Moment aber macht ihm nichts mehr zu schaffen.

Daher sprüht Schürrle nur so vor Tatendrang. „Ich gehe jeden Tag mit dem unbedingten Willen in jedes Training, dass ich schon da entscheidende Situationen herbeiführe und Tore mache. Ich will dem Team und auch den Trainern zeigen: Ich bin da.“ Das gelingt ihm an der Algarve ausgesprochen gut. „Ich sehe mich auf jedem Fall auf einem guten Weg.“

Womöglich wurde dieser Fortschritt auch durch eine Ernährungsumstellung begünstigt. Schürrle hatte sich im Vorjahr wochenlang glutenfrei ernährt. „Ich habe da extrem drauf geachtet und versucht, gar kein Gluten zu essen.“ Aber irgendwann wurde der Hunger nach echter Pasta und Brot dann doch zu groß. „Ich habe gemerkt, dass mir etwas gefehlt hat. Ich habe mich gar nicht mal schlapp gefühlt, es war eher eine Kopfsache. Trotzdem versuche ich jetzt noch, darauf zu achten, weniger Gluten zu mir zu nehmen. Aber ich mache das nicht mehr so streng wie vorher.“ Ob diese Umstellung dazu beigetragen hat, dass „Schü“ körperlich viel weiter zu sein scheint, als je zuvor beim VfL, lässt er offen. Klar ist: Er hinterlässt einen bockstarken Eindruck – und will in der Rückrunde vieles gerade rücken.

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