Magath erwartet Diego am 2. Juli zurück

Wolfsburg  Was wird aus Diego? Der exzentrische Fußball-Star muss am 2. Juli seinen Dienst in Wolfsburg antreten. Das erwartet zumindest Trainer Felix Magath.

Kehrt Diego nach Wolfsburg zurück? Der Vertrag des Brasilianers beim VfL läuft noch bis 2014.

Foto: Thies/regios24

Kehrt Diego nach Wolfsburg zurück? Der Vertrag des Brasilianers beim VfL läuft noch bis 2014. Foto: Thies/regios24

Zehn Spieler hatte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in der abgelaufenen Saison ausgeliehen. Darunter mit Diego und Simon Kjaer zwei Großverdiener. Beide müssten zurückkehren. Doch werden sie das auch? So ist der Stand.

„Diego ist die gewichtigste Personalie. Er hat einen Vertrag bei uns. Ich habe nichts anderes gehört. Weder von ihm noch vom Berater noch von einem Verein. Also gehe ich davon aus, dass er sich zum Trainingsstart am 2. Juli bei uns einfindet und wir die Vorbereitung gemeinsam absolvieren. Dann werden wir sehen, ob es ein Problem gibt oder nicht“, sagt VfL-Boss Felix Magath.

Diego spielte eine ordentliche Saison bei Atletico Madrid. Der Brasilianer feierte mit den Spaniern den Sieg in der Europa-Liga. Da der Klub aber die Champions-League-Qualifikation verpasste, fehlen die finanziellen Mittel, um Diego weiter zu beschäftigen.

Zu Erinnerung: Am letzten Spieltag der Saison 2010/11 hatte Diego das Wolfsburger Mannschaftshotel verlassen, nachdem Magath dem Spieler mitgeteilt hatte, dass er gegen Hoffenheim zunächst auf der Bank sitzt. Ist die Sache ausgeräumt oder gibt es da noch Gesprächsbedarf? „Es könnte sein, dass es für Diego noch was zu klären gibt. Für mich nicht. Ich warte in Ruhe ab, was da kommt“, erklärt Magath, der keinen Kontakt zu Diego hat und bis zum Trainingsstart auch nicht das Gespräch suchen will.

Und wie würde die Mannschaft auf eine Rückkehr reagieren? „Ich hatte in der Sommer-Vorbereitung nicht den Eindruck, dass die Mannschaft ein Problem mit Diego gehabt hat. Es haben sicher einige nicht gut gefunden, was er gemacht hat. Aber während der Vorbereitung ist er von seinen Mitspielern normal aufgenommen worden“, meint Magath.

Der VfL-Boss will sich noch nicht festlegen, ob Diego ein Bestandteil des neuen Teams wird. „Wir müssen flexibel sein. Wenn er wie letzte Saison engagiert bei den Einheiten dabei ist, sehe ich wenig Probleme. Diego ist aufgrund seiner Fähigkeiten und Position ein wichtiger Spieler. Aber es ist nicht allein meine Entscheidung. Ich muss und kann nur warten, was der Spieler will.“

Auch Kjaers Zukunft ist noch offen. Der dänische Nationalspieler war an den AS Rom ausgeliehen. Die Italiener haben eine Option auf Weiterverpflichtung. „Ich wurde von einem italienischen Berater angerufen, der mir gesagt hat, dass Rom die Option nicht ziehen will. Allerdings wären sie bereit, über den Spieler zu reden“, erklärt Magath. Im Klartext: Die Italiener wollen die im Vertrag festgeschriebene Ablösesumme deutlich drücken. „Dies habe ich aber abgelehnt“, betont Magath und fügt hinzu: „Offiziell habe ich vom Verein nichts gehört.“

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