VfL und Diego nähern sich weiter an

Wolfsburg  Gibt es für Diego doch noch eine Zukunft beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten?

Die Sommer-Vorbereitung 2011 absolvierte Diego (links) noch mit dem VfL. Ende August wechselte er auf Leihbasis nach Madrid.

Foto: Thies/regios24

Die Sommer-Vorbereitung 2011 absolvierte Diego (links) noch mit dem VfL. Ende August wechselte er auf Leihbasis nach Madrid. Foto: Thies/regios24

VfL-Aufsichtsratsboss Francisco Javier Garcia Sanz schloss das im großen WN-Interview gestern nicht aus. Und auch der Spieler ist gedanklich darauf vorbereitet.

„Wenn Diego am Ende wieder bei uns ist, kann er auch wieder spielen“, sagte Garcia Sanz. Bei einer entsprechenden Ablösesumme könne der an Atletico Madrid ausgeliehene brasilianische Mittelfeldspieler aber auch in Spanien bleiben. „Ansonsten wird Diego am 2. Juli zum Trainingsauftakt wieder in Wolfsburg sein. Dann ist er weiter ein Spieler des VfL“, betonte Garcia Sanz.

Diego ließ öffentlich verlauten, er wisse, wann Trainingsauftakt ist und werde wieder in Wolfsburg sein, sollte ihn der Verein nicht verkaufen. Einen Kontakt zum VfL habe es aber nicht gegeben. Den will VfL-Boss Felix Magath auch nicht suchen. „Ich halte nichts davon, mit Spielern zu sprechen, die bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen“, sagte Magath.

Auf welches Spielsystem Magath in der neuen Saison setzt, hängt stark von Diego ab. „Da gibt es selbstverständlich einen Zusammenhang“, betonte Magath. „Wenn Diego spielt, kann er für die Offensive spielbestimmend sein“, erklärte Magath und fügte hinzu: „Ein Kader mit Diego ist eher dazu geeignet, mit einem Rauten-System zu agieren.“ Also mit einem defensiven Mittelfeldspieler vor der Vierer-Abwehrkette, zwei Außenspielern und einem Regisseur hinter den beiden Spitzen.

Dieses Modell ließ sich in der vergangenen Saison nicht erfolgreich umsetzen. „Wir hatten ja den Versuch unternommen, mit Alexander Hleb einen Spielmacher zu verpflichten, der diese Rolle ausfüllen kann“, erläutert Magath. Doch der Weißrusse konnte auch aufgrund von Verletzungen die in ihn gesteckten Erwartungen nie erfüllen und verließ den Verein nach nur vier Spielen im Winter wieder.

Ohne Spielmacher änderte Magath sein System und ließ häufig mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und zwei offensiven Außen agieren. „ Wir mussten verstärkt über die Außen spielen. Dadurch hatten wir Probleme in der Vorrunde, weil die Mannschaft darauf nicht ausgerichtet war“, erläuterte Magath.

Für die neue Saison sieht er den Kader besser gerüstet. Auch ein erneuter Abgang Diegos sei kein größeres Problem. „Wir haben mit Vieirinha, Vaclav Pilar und Ivica Olic etliche Spieler, die auf den Außenpositionen spielen können. Auf eine kurzfristige Entscheidung bei Diego wären wir also vorbereitet. Das träfe uns nicht überraschend.“

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