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EHC Wolfsburg

Nur ein Punkt fehlt noch zu Platz 2

EHC Wolfsburg fertigt Nürnberg mit 5:1 ab und macht in der Tabelle viel Boden auf Düsseldorf gut

Jörn Manske, Michael Manske und Christian Buchler

WOLFSBURG. Der Grizzly-Express rollt weiter unaufhaltsam in Richtung Play-off-Viertelfinale. Nach dem 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)-Heimsieg über die Nürnberg Ice Tigers liegt Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg nur noch einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Düsseldorf.

Trotz eines eher schwächeren Anfangsdrittels führten die Gastgeber durch Kai Hospelts Überzahltor (17. Minute) mit 1:0. Eine Kabinenpredigt von Trainer Toni Krinner weckte die EHC-Profis auf. Mike Green (22.) und Jan-Axel Alavaara (38.) mit einem "Blueliner" im Powerplay brachten Wolfsburg auf die Siegerstraße. Daran änderte auch das zwischenzeitliche Anschlusstor durch Roland Mayr (37.) nichts.

Im Schlussabschnitt hatten die Grizzlys alles im Griff. Norm Milley (57.) und Jason Ulmer (58.) nach einem sehenswerten Doppelpass mit Ken Magowan schraubten das Endergebnis auf 5:1. Außerdem erfreulich: Der lange verletzte Stürmer Peter Sarno gab überraschend sein Comeback. Da nur zehn ausländische Profis pro Spiel eingesetzt werden dürfen, musste Paul Mc Ilveen auf die Tribüne. Zudem fehlte David Sulkovsky verletzt, dessen Center-Position Sarno einnahm und bis zum Schluss ausfüllen konnte.

Kein Wunder, dass Krinner zufrieden Bilanz zog. "Wenn man die anderen Ergebnisse betrachtet, wäre es sehr ärgerlich gewesen, wenn wir nicht gewonnen hätten", erklärte er. Aufgrund der Düsseldorfer 4:5-Heimniederlage gegen Mannheim sitzt sein Team der DEG im Nacken. Auch die anderen direkten Konkurrenten um einen der vier ersten Plätze, Ingolstadt (0:5 in Straubing) und Frankfurt (1:3 gegen Iserlohn), patzten.

Fast hätte das aber auch Krinners Mannschaft passieren können. "Das erste Drittel war unser schlechtestes der ganzen Saison", kritisierte der Chefcoach. Nur Torwart Daniar Dshunussow sei es zu verdanken gewesen, dass der EHC zur ersten Pause mit 1:0 führte. "Das habe ich den Spielern in der Kabine auch deutlich gesagt. Danach haben wir uns anders präsentiert. Das waren drei enorm wichtige Punkte."

Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann bezeichnete den EHC-Sieg als verdient. "Nach der Hinausstellung von Rob Leask hatten wir zum Teil nur noch vier Verteidiger zur Verfügung", erklärte er. Leask hatte in der 26. Minute Wolfsburgs Christoph Höhenleitner mit zu hohem Stock im Gesicht verletzt und eine Spieldauerstrafe kassiert. Weil kurz zuvor schon Florian Ondruschka nach einem fairen, aber harten Milley-Check benommen vom Eis gemusst hatte, war die Ice-Tigers-Defensive fortan arg dezimiert.

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Veröffentlicht: 08.02.2010 - 02:10 Uhr
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