Kapahnke: Meisterschaft ja – Aufstieg vielleicht
2009-02-20T22:00:00+0100Frauenfußball: TSV Vordorf marschiert ungeschlagen in Richtung Kreisligatitel – Team freut sich über die Unterstützung durch den Verein
VORDORF. Sie sind Herbstmeister in der Kreisliga Gifhorn, zudem Hallenkreismeister 2009 – die Fußballerinnen des TSV Vordorf. Die Mannschaft von Coach Michael Kapahnke und Co-Trainer Andreas Weber eilte bisher von Erfolg zu Erfolg und hat in der ganzen Saison noch kein einziges Pflichtspiel verloren.
Es ist schon erstaunlich, mit anzusehen, wie ruhig und gelassen die Fußballerinnen es im Soccerpark beim Training angehen lassen. Es wurde viel gelacht und geflachst, aber auch sehr konzentriert gearbeitet. Kein Wunder, die Frauen haben ja auch Großes vor: "Die Meisterschaft ist das Ziel", berichtet Kapahnke. Ob der Titelgewinn aber auch mit dem Aufstieg belohnt wird, ist noch nicht sicher. "Darüber entscheidet die komplette Mannschaft. Denn eine Liga höher bedeutet gleichzeitig mehr Aufwand und erfordert mehr Training", erläutert Kapahnke.
Auf die Frage, was den Unterschied zu den anderen Mannschaften ausmacht, antwortet der sympathische Übungsleiter: "Wir hatten in den Spielen gegen die etwas besseren Teams einfach auch ein wenig Glück. Außerdem ist die Mannschaft so dicht zusammengerückt, dass einfach jeder für jeden da war und ist."
Zweimal wöchentlich bittet das Trainergespann, das nicht mit so einem Erfolg gerechnet hatte, die Mädels zu den Übungseinheiten. "Im Schnitt sind zwölf Spielerinnen anwesend", ist der Co-Trainer Andreas Weber sehr erfreut über die hohe Beteiligung. Eine Kickerin hervorheben kann das Trainer-Duo nicht. "Das Team ist ungemein ausgeglichen. Bei uns ist die Mannschaft der Star."
Den schwersten Stand im Team hat allerdings Kapahnkes Tochter Verena. "Aber Andreas regelt das dann schon, wenn ich zu viel verlange", sagt der Trainer lachend. Verena nimmt’s jedenfalls locker: "Ich kenne es nicht anders. Mein Vater war ja schon immer mein Coach."
Vorher war das beim MTV Isenbüttel der Fall. Sechs weitere Spielerinnen aus Isenbüttel folgten den Beiden vor 18 Monaten in Richtung Vordorf. Diala Amin war eine von ihnen. Und bereut hat sie es nicht. "Dill", wie sie in Reihen des TSV genannt wird, fühlt sich wohl in Vordorf. "Ich wollte wieder Spaß haben. Und das habe ich hier. Das Einzige, was ich mir wünschen würde, wäre härteres Training", verrät Dill schmunzelnd.
Ein weiterer Grund für den Erfolg ist der Zusammenhalt. "Bei uns wird keiner angemeckert. Auch das typische Gezicke gibt es nicht. Schwächere werden unterstützt und bekommen auch viel Lob", berichtet Amin. Für die etwas härtere Gangart im Team ist Nina Meier zuständig. "Ab und zu müssen wir sie ein wenig bremsen", berichtet Weber lachend über die Abwehrspielerin. "Aber das gehört nunmal auch zum Fußball."
Unterstützt werden die Frauen durch den gesamten Verein. "Die Männermannschaft des TSV feuert uns immer an, wenn sie kann. Auch die Zuschauer aus dem Dorf tragen einen Teil zum Erfolg bei", erklärt das Trainergespann. Besonders werden die Kickerinnen aber durch den Spartenleiter Erhard Höper unterstützt. "Erhard steht voll hinter uns. Nicht nur um die Trainingsanzüge hat er sich gekümmert, sondern auch um die anderen organisatorischen Dinge. Zum Beispiel unser Hallenturnier, das geht auf seine Kappe", berichten die Trainer.
Am 1. März können die Fortschritte der Vordorferinnen wieder bewundert werden. Es wird gegen die Frauen des SKG Dibbesdorf getestet. Das erste Pflichtspiel bestreiten sie dann am 14. März. Im Viertelfinale des Kreispokals geht es gegen den TSV Grußendorf. Einen Grund zu feiern wird es an diesem Tag auf jeden Fall geben. Abwehrspielerin Nina Meier feiert dann ihren 19. Geburtstag.


