1000 Ruderer wetteifern am Allersee
Wolfsburg Deutschlands beste Nachwuchsruderer gastieren in Wolfsburg. Auf dem Allersee steigt der 44. Bundeswettbewerb der U15.
Große Herausforderung für den Wolfsburger Ruder-Club (WRC). Der Verein richtet von Donnerstag bis Sonntag zum sechsten Mal den Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen auf dem Allersee aus.
„Es ist nicht einfach, so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, sagt WRC-Vorsitzende Natascha Fieting. 1018 Aktive im Alter zwischen 12 und 14 Jahren und etwa 300 Trainer und Betreuer haben sich angemeldet. „Der Bundeswettbewerb ist quasi die deutsche Meisterschaft für die unter 15-Jährigen“, erläutert Regattaleiter Christoph Steindorff.
Von den mehr als 90 freiwilligen Helfern aus dem ganzen Bundesgebiet werden organisatorische Höchstleistungen verlangt. „Die Verpflegung ist die größte Schwierigkeit. Es gibt nicht viele Unternehmen in Wolfsburg, die so viele Menschen verköstigen können“, erklärt Fieting. Untergebracht sind die Aktiven in Klassenräumen und Turnhallen der Grundschulen Alt Wolfsburg und Danndorf, des Schulzentrums Kreuzheide und der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule. Das Catering erfolgt in der Eis-Arena.
Nach der Anreise am Donnerstag wird es für die Teilnehmer am Freitag sportlich. In dem dreiteiligen Wettbewerb steht am Freitag von 8 bis 16 Uhr zunächst das Langstreckenrudern über 3000 Meter auf dem Programm. Da der Allersee nur 1000 Meter lang ist, müssen die Boote zweimal wenden. „Das ist nicht einfach. Dabei ist die Gefahr groß, dass die Boote kentern“, sagt Steindorff. An allen markanten Punkten auf dem See sind allerdings Helfer verteilt, die in einem solchen Fall schnell zur Stelle sind.
Am Samstag folgt von 8 bis 14 Uhr ein allgemeiner Motorikwettkampf im Allerpark. Hier messen sich die Sportler in acht verschiedenen Disziplinen, zum Beispiel Tauziehen, Medizinball-Weitwurf, Frisbee werfen oder Pedalo fahren. „Die Ergebnisse fließen in die Gesamtwertung mit ein“, sagt Steindorff.
Zum Abschluss folgt am Sonntag zwischen 8 und 14 Uhr die Bundesregatta über 1000 Meter. Bis auf das Saarland schicken alle Bundesländer ihre Vertreter nach Wolfsburg. „Die Favoriten sind Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern“, meint Fieting. Der Wolfsburger Ruder-Club schickt keine Sportler ins Rennen. „Unsere Talente sind noch nicht so weit“, sagt WRC-Pressesprecher Siegfried Trogisch. Allerdings starten Ruderer aus Braunschweig und Salzgitter für Niedersachsen.
Bei dem Mammutprogramm mit 22 Rennen und 428 Booten hoffen die Organisatoren vor allem auf gutes Wetter. „Ein Gewitter würde unseren Zeitplan stark durcheinanderbringen. Dann müssten wir den Allersee nämlich komplett räumen“, betont Regattaleiter Steindorff.
Der Allersee ist seit gestern komplett für den Ruderwettkampf gesperrt. Die Starts erfolgen am Ost-ufer des Allersees, Ziel ist vor dem Klubhaus. Zuschauer sollten die Parkplätze vor der VW-Arena oder im Allerpark nutzen, rät Trogisch. Die Straße am Allersee-Südufer ist während der Veranstaltung gesperrt.
