1:5 – VfL verpatzt Generalprobe

Wolfsburg  Der spanische Meister Atlético Madrid zeigt den Wolfsburgern ihre Schwächen auf.

Es sollte das Highlight der Vorbereitung für den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg werden. Doch das 1:5 (0:1) gegen Atlético Madrid wurde zur Enttäuschung. Vor 20 173 Zuschauern in der VW-Arena erzielten Raul Garcia (13., 54. Minute), der Ex-Wolfsburger Mario Mandzukic (61. Foulelfmeter), Koke (68.) und Hector Hernandez (83.) die Tore für den spanischen Meister und Champions-League-Finalisten. Für die „Wölfe“ traf Abwehrchef Naldo per Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:3 (67.).

„Wölfe“-Trainer Dieter Hecking war nach der Klatsche aufgebracht: „Ich bin restlos sauer, da brauchen wir gar nicht drumherumreden. Der Auftritt war unterirdisch – von der ersten Sekunde an.“

Schon nach wenigen Augenblicken hatte Mandzukic Torhüter Diego Benaglio nach einer Unkonzentriertheit beim Abspiel geprüft. Offensiv kam von den „Wölfen“ in der ersten Hälfte wenig. Nur Vieirinha (32.) und Ivica Olic (37.) sorgten nach dem 0:1-Kopfballtreffer von Raul Garcia nach einer Ecke für Gefahrenmomente. Die vier Offensiv-Kräfte Kevin De Bruyne, Maximilian Arnold, Vieirinha und Olic hatten zumeist einen schweren Stand gegen die gut organisierte Defensive der Elf von Trainer Diego Simeone.

Der spanische Meister hingegen nutzte vor allem in Hälfte 2 die Fehler in der VfL-Defensive gnadenlos aus. Innerhalb einer Viertelstunde schenkten die Madrilenen den „Wölfen“ vier Tore ein. Besonders die Treffer zum 0:2 und zum 1:4 von Garcia und Koke waren herrlich herausgespielt.

„Wir waren unkonzentriert und fahrig, haben dem Gegner teilweise 20 Meter vor unserem Tor den Ball nur so hingespielt, da muss man sich über so ein Ergebnis nicht wundern“, schimpfte Hecking. Dabei gab es für ihn in seiner Elf keinen Gewinner, der auf sich aufmerksam machen konnte. Einzig Neuzugang Josuha Guilavogui hatte durch sein entschlossenes und dynamisches Auftreten „etliche Ballgewinne“. Im Zusammenspiel mit seinen Nebenleuten hakte es noch. „Aber das ist nach zwei Trainingseinheiten mit dem Team ganz normal“, sagte Hecking. Dennoch fühle er sich nach Guilavoguis engagiertem Auftritt darin bestätigt, auf der Position im defensiven Mittelfeld noch einmal tätig geworden zu sein.

STATISTIK

VfL Wolfsburg – Atlético Madrid 1:5 (0:1).

VfL: Benaglio – Seguin (46. Caligiuri), Naldo, Knoche (62. Klose), R. Rodriguez (76. Schäfer) – Malanda (62. Medojevic), Guilavogui (80. Klich) – De Bruyne, Arnold (46. Hunt), Vieirinha – Olic (62. Dost).

Atlético: Moya – Juanfran, Godin (46. Alderweireld), Miranda, Ansaldi (57. Siqueira) – Gabi (74. Hernandez), Suarez (24. Tiago) – C. Rodriguez, Duarte (57. Griezmann), Raul Garcia – Mandzukic (74. Saul).

Tore: 0:1. 0:2 Raul Garcia (13., 54. Minute), 0:3 Mandzukic (61., Foulelfmeter), 1:3 Naldo (67.), 1:4 Koke (68.), 1:5 Hernandez (83.).

Zuschauer: 20173.

Die hohe Niederlage sei für den Trainer aber kein Grund, die Qualität der Mannschaft infragezustellen. „Es ist eine Sache des unbedingten Wollens. Und daran hapert es bei uns schon länger.“ Zum ersten Pflichtspiel der Saison muss der VfL am Sonntag in der ersten Runde des DFB-Pokals zu Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt 98 reisen. Hecking mahnt: „Wenn wir da so auftreten wie heute, wird es auch dort ein böses Erwachen geben.“

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